Ältere Menschen

Land baut altersmedizinische Versorgung aus

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Mit Hilfe einer Schwester führt eine 80-jährige Frau ein Glas Wasser zum Mund und trinkt.

Das Land richtet aufgrund des demografischen Wandels die medizinische Versorgung auf die Bedürfnisse einer Gesellschaft des längeren Lebens aus. Deshalb soll der sektorenübergreifende Ansatz zwischen Krankenhaus, ambulanter ärztlicher und pflegerischer Versorgung weiterentwickelt und gestärkt werden.

„Die Bedeutung der Geriatrie steigt mit dem demografischen Wandel. Deshalb richten wir die medizinische Versorgung auf die Bedürfnisse einer Gesellschaft des längeren Lebens aus.“ Das sagte Staatssekretärin Bärbl Mielich beim 26. Geriatrietag des Landes Baden-Württemberg in Ettlingen. Ihr besonderer Dank gelte dem geriatrischen Zentrum Karlsruhe unter der Leitung von Direktorin Dr. Brigitte Metz, das diese Fachtagung unter dem Motto „Aktiv im Alter“ organisiert hat.

Zum einen werde die geriatrische Rehabilitation als eine wesentliche Säule der altersmedizinischen Versorgung gestärkt. Zum anderen werde der notwendige Paradigmenwechsel zu einer sektorenübergreifenden Vernetzung der Akteure in der Versorgung gestaltet. „Die Geriatrie als medizinisches Fachgebiet für die Versorgung älterer Menschen hat eine besondere Bedeutung. Sie konzentriert sich als Querschnittsfach auf das Wiedererlangen und den Erhalt von Selbstständigkeit“, sagte die Staatssekretärin.

Sektorenübergreifenden Ansatz weiterentwickeln und stärken

In unserem stark spezialisierten und in der Akutmedizin sehr gut aufgestellten Gesundheitswesen ist der stetig größer werdende Anteil von über 80-Jährigen mit häufig mehrfachen und chronischen Erkrankungen eine neue Herausforderung. Mit dem Geriatriekonzept des Landes und den geriatrischen Zentren gebe es im Land bereits gute Voraussetzungen. Der sektorenübergreifende Ansatz zwischen Krankenhaus, ambulanter ärztlicher und pflegerischer Versorgung solle weiterentwickelt und gestärkt werden. „In Gesprächen mit den Krankenkassen und den Krankenhausträgern ist es uns gelungen diesen Ansatz zu sichern und die Finanzierung darauf abzustimmen“, betonte Staatssekretärin Mielich.

Mielich: „Zur Stärkung der geriatrischen Rehabilitation werden wir im Bundesrat die Initiative ergreifen, die Pflegeversicherung in die finanzielle Verantwortung zu nehmen.“ Sie halte es für unbedingt notwendig, den Vorrang der Rehabilitation vor der Pflege nachhaltig umzusetzen. Dies entspreche auch Empfehlungen der Enquetekommission Pflege.

Der Geriatrietag des Landes

Rund 400 Ärzte, Therapeuten, ambulante und stationäre Pflegekräfte sowie Sozialarbeiter werden zu der Fachtagung mit angegliederter Ausstellung erwartet.

Der Geriatrietag des Landes findet jedes Jahr statt. Er dient dem berufsgruppenübergreifenden Austausch zu wichtigen Fragen der Altersmedizin in Krankenhaus, Rehabilitation wie auch ambulanter Versorgung. Ebenso ist er ein Forum der Debatte über die Umsetzung des Geriatriekonzepts des Landes Baden Württemberg.

Er wird von den sieben geriatrischen Zentren im Wechsel ausgerichtet. Das Ministerium für Soziales und Integration fördert die Ausrichtung mit einem Betrag von 5.000 Euro.

Weitere Meldungen

Kur- und Heilwald
Forst

Handbuch für Kur- und Heilwälder veröffentlicht

Labor-Utensilien bei einem Drug-Checking-Projekt
Suchthilfe

Land bereitet Drug-Checking-Verordnung vor

Eine Mitarbeiterin des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg hält einen Abstrich eines Covid-19 Verdachtsfalles aus Baden-Württemberg in der Hand. (Bild: picture alliance/Marijan Murat/dpa)
Infektionsschutz

Kontaktperson im Land nicht an Andes-Hantavirus erkrankt

Das Logo der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg ist am Eingang eines Gebäudes der Rentenversicherung angebracht.
Rentenkommission

Zügige Umsetzung der Rentenreform gefordert

EU-Schulprogramm
Ernährung

Landesweite Aktionstage zum EU-Schulprogramm

Eine Jugendliche schaut aus dem Fenster.
Zusammenhalt

Land wird Bündnis gegen Einsamkeit gründen

Junge Männer auf einer Schwimmplattform in einem Badesee in Plüderhausen
Gesundheitsschutz

Badeseen im Land überzeugen mit sehr guter Wasserqualität

Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.
Gesundheit

Warnung vor Hitzewelle mit Tropennächten

Flur im Krankenhaus mit Personal und Betten
Gesundheit

Kliniken sichern, Versorgung stärken, Lasten fair verteilen

Wasser läuft aus einem Wasserhahn in ein Glas.
Masterplan Wasserversorgung

Beirat für sichere Wasserversorgung gegründet

von links nach rechts: Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Georg Kräusslich, Präsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften; Prof. Dr. Irena Kogan, Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung; Prof. Dr. Largus Angenent, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Tübingen; Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Prof. Dr. Robert Zeiser, Medizinische Fakultät der Universität Freiburg
Forschung

Landesforschungspreise 2026 verliehen

Ein Arzt hält in einem Behandlungszimmer in seiner Praxis in Deizisau im Landkreis Esslingen ein Stethoskop in der Hand, mit der anderen Hand bedient er eine Computertastatur. (Bild: dpa)
Gesundheitsreform

Nachbesserungen bei Kranken­versicherung-Reform gefordert

Wasser läuft aus einem Wasserhahn in ein Glas.
Bodenverunreinigungen

1,2 Millionen Euro für PFAS-Forschung

Das Bild ist in vier orangefarbene Kacheln unterteilt. Jede Kachel beinhaltet eine Empfehlung zum Umgang mit großer Hitze. Kachel eins: In der Mittagshitze Schatten aufsuchen und große Anstrengungen möglichst meiden. Kachel zwei: Ausreichend trinken, zum Beispiel Wasser oder Saftschorle. Koffein und Alkohol meiden. Kachel drei: Leichte Baumwollkleidung in hellen Farben tragen. Sonnenbrille und Mütze oder Hut aufsetzen. Kachel vier: Auf Menschen achten, die die Empfehlungen nicht selbst umsetzen können und ihnen helfen. Im Zentrum des Bildes ist ein Kreis in dem eine Sonne strahlt. Ein Thermometer zeigt eine Temperatur von 40 Grad Celsius.
Gesundheitsschutz

Wenn Hitze zur Gesundheitsgefahr wird

Eine Mitarbeiterin eines Pharmahändlers bestückt in Stuttgart-Münster in Baden-Württemberg eine Kommissioniermaschine.
Wirtschaft

Investitionen in Pharmaindustrie wandern ab