Verkehr

Intensive Kontrollen in der Faschingszeit

„Es ist uralter Brauch, dass bei uns in der fünften Jahreszeit ausgiebig gefeiert wird. Verstöße gegen den Jugendschutz oder die Verkehrsvorschriften können jedoch nicht toleriert werden. Für eine sichere Faschingszeit muss die Polizei intensive Jugendschutz- und Verkehrskontrollen durchführen, Narrenfreiheit kann es dabei nicht geben“, betonte Innenminister Reinhold Gall in Stuttgart.

Die Krankenhausbehandlungen wegen Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen gingen in den letzten Jahren zwar schrittweise zurück, Entwarnung sei jedoch nicht angezeigt. Es bleibe zu hoffen, dass bei Jugendlichen ein dauerhafter Bewusstseinswechsel einsetze. Gall: „Für viele gilt schon jetzt: Wer bis zum Kontrollverlust trinkt, macht sich nur lächerlich. Ausgelassen feiern und seine Grenzen kennen, ist wirklich cool.“

Die Erfahrung zeige jedoch, dass in der Faschingszeit vor allem junge Menschen über die Stränge schlagen würden. Die Folgen seien oft verheerend. Übermäßiger Alkoholkonsum schade massiv der eigenen Gesundheit und sei häufig Auslöser für Provokationen, Vandalismus und Schlägereien. „Seit Jahren müssen wir feststellen, dass rund ein Drittel aller Gewaltdelikte unter Alkoholeinfluss begangen werden“, so der Innenminister.

Daher appelliere er an die Gewerbetreibenden und Festveranstalter ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Für einen friedlichen Verlauf der vielen Veranstaltungen im Land seien beim Verkauf von alkoholischen Getränken die Altersgrenzen und das Ausschankverbot an erkennbar Betrunkene zwingend zu beachten.

Ein verantwortungsloser Umgang mit Alkohol berge die Gefahr, Opfer von Straftaten zu werden. Der Kontrollverlust stark alkoholisierter Personen werde von Straftätern häufig ausgenutzt. Nicht unterschätzt werden dürfe auch die Gefahr durch sogenannte K.O.-Tropfen. Diese würden den arglosen Opfern meist unbemerkt in deren Getränk gemischt. Offene Getränke sollten daher nie unbeaufsichtigt stehengelassen werden. Bereits bei ersten Anzeichen einer Desorientierung sei es wichtig, bei Freunden zu bleiben oder das Veranstaltungspersonal um Hilfe zu bitten und nicht etwa aus Scham die Gruppe zu verlassen. Anschließend solle schnell ärztliche Hilfe geholt werden. „Eine schnelle Anzeige bei der Polizei ist ebenfalls sinnvoll, da K.O.-Tropfen im Körper nur eine begrenzte Zeit nachweisbar sind“, so der Innenminister.

Absolut verantwortungslos sei es, sich alkoholisiert oder unter dem Einfluss von Drogen ans Steuer zu setzen. Hier stehe bei weitem nicht nur der Führerschein auf dem Spiel. Schwerer wiege die Gefahr für sich selbst und für unbeteiligte Verkehrsteilnehmer. Komme es zum Verkehrsunfall, seien auch die wirtschaftlichen und persönlichen Folgen enorm. Schadensersatzforderungen der Geschädigten oder Versicherungen könnten die Zukunft verbauen.

Die Polizei werde deshalb auch während der tollen Tage (21. Januar bis 12. Februar 2013) gezielt Alkohol- und Drogenkontrollen durchführen. Im vergangenen Jahr sei von 1.277 Fahrzeuglenkern der Führerschein eingezogen worden. 1.017 seien alkoholisiert und 260 unter Drogeneinfluss unterwegs gewesen. Weiter habe die Polizei in der Fastnachtszeit 2012 (30. Januar bis 21. Februar 2012) 276 Verkehrsunfälle aufnehmen müssen, bei denen die Fahrzeugführer unter Alkoholeinfluss gestanden hätten, bei 20 Verkehrsunfällen habe Drogeneinfluss vorgelegen. Drei Menschen seien bei diesen Unfällen ums Leben gekommen und 107 verletzt worden. „Alkohol oder Drogen am Steuer sind absolut nicht tolerierbar. Mein Appell lautet deshalb: Einer muss nüchtern bleiben. Wer fährt, trinkt nicht - wer trinkt, fährt nicht“, sagte Gall.

Zusatzinformationen:

Umfangreiche Informationen rund um das Thema Alkohol- und Drogenkonsum stehen im Internet unter www.bleib-klar.de.

Mit Partnern der landesweiten Verkehrssicherheitsaktion GIB ACHT IM VERKEHR wurde speziell für Vereine ein besonderes Plakat aus der Serie ‚Besser ankommen’ mit dem Motto „Fährst du nüchtern, steig ich ein“ kreiert. Bezug über die Koordinierungs- und Entwicklungsstelle Verkehrsprävention (kev-bw@gib-acht-im-verkehr.de).

Die Jugendschutzbestimmungen und weitere Informationen und Tipps gibt es unter diesen Internetadressen:

Weitere Meldungen

Maimarkt Mannheim
  • Verbraucherschutz

Mannheimer Maimarkt eröffnet

LGS 2024 in Wangen
  • Gartenschau

Landesgartenschau Wangen eröffnet

Die Aufnahme zeigt das Atomkraftwerk in Fessenheim in Frankreich.
  • Kernkraft

Stellungnahme zu KKW Fessenheim

Ein Wolf sitzt im Erlebnispark Tripsdrill in einem Gehege. (Foto: dpa)
  • Wolf

Wolf tötet Schafe in Rudersberg

Justizministerin Marion Gentges hält am Pult des Bundesrates eine Rede.
  • Justiz

Identität von Vertrauenspersonen schützen

Rinder mit Kälbern auf der Weide
  • Landwirtschaft

Milchwirtschaft nicht zusätzlich belasten

Ein Stempel mit der Aufschrift "Bürokratie" liegt auf Papieren.
  • Wirtschaft

Land treibt Bürokratieabbau voran

Solar-Carport mit Ladeinfrastruktur in Rheinfelden der Fa. Energiedienst AG, Förderprojekt INPUT
  • Förderprogramm

Weitere Photovoltaik-Anlagen auf Parkplätzen gefördert

Wort-Bild-Logo der Kampagne Start-up BW. (Bild: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg)
  • Startup BW

Acht Finanzierungszusagen für junge Unternehmen

Screenshot LEP-Portal
  • Landesentwicklung

Mitwirken am Landesentwicklungsplan

Lothar Mattes
  • Verwaltung

Neuer Leiter beim Finanzamt Freudenstadt

Eine Frau isst in einer Kantine zum Mittag. (Foto: © dpa)
  • Ernährung

Mehr regionales Bio in Gemeinschaftsverpflegung

Streuobstwiese
  • Streuobst

Streuobstpreis Baden-Württemberg verliehen

Team Wald
  • Forst

Zukunft des Forstberufs

Eine Spritze liegt auf einem Impfpass.
  • Gesundheit

Europäische Impfwoche sensibilisiert für Bedeutung von Impfungen

Schüler warten auf ihr Mittagessen, im Vordergrund stehen Teller mit geschnittenem Gemüse. (Foto: dpa)
  • Ernährung

Bewusste Kinderernährung im Kindergarten Steinlachburg

  • Hochschulen

Werbekampagne für MINT-Studierende startet

Schmeck den Süden
  • Ernährung

Drei-Löwen-Auszeichnung für Gutsgaststätte Alteburg

Nadelbäume ragen bei Seebach am Ruhestein in den Himmel. (Bild: picture alliance/Uli Deck/dpa)
  • Forst

Internationaler Tag des Baumes

Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei seiner Rede
  • Wohnen und Bauen

Zwölf Projekte für bezahlbares Wohnen und innovatives Bauen

Die Bewohner einer Wohngemeinschaft für Senioren unterhalten sich. (Foto: © dpa)
  • Quartiersimpulse

660.000 Euro für Quartiers-Projekte

Schloss Mannheim
  • Schlösser und Gärten

Neue digitale Angebote für Schlösser

Stethoskop vor farbig eingefärbtem Kartenumriss von Baden-Württemberg mit Schriftzug: The Ländarzt - Werde Hausärztin oder Hausarzt in Baden-Württemberg
  • Gesundheitsberufe

390 Bewerbungen für 75 Studienplätze der Landarztquote

Ministerialdirektorin Leonie Dirks steht vor Transfermobil und übergibt Fahrzeugschlüssel an Prof. Dr. Daniel Buhr vom Landeskompetenzzentrum Pflege & Digitalisierung.
  • Digitalisierung

Transfermobil bringt Pflege-Innovationen ins Land

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
  • Innovation

InnovationCamp künftig an drei Standorten