Förderung

Innovativer Holzbau als Beitrag zum Klimaschutz

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Zwei Bauarbeiter fügen beim Bau eines Holzhauses vorgefertigte Balken zu einer Hauswand aufeinander. (Foto: © dpa)

Im Rahmen der ersten von vier regionalen Veranstaltungen zum Thema Bauen und Wohnen, betonte Verbraucherminister Peter Hauk die vielfälftigen Möglichkeiten, die das Bauen mit Holz biete. Es leiste einen wichtigen Beitrag zur Baukultur. Mit dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) fördert das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz den Schwerpunkt Innenentwicklung/Wohnen.

„Da Wohnraum sehr gefragt ist und auch im Ländlichen Raum weiterhin fehlt, ist die vordringlichste Aufgabe der Förderung durch das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) die Schaffung von zeitgemäßem Wohnraum. Daher setzen wir die Hälfte unserer ELR-Fördermittel im Förderschwerpunkt Innenentwicklung/Wohnen ein. Im Programmjahr 2019 haben wir insgesamt 800 Wohnbauprojekte mit über 1200 Wohnungen gefördert. Zudem fördern wir innerörtliche Neuordnungen mit Zwischenerwerb und Abbruch, um Möglichkeiten für zukünftige Grundstücksentwicklungen zu schaffen“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, am Donnerstag (9. Mai) in Aglasterhausen (Neckar-Odenwald-Kreis) anlässlich der Veranstaltung ‚Bauen und Wohnen konkret – Konzepte und Ideen für den Ländlichen Raum‘.

Auch im Ländlichen Raum werde dringend zeitgemäßer und bezahlbarer Wohnraum benötigt. Daher stehe Modernisierungen von Wohngebäuden, Umnutzungen ehemals landwirtschaftlicher Gebäude und Baulückenschlüsse derzeit im Fokus des ELR. „Ganz zentral sind dabei Maßnahmen zur Verschönerung und Belebung der Ortsmitten. Gerade bei der Innenentwicklung bietet das Bauen mit Holz vielfältige Möglichkeiten und leiste damit auch einen wichtigen Beitrag zur Baukultur. Daher erhalten Projekte, die auf CO2-bindende Baustoffe, wie zum Beispiel Holz, setzen einen erhöhten Fördersatz im ELR“, erklärte der Minister.

Holzbau-Offensive gibt wirkungsvolle Impulse

„Holzbau leistet einen Beitrag zum Klimaschutz und zur raschen Bereitstellung von dringend benötigtem Wohnraum. Kurze Bauzeiten, kreative Einsatzmöglichkeiten und serielle Vorfertigungen machen Holz zu einem vielfältig einsetzbaren Baustoff. Damit können Anbauten, Aufstockungen und Neubauten mit einem hohen energetischen Standard und ausgezeichneter gestalterischer Qualität schneller realisiert werden. Beispiele aus der Praxis zeigen das eindrücklich“, so Peter Hauk. Um den Holzbau weiter gezielt voran zu bringen, habe die Landesregierung mit der Holzbau-Offensive 13 Innovationspakete geschnürt. „Mit unserer Holzbau-Offensive geben wir wirkungsvolle Impulse für den bestehenden Wohnbedarf und auch für Gewerbebauten im Land“, so der Minister.

Regionale Veranstaltungen zum Thema Bauen und Wohnen

Nach der erfolgreichen Tagung zur Holzbau-Offensive am 10. April 2019 in Tübingen ist die Veranstaltung in Aglasterhausen die erste von vier regionalen Veranstaltungen zu dem Themenkomplex Bauen und Wohnen. Im Fokus stehen ländliche Gemeinden und deren Unterstützung mit Mitteln aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR). Zudem werden integrierte Dorfentwicklungskonzepte vorgestellt und vorbildliche Holzbauten für die Praxis präsentiert.

Die Tagungsreihe wird von der Akademie Ländlicher Raum Baden-Württemberg, der Architektenkammer Baden-Württemberg, der Ingenieurkammer Baden-Württemberg, dem Landesbeirat Holz Baden-Württemberg e.V., dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg und der proHolzBW GmbH in Kooperation mit dem Gemeindetag Baden-Württemberg, dem Städtetag Baden-Württemberg sowie dem Landkreistag Baden-Württemberg veranstaltet.

Die einzelnen Termine der Veranstaltungsreihe sind:

  • 9. Mai 2019, Aglasterhausen
  • 3. Juli 2019, Bad Wurzach
  • 23. Juli 2019, Urbach
  • 14. Oktober 2019, St. Märgen

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