Auszeichnung

Bundesverdienstkreuz für Joschi Moser

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Joschi Moser hat für sein langjähriges Engagement in der politischen Schwulenbewegung von Sozialminister Manne Lucha das Bundesverdienstkreuz am Bande überreicht bekommen.

Als öffentliche Anerkennung für sein langjähriges herausragendes und vorbildhaftes Engagement in der politischen Schwulenbewegung hat Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha in Schwäbisch Gmünd das vom Bundespräsidenten verliehene Bundesverdienstkreuz am Bande an Joschi Moser überreicht.

„Mit Ihrer ganzen Energie stellen Sie sich seit über 40 Jahren in den Dienst der politischen Schwulenbewegung. Sie setzen sich seit Jahrzehnten für die Akzeptanz von Lesben und Schwulen in unserer Gesellschaft ein und haben in Schwäbisch Gmünd ein nicht mehr wegzudenkendes Beratungsangebot etabliert. Sie haben sich diese Anerkennung nicht nur verdient, Sie haben sie sich – besonders in den ersten Jahren und Jahrzehnten Ihres Engagements – gegen viele Widerstände erkämpft“, würdigte Minister Lucha den Geehrten in seiner Laudatio.

Veränderungen, Verbesserungen und Rechte einfordern

„Ich freue mich deshalb sehr, Ihnen heute diese hochkarätige Ehrung des Herrn Bundespräsidenten zu überreichen und Ihnen meine große Anerkennung für Ihr Engagement aussprechen zu dürfen. Menschen wie Sie zeigen uns, dass es manchmal nur einen kleinen Impuls braucht, um etwas Großes auszulösen. Sie gehören zu den Menschen, die sich einmischen, um für sich und für andere Veränderungen und Verbesserungen anzustoßen und elementare Rechte einzufordern. Sie haben anschaulich gezeigt, was alles möglich und zu erreichen ist, wenn man sich in außerordentlicher Art und Weise für das Gemeinwohl engagiert. Dafür möchte ich mich ausdrücklich bei Ihnen bedanken“, so der Minister weiter. Es sei der Verdienst von Menschen wie Joschi Moser, dass heute immer mehr Menschen offen mit ihrer sexuellen Orientierung umgehen könnten.

Biografisches

Joschi Moser gehörte 1995 zu den Gründungsmitgliedern der AIDS-Hilfe Ostwürttemberg und ist seit 1996 deren 1. Vorsitzender. Heute umfasst die AIDS-Hilfe Ostwürttemberg bis zu 14 Selbsthilfegruppen. Joschi Moser erwarb sich über die Jahre hinweg zu den unterschiedlichsten Themenstellungen rund um AIDS und Homosexualität ein fundiertes Wissen. Er etablierte hohe Qualitätsstandards der AIDS-Hilfe Schwäbisch Gmünd und bewältigte darüber hinaus eine Vielzahl ehrenamtlicher Tätigkeiten, von der Begleitung kranker Männer und der Sterbebegleitung über der Betreuung von Häftlingen bis hin zur Begleitung und Unterstützung bei Behördengängen und Arztbesuchen. Von 2005 bis 2015 war Joschi Moser zudem Vorstandsmitglied im Landesverband der AIDS-Hilfe Baden-Württemberg.

Weitere Meldungen

Eine Doktorandin aus Venezuela arbeitet im Labor. (Bild: © dpa)
Europäischer Sozialfonds

Mehr Frauen mit Migrationserfahrung in Arbeit

Organspendeausweis
Organspende

Bundestag diskutiert über Widerspruchsregelung bei der Organspende

Ein Mädchen watet durch die überschwemmte Innenstadt von Veringenstadt.
Gesellschaft

Menschen besser auf Krisen vorbereiten

Der Kommandeur der Sanitätsakademie der Bundeswehr, Generalstabsarzt Dr. Hans-Ulrich Holtherm, und Gesundheitsminister Manne Lucha sitzen nebeneinander und unterzeichnen jeweils ein Dokument.
Gesundheit

Gesundheitssystem im Land auf Krisenfälle vorbereiten

Symbolbild einer Kirche
Ländlicher Raum

Kirchliche Räume als Orte der Zukunft

In einem Stuttgarter Kindergarten gibt es Lasagne zum Mittagessen. (Bild: dpa)
Ernährung

Tag der Kitaverpflegung im Kindergarten „Elisabeth Ding“

Pressegespräch mit Staatsrätin Barbara Bosch (Mitte)
Dokumentation

ZUGEHÖRT – 15 Jahre Politik des Gehörtwerdens

Neuer Rettungshubschrauber Christoph Ortenau
Rettungsdienst

Rettungshubschrauber Christoph Ortenau startet in Lahr

links: Behältnis, das am Ostersonntag (5. April 2026) in einem Garten gefunden wurde; rechts: Laboranalyse
Strahlenschutz

Fundstück enthielt zu keinem Zeitpunkt Polonium-210

Grafik mit Überschrift „Die Landes-Behindertenbeauftragte Nora Welsch lädt ein zur Kundgebung“, darunter Schild einer Demonstration mit der Aufschrift „Inklusion ist kein Sparmodell!“ und den Informationen „5. Mai 2026, 14 Uhr, Stuttgart Zentrum“.
Menschen mit Behinderungen

Kundgebung zum Recht auf Inklusion am 5. Mai 2026

Euro-Banknoten
Krankenversicherung

Versicherungsfremde Leistungen endlich aus Bundeshaushalt finanzieren

Businessfrau sitzt an einem PC
Arbeitsmarkt

Mehr Frauen in Beschäftigung

Ein Mann setzt sich eine Spritze mit Heroin in den Arm.
Sicherheit

Zahl der Drogentoten leicht zurückgegangen

Gewinnerteam Regional Cup Tübingen
Start-up BW

ELASTheal gewinnt den Regional Cup Tübingen

Fünf Exemplare der Publikation „Kabinettsausschuss für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung – Abschlussbericht“
Bürgerbeteiligung

Bürgerbeteiligung im Land weiter gestärkt