Wolf

Ausgleichsfonds Wolf wird fortgeführt

Nutztierhaltende im Land erhalten auch zukünftig einen Schadensausgleich für von einem Wolf getötete oder tödlich verletzte Weidetiere.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Wolf sitzt im Erlebnispark Tripsdrill in einem Gehege. (Foto: dpa)

Nutztierhaltende im Land erhalten auch zukünftig einen Schadensausgleich für von einem Wolf getötete oder tödlich verletzte Weidetiere.

Der Ausgleichsfonds Wolf wird fortgeführt – zunächst bis Ende 2021. Die entsprechende Vereinbarung über die Abwicklung von Ausgleichszahlungen für Schäden an Nutztieren, die vom Wolf verursacht worden sind, haben das baden-württembergische Umweltministerium und die Mitglieder der Trägergemeinschaft in diesen Tagen unterzeichnet.

„Der Ausgleichsfonds Wolf garantiert den betroffenen Nutztierhaltenden einen zeitnahen und unbürokratischen finanziellen Ausgleich“, sagte Umweltminister Franz Untersteller. „Das ist mir wichtig. Und deshalb freut es mich, dass wir den Tierhalterinnen und Tierhaltern im Land mit unserer jetzigen Vereinbarung verbesserte Leistungen anbieten können.“ Zusammen mit der aktuellen Aufstockung der Förderung zum Schutz der Weidetiere trage der Ausgleichsfonds Wolf damit zu einer Versachlichung der Diskussion um die Rückkehr des Wolfs und zu mehr Akzeptanz bei, so der Minister.

Ausgleichsfonds Wolf steht weiter für schnelle Hilfe 

Die Nutztierhaltenden im Land erhalten aus dem Ausgleichsfonds auch zukünftig einen Schadensausgleich für von einem Wolf getötete oder tödlich verletzte Weidetiere und Gebrauchshunde. Die Höhe der Zahlung richtet sich in der Regel nach dem durchschnittlichen Marktpreis der Tiere zum Zeitpunkt des Übergriffs. Auch der Schaden, der Tierhalterinnen und Tierhaltern durch den mit einem Riss verbundenen Arbeitsaufwand für die Suche, das Einfangen oder die Bergung von versprengten Weidetieren oder Gebrauchshunden entstanden ist, wird in gewissem Umfang ausgeglichen.

Ab sofort können Nutztierhaltende über den Ausgleichsfonds Wolf auch die Erstattung der Kosten für die tierärztliche Behandlung und Medikamente für verletzte Weidetiere oder Gebrauchshunde beantragen. Ausgleichszahlungen gibt es darüber hinaus nun auch für die Tierkörperbeseitigung.

Ausgleichsfonds Wolf

Der Ausgleichsfonds Wolf wird derzeit vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland – Landesverband Baden-Württemberg e. V. – verwaltet. Weitere Mitglieder der Trägergemeinschaft sind die EuroNatur Stiftung, der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e. V., der NABU-Landesverband Baden-Württemberg e. V. und der Ökologische Jagdverein Baden-Württemberg e. V.

Die Mitglieder der Trägergemeinschaft tragen den Ausgleichsfonds Wolf gemeinsam und gleichberechtigt. Sie stellen zu gleichen Teilen die Zahlungsfähigkeit sicher. Das Land erstattet der Trägergemeinschaft grundsätzlich am Ende eines Kalenderjahrs 90 Prozent der geleisteten Ausgleichszahlungen.

Weitere Meldungen

links: Behältnis, das am Ostersonntag (5. April 2026) in einem Garten gefunden wurde; rechts: Laboranalyse
Strahlenschutz

Fundstück enthielt zu keinem Zeitpunkt Polonium-210

Polizeistreife bei Verkehrsunfall
Polizei

Bilanz des europaweiten Speedmarathons 2026

Asiatische Hornisse
Artenmanagement

Königinnen und Nester der Asiatischen Hornisse melden

Logo "Turmwärts"
Ländlicher Raum

Kreative Nachnutzung von Trafo­türmen im Ländlichen Raum

Kläranlage des Abwasserzweckverbandes Raum Offenburg bei Griesheim (Symbolbild: © dpa).
Wasserwirtschaft

Land unterstützt Wasserwirt­schaft mit 265 Millionen Euro

Erläuterungen für Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Mitte) und Umweltministerin Thekla Walker (rechts)
Nationalpark

Erweiterung des Nationalparks Schwarzwald

Ein Fahrradfahrer fährt auf einer Fahrradstraße.
Radverkehr

Neue Radwege im Land

Weg im ländlichen Raum
Ländlicher Raum

Land unterstützt Modernisierung Ländlicher Wege

In einer braunen Biomülltonne liegen Lebensmittel.
Ernährung

Zweite Runde der Lebensmittelretter-Challenge startet

Kernkraftwerk Philippsburg ohne Türme (Aufnahme vom 03.06.2020)
Kernkraft

Offene Brandabschottungen im Kernkraftwerk Philippsburg

Chemisches Symbol für Polonium
Strahlenschutz

Fundstück enthält kein Polonium-210

Blick über Hohenlohe
Landwirtschaft

Hauk kritistiert EU-Wiederherstellungsverordnung

Eine Hand hält am 18.04.2016 an einer Tankstelle in Tübingen (Baden-Württemberg) einen Tankstutzen.
Verbraucherschutz

Hauk kritisiert deutsche Spritpreise

Wanderer gehen bei Reichelsheim durch den herbstlichen Odenwald (Hessen).
Forst

KI unterstützt Waldmanagement im Klimawandel

Erster Wolf im Süden Sachsen-Anhalts entdeckt
Naturschutz

Fähe im Enztal-Territorium als sesshaft nachgewiesen