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Ausbau von Lkw-Stellplätzen an Autobahnen geht weiter

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Abgestellte Lastwagen stehen auf einer Autobahnraststätte. (Foto: © dpa)

Nach wie vor ist die Lkw-Parkplatznot auf Autobahnen groß. In Baden-Württemberg fehlen derzeit noch rund 2.500 Lkw-Stellplätze. Deshalb setzt das Land auf den Ausbau und die Elektrifizierung der Eisenbahnstrecken, auf telematische Anlagen sowie auf automatische Hinweissysteme.

2017 konnten rund 130 Lkw-Parkplätze durch Erweiterungen und Umbauten an baden-württembergischen Autobahnen geschaffen und für den Verkehr freigegeben werden. Nach wie vor ist die Lkw-Parkplatznot gerade entlang der hoch belasteten Transit-Strecken aber immer noch groß. Besonders betroffen ist die A 5, im südlichen Bereich Richtung Bundesgrenze, die A 6 und die A 8. Entsprechend der letzten Prognoseerhebung fehlen derzeit in Baden-Württemberg noch rund 2.500 Lkw-Stellplätze. Die Straßenbauverwaltung arbeitet deshalb seit Jahren unter Hochdruck an der Schaffung weiterer Stellplätze. „Schlussendlich muss aber auch die Schiene für den Güterverkehr wieder eine echte Alternative werden“, so Verkehrsminister Winfried Hermann.

Schiene muss für Güterverkehr attraktiver werden

Dazu setzt das Land auf Ausbau und Elektrifizierung der Eisenbahnstrecken im Land. Knapp 40 Prozent der Schienenstrecken sind noch nicht elektrifiziert, was bei der Tunnelhavarie von Rastatt im vergangenen Sommer besonders deutlich wurde, als geeignete Ausweichstrecken für den Güterverkehr fehlten. Die Hauptverantwortung für den Ausbau der Schienenwege liegt beim Bund. Gleichwohl engagiert sich auch das Land mit erheblichen finanziellen Mitteln beispielsweise bei der in diesem Jahr beginnenden Elektrifizierung der Südbahn zwischen Ulm und Friedrichshafen oder bei der geplanten Elektrifizierung der Hochrheinbahn zwischen Basel und dem Bodensee.

Alternativlösungen sollen kurzfristig mehr Parkflächen schaffen

Vor dem Hintergrund der lang dauernden Baurechtsverfahren und der erheblichen Probleme beim Flächenerwerb will das Land Baden-Württemberg die Lkw-Stellplatzsituation auch durch alternative Lösungsansätze verbessern. So können telematische Anlagen dazu beitragen, die Kapazität und die Auslastung bestehender Anlagen zum Beispiel durch Lkw-Kolonnen-Parken oder das Kompaktparken zu erhöhen. Zusätzlich wurden auch automatische Hinweissysteme auf freie Parkplätze eingeführt. An der A 5 in Fahrtrichtung Basel sind Stellplatzanzeigen vor und an den Rastanlagen Blauenblick, Bad Bellingen West, Fischergrund, Neuenburg, Streitkopf installiert. Ziel ist es, den Parkdruck vor der schweizerischen Grenze zu dämpfen. Die Anzeigen weisen freie Stellplätze an den betreffenden Rastanlagen aus. Diese Informationen sind auch auf der Webseite der Straßenverkehrszentrale verfügbar. Die Digitalisierung ist somit ein wichtiges Hilfsmittel, mit der die Nutzerfreundlichkeit verbessert und die vorhandenen Kapazitäten effizienter ausgenutzt werden können.

Schnee- und Eislasten auf Lkw-Dächern sind ernstzunehmende Gefahr

Ein weiteres wichtiges Thema gerade jetzt während der Winterperiode sind mögliche Schnee- und Eislasten auf Lkw-Dächern. Diese können sich während des Aufenthalts auf einer Rastanlage bilden und sind eine ernstzunehmende Gefahr, wenn der Lkw wieder auf die Autobahn auffährt, sich die Schnee- und/oder Eisansammlungen durch den Fahrtwind lösen und auf die Fahrbahn fallen. Um dieses Problem zu beheben, plant die Straßenbauverwaltung das Aufstellen von so genannten Eisfrei-Gerüsten im Ausfahrbereich von Rastanlagen. Mit Hilfe dieser Gerüste können die Lkw-FahrerInnen ihre Gespanne schnell und sicher enteisen.

Straßenverkehrszentrale Baden-Württemberg

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