Hafen- und Stadtentwicklung

Zukunftskonzept für Hafen Mannheim wird erarbeitet

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Industrie und Binnenmarkt

Das Land, die Stadt Mannheim und der Hafen haben Gespräche zur künftigen Entwicklung des Landeshafens Mannheim im urbanen Umfeld aufgenommen. Der Hafen ist für das Gelingen von Verkehrs- und Energiewende von großer Bedeutung.

Vertreterinnen und Vertreter der Landesministerien für Verkehr und für Finanzen, der Stadt Mannheim sowie der Staatlichen Rhein-Neckar-Hafengesellschaft Mannheim unterzeichneten am 18. September 2024 einen Letter of Intent (LoI). In dieser gemeinsamen Absichtserklärung verständigten sich die Beteiligten auf einen „Zukunftsdialog Hafen Mannheim 2050“. Das gemeinsame Anliegen ist es, die unterschiedlichen Belange der Hafen- und Stadtentwicklung in wirtschaftlicher, räumlicher und verkehrlicher Hinsicht bestmöglich zu vereinbaren. Es geht darum, Lösungen für die Herausforderungen von Dekarbonisierung, Klimaveränderung, Versorgungssicherheit, Verkehrs- und Energiewende sowie wirtschaftlicher Entwicklung und Wohlstandssicherung zu erarbeiten.

Klimafreundliche Binnenschifffahrt stärken

Verkehrsminister Winfried Hermann sagte: „Angesichts des rasanten Klimawandels muss die Binnenschifffahrt als eine klimaschonende Transportmöglichkeit dringend gestärkt werden. Der Mannheimer Hafen bietet die Chance, zu einer wichtigen Drehscheibe für kombinierte Gütertransporte auf der Straße, der Schiene und auf dem Wasserweg zu werden.“

Finanzstaatssekretärin Gisela Splett sagte: „Wir wollen, dass der Hafen Mannheim eine gute Zukunft hat und dass die Liegenschaften des Landes bestmöglich genutzt werden. Im Dialog mit der Stadt wollen wir einen gemeinsamen Weg finden, der sowohl die Entwicklung des Hafens und den Klimaschutz voranbringt als auch Fragen der Stadtentwicklung beantwortet.“

Mannheims Oberbürgermeister Christian Specht sagte: „Der Mannheimer Hafen spielt als einer der größten Binnenhäfen Europas eine zentrale Rolle für die Versorgung der Wirtschaft und der Bevölkerung in ganz Südwestdeutschland und Teilen Südwesteuropas. Mit dem Zukunftsdialog wollen wir den Hafen weiterentwickeln, die Innenstadt vom Schwerverkehr entlasten und gleichzeitig neue städtebauliche Entwicklungen ermöglichen.“

Hafendirektor Uwe Köhn sagte: „Der Hafen und seine über 420 Kunden brauchen Planungssicherheit für Investitionen, um damit Wertschöpfung und Arbeitsplätze auch in der Zukunft sicherzustellen. Grundlage dafür ist ein verlässliches Bekenntnis der Stadt zum Hafen und ihre Unterstützung seiner künftigen Entwicklung mit all seinen Funktionalitäten für Logistik, Handel, Produktion und hafennahem Gewerbe. Im neuen Dialogverfahren werden wir die Erwartungen von Land, Stadt und Hafen herausarbeiten und gemeinsam nach Ansätzen für eine gute Zukunft des Hafens unter Berücksichtigung der Interessen der Stadt suchen.“

Regionale Wirtschaft wird in Zukunftsdialog einbezogen

Aufgrund der engen Verknüpfungen und Wechselwirkungen sowie der Planungshoheit der Stadt für Flächen auf ihrer Gemarkung und der Auswirkungen städtischer Verkehrsleit- und Raumplanung auf den Hafen ist der gemeinsame Dialog zur Hafen- und Stadtentwicklung im gemeinsamen Interesse von Land, Hafengesellschaft und Stadt. In den Zukunftsdialog soll auch die regionale Wirtschaft einbezogen werden. Der Hafen Mannheim ist von großer wirtschaftlicher Bedeutung für ganz Baden-Württemberg, aber auch die direkte Anbindung über den Rhein an die See zu den ZARA-Häfen Zeebrügge, Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen.

Die Stadt Mannheim und der Hafen sind seit vielen Jahrzehnten eng verbunden. Beide müssen sich aktuellen Entwicklungen anpassen. Der Hafen muss auf den Wandel der Transportgüter reagieren, insbesondere im Hinblick auf den Rückgang von Kohletransporten. Gleichzeitig ergeben sich durch die anstehende Transformation im Bereich der Energiewende und damit dem (zukünftigen) Transport von Wasserstoff und anderen Stoffen, die für die Energiewende benötigt werden, Chancen für den Hafen, sich neu aufzustellen. Die zweitgrößte baden-württembergische Stadt Mannheim sieht sich mit Herausforderungen wie dem akuten Wohnungsmangel konfrontiert und braucht die Möglichkeit für eine entsprechende Stadtentwicklung. 

Weitere Meldungen

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Leichte Entspannung am Arbeitsmarkt

Finanzamt
Finanzämter

Strukturreform der Steuerverwaltung

Logo
Gründungsförderung

Start-up BW Pre-Seed nimmt weitere Unternehmen auf

Ein Mädchen watet durch die überschwemmte Innenstadt von Veringenstadt.
Gesellschaft

Pilotkommunen erproben verbesserte Zusammenarbeit im Krisenfall

Der Ladestecker eines elektrisch betriebenen Renault ZOE (Bild:© dpa)
Mobilität

Carsharing-Förderung diesmal auch für Hybridfahrzeuge

Neubau der Kindertagesstätte Wilhelm-Enßle-Straße
Städtebauförderung

Ortsmitte in Geradstetten erfolgreich saniert

Euro-Banknoten
Steuerschätzung

Mehr Steuereinnahmen, aber kein zusätzlicher Spielraum

Im alten Fabrikensemble der Eisenlohr’schen Werke in Dettingen an der Erms sind mit Hilfe der Städtebauförderung 67 neue Wohnungen entstanden.
Städtebauförderung

Ortskern in Dettingen an der Erms modernisiert

Portraitbild vom neuen Leiter des Finanzamts Stuttgart-Körperschaften Götz Kriegel
Finanzverwaltung

Neuer Leiter des Finanzamts Stuttgart-Körperschaften

Zulieferertag 2026
Automobilwirtschaft

Wie Automobilzulieferer wettbewerbsfähig bleiben wollen

Ein Windrad dreht sich bei Herbolzheim vor einem Strommast.
Energieversorgung

Task Force soll Ausbau des Stromnetzes beschleunigen

Start-up BW Local
Gründungsförderung

Auszeichnung für 23 Kommunen und Kommunalverbünde

Delegationsreise China
Außenwirtschaft

Dörflinger auf Delegationsreise in China

Gruppenfoto der 54. Sportministerkonferenz. V.l.: Klaus Zimmermann, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Olaf Bull, Staatsrat beim Senator für Inneres und Sport in Bremen, Stefan Gruhner, Chef der Staatskanzlei und Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport und Ehrenamt, Florian Birkmeyer, Ministerialdirektor im Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien des Landes Rheinland-Pfalz, Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Reinhold Jost, Minister für Inneres, Bauen und Sport im Saarland, Franziska Becker, Staatssekretärin für Inneres und Sport in Berlin, Nils Thiede, Leiter der Abteilung Jugend, Familie und Sport im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern, Sandro Kirchner, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, Magdalena Finke, Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein, Ulf Bandiko, Amtschef im Ministerium des Inneren und Sport von Sachsen, Theresa Schopper, die für den Sport zuständige Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg und Vorsitzende der Sportministerkonferenz, Daniela Behrens, Ministerin für Inneres und Sport von Niedersachsen, Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Diana Stolz, hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, Andy Grote, Senator für Inneres und Sport in Hamburg, und Ronald Rauhe, Staatsminister für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt.
Sportministerkonferenz

Mehr Bewegung für Kinder und Jugendliche in Deutschland

Ein Prüfstandshandwerker begutachtet am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt ein Raketen-Triebwerk
Wirtschaftsnahe Forschung

9,7 Millionen Euro für Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt