Kirche

Murawski spricht mit syrisch-orthodoxen Christen

Staatssekretär Klaus-Peter Murawski spricht am 17. Januar 2013 in der Villa Reitzenstein in Stuttgart mit Vertretern der Syrisch-orthodoxen Kirche von Antiochien.

Staatssekretär Klaus-Peter Murawski hat Vertreter der Syrisch-orthodoxen Kirche von Antiochien zu einem Gespräch in die Villa Reitzenstein eingeladen. Der Dekan der Syrisch-orthodoxen Kirche in Baden-Württemberg Abullahat Kis Afrim, der Schuldekan für Syrisch-orthodoxe Religionslehre Pfarrer Habip Önder, der Diakon Dr. Josef Önder und das Gemeindemitglied aus Bietigheim-Bissingen Malke Kis Afrim nahmen an dem Treffen teil.

In Baden-Württemberg leben etwa 9.000 Syrisch-orthodoxe Christen. „Zwei Drittel der Syrisch-orthodoxen Christen in Baden-Württemberg sind bereits eingebürgert. Ich freue mich über diese gute Integration“, so Staatssekretär Murawski. In Richtung der Türkei, dem Ursprungsgebiet der Religionsgemeinschaft, appellierte Murawski, die Religionsfreiheit zu gewährleisten. „Bei der Religionsfreiheit zeigt sich, ob eine Gesellschaft bereit ist, Vielfalt im Glauben und im Leben anzuerkennen. Die christlichen Gemeinden können in der Türkei noch keine Kirchen errichten und bekommen Schwierigkeiten, wenn sie sich in Privathäusern zum Gottesdient versammeln. Viele Christen leben in Angst vor Repressalien.“

Syrisch-orthodoxe Kirche

Die Syrisch-orthodoxe Kirche von Antiochien ist nach der Urgemeinde in Jerusalem die älteste christliche Kirche. In Deutschland leben etwa 60.000 syrisch-orthodoxe Christen in 70 Gemeinden. Die Syrisch-orthodoxe Kirche ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK). Die Sakramente der katholischen Kirche und der Syrisch-orthodoxen Kirche werden wechselseitig anerkannt.

Verfolgungen und Unterdrückungen führten zur Auswanderung fast aller in der Türkei und im Nahen Osten lebenden Syrisch-orthodoxen Christen nach Europa. Noch heute gehören die Syrisch-orthodoxen Christen nicht zu den vom türkischen Staat geschützten Minderheiten. Andere Glaubensmitglieder geraten in jüngerer Zeit durch die Bürgerkriege im Irak und in Syrien unter Druck.

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