Bioenergie

Minister Bonde besucht Versuchsfläche für Energie-Wildpflanzen und Fischereiforschungsstelle Langenargen

Am Donnerstag (4. August) besuchte der baden-württembergische Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde, im Rahmen seiner Sommertour den Bodensee. Nachhaltigkeit und Biodiversität in der Erzeugung Erneuerbarer Energien und in der Fischerei standen dabei im Mittelpunkt. Daher informierte sich der Minister über Projekte zur Verwendung von Wildpflanzenmischungen für Biogasanlagen und über die Arbeit der Fischereiforschungsstelle.

„Bioenergie ist bedeutend für eine nachhaltige Energieversorgung. Sie ist aus dem Spektrum der erneuerbaren Energien neben Sonne, Wind, Wasser und Geothermie nicht mehr wegzudenken“, sagte Bonde beim Besuch einer Versuchsanbaufläche für Wildpflanzenmischungen in Mühlingen-Hecheln (Landkreis Konstanz). Auch die Biogaserzeugung müsse auf umweltverträgliche und nachhaltige Art erfolgen. Im Mittelpunkt der Besichtigung stand daher ein über das PLENUM-Programm des Landes finanziell unterstütztes Projekt zum Anbau mehrjähriger krautreicher Pflanzenmischungen zur Verwendung in Biogasanlagen. 15 Betriebe mit landwirtschaftlichen Biogasanlagen nehmen an diesem Projekt teil. Insgesamt wurden so auf 28 Hektar Ackerfläche entsprechende Pflanzenmischungen ausgesät. „Jeder Biogaslandwirt, der einen Teil seiner Fläche mit Wildpflanzenmischungen bestellt, leistet einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt und zum Klimaschutz. Denn beim Anbau krautreicher Pflanzenmischungen werden Rückzugsräume für Wildtiere geschaffen“, betonte der Minister. Die blütenreichen Wildpflanzenbestände böten auch zusätzliche Nahrungsangebote für Bienen und Hummeln. „Unser Ziel ist es, wettbewerbsfähige Ergänzungen im Bereich der Energiepflanzen zu entwickeln und zu etablieren“, so Minister Bonde. Daher unterstütze das Land die Erforschung und den Einsatz von Energiepflanzen - insbesondere als Alternative oder Ergänzung zu Mais. Wildpflanzenmischungen besäßen ein vielversprechendes Potenzial in der Biogasgewinnung.

Fischerei hat Tradition in Baden-Württemberg

Im Anschluss besuchte Minister Bonde die Fischereiforschungsstelle in Langenargen (Bodenseekreis) und hob die Bedeutung der Arbeit vor Ort hervor. „Der Bodensee ist das aus Sicht der Fischerei bedeutendste Gewässer des Landes. Daher hat die Berufsfischerei hier eine lange Tradition. Für einen nachhaltigen Umgang mit dem Fischbestand setzt das Land auf die Forschungsergebnisse der Fischereiforschungsstelle“, sagte der Minister. Die Fischereiforschungsstelle (FFS) forsche effizient, fördere nachhaltig die Fischerei und kümmere sich um den Schutz der Fisch- und Krebsbestände in Baden-Württemberg.

Forschungsarbeit auch im Dienst der Biodiversität

Im Fokus der täglichen Arbeit der Forschungsstelle stünden aber nicht nur die Fischbestände des Bodensees, sondern die gesamten Bestände im Land. „Hier leistet die Forschungsstelle bereits seit über 20 Jahren einen hervorragenden Beitrag zum Erhalt der Biodiversität“, betonte der Minister. Zu ihrer Arbeit gehörten der Schutz von gefährdeten Fischarten, Krebsen und Neunaugen, die Überwachung von fischereilich genutzten Fischbeständen, die Förderung der Fischzucht sowie die Aquakulturforschung. „Die Arbeit und Expertise der FFS wird im Land und weit darüber hinaus anerkannt und geschätzt. Das gilt besonders für den Fischartenschutz“, so der Minister. Um den Schutz der verschiedenen Tierarten zu stärken, veröffentlichte die FFS bereits einige Broschüren, um die Öffentlichkeit zu sensibilisieren.

Die von Minister Bonde vorgestellte Broschüre „Flusskrebse in Baden-Württemberg - Biologie, Verbreitung, Gefährdung und Schutz“ macht auf den Schutz der gefährdeten Wasserbewohner aufmerksam. In Baden-Württemberg sind der weit verbreitete Edelkrebs, der Steinkrebs sowie Restbestände des Dohlenkrebses beheimatet. „Mit diesen drei Arten beherbergt unser Land die größte Vielfalt an heimischen Flusskrebsen in ganz Deutschland“, betonte der Fischereiminister. Diese Biodiversität sei jedoch stark bedroht. Untersuchungen der FFS hätten regional einen Rückgang, teilweise auch das vollständige Aussterben heimischer Flusskrebs-Bestände belegt. Daher habe die FFS im Jahr 2009 ein Flusskrebs-Projekt gestartet, um den Ursachen auf den Grund zu gehen und Konzepte zur Sicherung der Flusskrebse zu entwickeln. Besonders gefährlich für die heimischen Krebse seien ausgesetzte nordamerikanische Flusskrebse. Diese würden die sogenannte Krebspest übertragen.

Jeder kann Beitrag zum Schutz von Flusskrebsen leisten

„Für Steinkrebs und Dohlenkrebs hat Baden-Württemberg gemäß der Europäischen FFH-Richtlinie schon 2007 Schutzgebiete ausgewiesen. Allerdings kann der langfristige Schutz und Erhalt unserer heimischen Krebsarten nur mit dem Rückhalt und der Mitwirkung der Menschen im Land gelingen. Nur wer sich der Gefahren für unsere heimischen Flusskrebse bewusst ist, die von fremden Flusskrebsarten und der Krebspest ausgehen, kann auch effektiv zum Schutz der gefährdeten heimischen Arten beitragen“, erklärte Bonde. Die vorgestellte Broschüre sei hierzu eine bedeutende Hilfestellung.

Quelle:

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