Forschung

Land bei Aufbau Nationaler Forschungsdateninfrastruktur stark vertreten

Ein Mitarbeiter des Hochleistungsrechenzentrums Stuttgart (HLRS) der Universität Stuttgart arbeitet am 24.11.2015 in Stuttgart (Baden-Württemberg) während eines Fototermins an einem geöffneten Rechnerschrank des Großrechners „Hazel Hen“ (Bild: © dpa).

Die nationale Forschungsdateninfrastruktur soll die Datenbestände von Wissenschaft und Forschung erschließen, sichern und zugänglich machen. Drei Forschungseinrichtungen in Freiburg, Heidelberg und Mannheim koordinieren bundesweit den Aufbau dieser Forschungsdateninfrastruktur.

Neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Innovationen in Forschung und Gesellschaft hängen heute mehr denn je von der Zugänglichkeit und der Weiterverwertbarkeit von Daten ab. Die nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) soll die Datenbestände von Wissenschaft und Forschung systematisch erschließen, nachhaltig sichern und zugänglich machen sowie (inter-)national vernetzen. Für Aufbau und Förderung der nationalen Forschungsdateninfrastruktur stellen Bund und Länder bis 2028 jährlich bis zu 90 Millionen Euro bereit.

Ein Meilenstein für die Forschungscommunity in Baden-Württemberg ist heute erreicht: Von den insgesamt neun bundesweiten Konsortien wurden gleich drei mit Sprecherfunktion in Baden-Württemberg in das Förderprogramm aufgenommen. Sie koordinieren künftig den Wissenstransfer innerhalb und zwischen den Konsortien mit dem Ziel, eine umfangreiche und für Dritte zugängliche Forschungsdateninfrastruktur in Deutschland aufzubauen.

Land hat Bedeutung von Forschungsdaten schon früh erkannt

„Es ist ein Ausweis der wissenschaftlichen Exzellenz der baden-württembergi­schen Forschungseinrichtungen und ein Erfolg unserer Forschungspolitik, dass zahlreiche Einrichtungen mit Sitz in Baden-Württemberg als Sprecher, Mitantragsteller oder Mitglied eines Konsortiums von Anfang an aktiv am Aufbau einer nationalen Forschungsdateninfrastruktur mitwirken werden. Wir haben die Bedeutung und das Innovationspotential von Forschungsdaten schon früh erkannt“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer anlässlich der heutigen Entscheidung der Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) am Freitag, 26. Juni, in Berlin. „Mit zwei Förderlinien unserer E-Science-Strategie sowie unserer Förderung von Science Data Centers haben wir bereits 2014 den Weg für einen kooperativen Aufbau von Forschungsdateninfrastrukturen bereitet.“

Die Förderzusage zeige nun, dass sich das Engagement gelohnt habe: „Baden-Württemberg ist vorne dabei, wenn es um Forschungsdaten geht. Forschungsdaten sind ein zentraler Baustein für den zukünftigen Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort. Als KI-Standort muss Baden-Württemberg auch großer Datenstandort werden und hier weiter vorangehen“, betonte die Ministerin. Dazu gehöre auch die Vernetzung unterschiedlicher Initiativen aus Wirtschaft und Wissenschaft.

Einrichtungen aus Baden-Württemberg übernehmen Sprecherfunktion

Für drei der insgesamt neun geförderten NFDI-Konsortien, die jeweils aus Verbünden von Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Akademien und weiteren wissenschaftliche Einrichtungen aus ganz Deutschland bestehen, übernimmt eine Einrichtung mit Sitz in Baden-Württemberg die Sprecherfunktion:

Gemeinsam mit den sechs weiteren Konsortien in Deutschland und dem NFDI-Direktorat werden sie ihre Datenbestände gemäß den FAIR-Prinzipien (Findable, Accessible, Interoperable, and Reusable) verfügbar machen, so dass sie auch für Dritte leicht und geordnet auffindbar sind und über die Grenzen einzelner Datenbanken, Fachdisziplinen und Länder hinweg analysiert und verknüpft werden können.

„Ich gratuliere den Sprechern wie auch allen beteiligten Einrichtungen aus Baden-Württemberg herzlich zu diesem großen Erfolg. Mit dem neuen Förderinstrument der nationalen Dateninfrastruktur betreten alle Beteiligten, Bund und Länder, die DFG und die Sprecher und Mitglieder der Konsortien Neuland. Ich bin mir sicher, dass dies ein richtiger Schritt ist, der sich in der Zukunft auszahlen wird“, so Wissenschaftsministerin Bauer.

Weitere an den neun Konsortien beteiligte Einrichtungen

  • Universität Heidelberg
  • Universitätsklinikum Heidelberg
  • Europäisches Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL)
  • Akademie der Wissenschaften Heidelberg
  • Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS)
  • Universität Hohenheim
  • Karlsruher Institut für Technologie
  • Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft
  • FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur
  • Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe (ZKM) Karlsruhe
  • Universität Konstanz
  • Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart (HLRS)
  • Universität Stuttgart
  • Hochschule für Technik Stuttgart
  • Staatliches Museum für Naturkunde Stuttgart (SMNS) Stuttgart
  • Universitätsklinikum Tübingen
  • Universität Tübingen
Ein Krebsforscher arbeitet in einem Labor des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen in Heidelberg mit einer Pipette. (Bild: picture alliance/picture alliance / dpa)
  • Innovation

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  • Hochschulen

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  • Lernspiele

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