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Arbeitsmarkt im Land weiter im Aufwind

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Ein Mitarbeiter des Antriebsspezialisten Wittenstein arbeitet im Zahnradwerk in Fellbach an einer Fräsmaschine (Bild: © dpa).

Der Arbeitsmarkt im Land befindet sich weiter im Aufwind. Die Arbeitslosenquote lag im Juni bei 3,4 Prozent. Seit 1992 gab es in keinem Juni so wenige Arbeitslose in Baden-Württemberg wie in diesem Jahr. Auf Rekordniveau liegt auch die Zahl der Erwerbstätigen im Südwesten.

„Der baden-württembergische Arbeitsmarkt befindet sich weiter im Aufwind. Ein Rückgang der Arbeitslosigkeit und ein Plus an sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung sind sehr gute Nachrichten für unser Land“, erklärte Arbeitsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut anlässlich der aktuellen Arbeitsmarktzahlen.

Niedrigste Juni-Arbeitslosigkeit seit 25 Jahren

Die Arbeitslosenquote lag im Juni in Baden-Württemberg bei 3,4 Prozent, gegenüber Mai sind rund 1.500 arbeitslose Personen weniger (beziehungsweise 0,7 Prozent) zu verzeichnen. Die neuen Zahlen belegen: seit 1992 (180.698) gab es in keinem Juni so wenige arbeitslose Menschen in Baden-Württemberg wie in diesem Jahr (207.734).

„Der Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg hat bei weiter hohem Arbeitsplatzangebot nichts von seiner Dynamik verloren. Der Vorjahresvergleich zeigt einen Rückgang der Arbeitslosen um 12.294 Personen beziehungsweise 5,6 Prozent“, so die Ministerin weiter.

Höchster Stellenzuwachs seit fünf Jahren

Die hohe Beschäftigungsdynamik im Land zeige sich im seit fünf Jahren höchsten Stellenzuwachs: im 1. Quartal 2017 gab es 94.000 Erwerbstätige mehr als ein Jahr zuvor. Insgesamt waren in Baden‑Württemberg im 1. Quartal 6,18 Millionen Personen erwerbstätig. „Die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sind seit geraumer Zeit die treibende Kraft des Arbeitsplatzaufbaus im Land, das ist eine sehr positive Entwicklung“, sagte die Ministerin. Ihre Zahl stieg im 1. Quartal 2017 um 107.000 beziehungsweise 2,4 Prozent auf 4,52 Millionen.

Mit Blick auf die steigende Zahl offener Stellen (fast 103.000 im Juni) wies die Ministerin darauf hin, dass die Deckung des Fachkräftebedarfs weiterhin eine große Herausforderung darstelle: „Angesichts der hohen Nachfrage nach Beschäftigten der Südwestwirtschaft halte ich einen weiteren Abbau der Arbeitslosigkeit für möglich. Die Wirtschaft muss dabei aber auch Langzeitarbeitslosen und Menschen ohne beruflichen Abschluss die Chance auf einen Job im ersten Arbeitsmarkt bieten“, appellierte Wirtschafts- und Arbeitsministerin Hoffmeister-Kraut.

Landesprogramm „Neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt“ startet

Am 1. Juli startet das Landesprogramm „Neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt“. Der in der Vergangenheit bereits bewährte sogenannte „Passiv-Aktiv-Tausch“ (PAT) wurde für das neue Landesprogramm weiterentwickelt und um eine Qualifizierungskomponente für Langzeitarbeitslose erweitert („Passiv-Aktiv-Tausch PLUS“). Die Grundidee des „PAT“ ist es, die ursprünglich „passiven“ Leistungen für Lebensunterhalt und Wohnen in „aktive“ Zuschüsse für Arbeitgeber zu wandeln, die damit einen finanziellen Anreiz erhalten, zuvor Langzeitarbeitslose zu beschäftigen. „Damit geben wir Menschen, die bereits lange ohne Arbeit sind, eine neue Perspektive“, so die Ministerin.

Darüber hinaus bieten wir langzeitarbeitslosen Menschen mit den zwölf Arbeitslosenberatungszentren, die wir ab 1. Juli in der Neuauflage fördern, die Möglichkeit einer von staatlichen Stellen unabhängigen Beratung.

Neue Chancen am Arbeitsmarkt

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