Gewalt an Frauen

Zusätzliche 850.000 Euro für Gewaltbekämpfung

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Großes Interesse am 3. Tag des Opferschutzes zum Thema „Gegen Gewalt an Frauen“
Grußwort von Staatssekretärin Bärbl Mielich
Von links: Jürgen Adam (Richter am Oberlandesgericht Karlsruhe), Uwe Stürmer (Vizepräsident des Polizeipräsidiums Konstanz), Staatssekretärin Bärbl Mielich, Landes-Behindertenbeauftragte Stephanie Aeffner und Prof. Tatjana Hörnle

Das Land wird in den kommenden beiden Jahren jeweils 325.000 Euro zusätzlich bereitstellen, um weitere Maßnahmen des Aktionsplans „Gegen Gewalt an Frauen“ umzusetzen. Darüber hinaus soll auch die wichtige Arbeit der Frauen- und Kinderschutzhäuser mit zusätzlichen 100.000 Euro jährlich unterstützt werden.

Anlässlich einer Veranstaltung zum Tag des Opferschutzes in der Stuttgarter Staatsgalerie hat Staatssekretärin Bärbl Mielich angekündigt, dass das Ministerium für Soziales und Integration in den kommenden beiden Jahren jeweils 325.000 Euro zusätzlich bereitstellen werde, um weitere Maßnahmen des Aktionsplans „Gegen Gewalt an Frauen“ umzusetzen. Darüber hinaus solle auch die wichtige Arbeit der Frauen- und Kinderschutzhäuser in Baden-Württemberg mit zusätzlichen 100.000 Euro jährlich unterstützt werden. „Mit den Mitteln bauen wir die Gewaltprävention im Land aus und setzen damit ein starkes Signal gegen Gewalt an Frauen“, so Mielich.

„Jede dritte Frau erlebt mindestens einmal in ihrem Leben körperliche oder sexualisierte Gewalt, die Dunkelziffer ist erschreckend hoch. Das können und dürfen wir nicht hinnehmen. Wir setzen deshalb unsere klare Linie zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen konsequent fort“, sagte Staatssekretärin Bärbl Mielich.

Großes Interesse am 3. Tag des Opferschutzes

Der landesweite Tag des Opferschutzes findet bereits zum dritten Mal statt, um die Kooperation und Vernetzung der Opferhilfe in Baden-Württemberg zu stärken. Unter der Federführung des Sozial- und Integrationsministeriums haben sich in diesem Jahr rund 350 Personen aus Polizei, Justiz, Opferhilfeorganisationen, Frauenhilfe- und Unterstützungseinrichtungen, Fachberatungsstellen sowie zahlreiche Kommunale Gleichstellungsbeauftragte unter dem Leitthema „Gegen Gewalt an Frauen“ zusammengefunden.

„Die hohe Anmeldezahl zeigt, dass Gewalt gegen Frauen als Thema leider immer noch höchst aktuell ist. Immer wieder hören wir von massiven Gewaltverbrechen gegen Frauen und häufig auch gegen deren Kinder. Die große Resonanz zeigt aber auch, dass in Baden-Württemberg ein großer Wille für eine intensive Netzwerkarbeit im Bereich der Opferhilfe und des Opferschutzes besteht“, so Mielich.

Gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Im Rahmen der Veranstaltung wurden in Fachvorträgen sowie Foren verschiedene Themen behandelt. Dazu gehörten die Verschärfung des Sexualstrafrechts, der Umgang mit sogenannten Hochrisikofällen bei häuslicher Gewalt, die Praxis des Gewaltschutzgesetzes sowie die Angebote der anonymen Spurensicherung nach Gewaltverbrechen.

Unter Beteiligung der Landesbehindertenbeauftragten Stephanie Aeffner wurde außerdem auf die besondere Gewaltgefährdung von Frauen mit Beeinträchtigungen aufmerksam gemacht. „Frauen mit Behinderungen erleben mehr als doppelt so häufig körperliche und zwei- bis dreimal häufiger sexualisierte Gewalt als andere Frauen. Dieser traurigen Wahrheit müssen wir aktiv entgegenwirken. Wegschauen und Schweigen hilft nur den Tätern, doch wir wollen die Opfer bestmöglich unterstützen“, betonte Mielich.

Die Staatssekretärin sieht die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Landesregierung habe deshalb in dem Landesaktionsplan „Gegen Gewalt an Frauen“ ein umfassendes Konzept mit 35 Maßnahmen zum nachhaltigen Abbau von Gewalt gegen Frauen und zur Unterstützung des bestehenden Frauenhilfe- und Unterstützungssystem festgeschrieben.

Sozialministerium: Landesaktionsplan gegen Gewalt an Frauen

Weitere Meldungen

Flur im Krankenhaus mit Personal und Betten
Gesundheit

Kliniken sichern, Versorgung stärken, Lasten fair verteilen

Wasser läuft aus einem Wasserhahn in ein Glas.
Masterplan Wasserversorgung

Beirat für sichere Wasserversorgung gegründet

von links nach rechts: Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Georg Kräusslich, Präsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften; Prof. Dr. Irena Kogan, Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung; Prof. Dr. Largus Angenent, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Tübingen; Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Prof. Dr. Robert Zeiser, Medizinische Fakultät der Universität Freiburg
Forschung

Landesforschungspreise 2026 verliehen

Ein Arzt hält in einem Behandlungszimmer in seiner Praxis in Deizisau im Landkreis Esslingen ein Stethoskop in der Hand, mit der anderen Hand bedient er eine Computertastatur. (Bild: dpa)
Gesundheitsreform

Nachbesserungen bei Kranken­versicherung-Reform gefordert

Wasser läuft aus einem Wasserhahn in ein Glas.
Bodenverunreinigungen

1,2 Millionen Euro für PFAS-Forschung

Das Bild ist in vier orangefarbene Kacheln unterteilt. Jede Kachel beinhaltet eine Empfehlung zum Umgang mit großer Hitze. Kachel eins: In der Mittagshitze Schatten aufsuchen und große Anstrengungen möglichst meiden. Kachel zwei: Ausreichend trinken, zum Beispiel Wasser oder Saftschorle. Koffein und Alkohol meiden. Kachel drei: Leichte Baumwollkleidung in hellen Farben tragen. Sonnenbrille und Mütze oder Hut aufsetzen. Kachel vier: Auf Menschen achten, die die Empfehlungen nicht selbst umsetzen können und ihnen helfen. Im Zentrum des Bildes ist ein Kreis in dem eine Sonne strahlt. Ein Thermometer zeigt eine Temperatur von 40 Grad Celsius.
Gesundheitsschutz

Wenn Hitze zur Gesundheitsgefahr wird

Eine Mitarbeiterin eines Pharmahändlers bestückt in Stuttgart-Münster in Baden-Württemberg eine Kommissioniermaschine.
Wirtschaft

Investitionen in Pharmaindustrie wandern ab

Organspendeausweis
Organspende

Zahl der Organspenden im Land steigt leicht

Eine asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) sitzt auf einem Finger und sticht zu.
Gesundheitsschutz

Stechmückensaison hat begonnen

Abgebildet ist das Logo zum Förderprogramm "Inklusionstaler". In einem Kreis finden sich viele kleine Punkte in allen Farben. Auf halber Höhe steht rechts der Schriftzug "Inklusionstaler" in weiß auf blauem Grund.
Menschen mit Behinderung

Land fördert Teilhabe von Menschen mit Behinderungen

Eine Frau befestigt einen „Rauchen-Verboten“-Aufkleber an einer Scheibe (Bild: © dpa).
Nichtraucherschutz

Neue Regeln für Raucherinnen und Raucher vom 1. Juni an

Logo von Start up BW
Start-up BW

OSORA medical im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch“

Teilnehmende der Jugend- und Familienministerkonferenz 2026 sitzen mit Blick auf mehrere kreisförmig angeordnete Bildschirme an einem großen Konferenztisch.
Jugend und Familie

Land setzt Schwerpunkte für gesellschaftlichen Zusammenhalt

Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.
Gesundheitsschutz

Temperaturanstieg und hohe UV-Strahlung am Pfingstwochenende

Eine Doktorandin aus Venezuela arbeitet im Labor. (Bild: © dpa)
Europäischer Sozialfonds

Mehr Frauen mit Migrationserfahrung in Arbeit