Arbeit

Neue Rekordwerte auf dem Arbeitsmarkt

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Mitarbeiter des Antriebsspezialisten Wittenstein arbeitet im Zahnradwerk in Fellbach an einer Fräsmaschine (Bild: © dpa).

Die Beschäftigung in Baden-Württemberg erreicht neue Bestwerte. Im April waren so wenig Menschen arbeitslos wie seit 25 Jahren nicht mehr. Die Arbeitslosenquote im Land erreicht mit 3,6 Prozent einen frühsommerlich niedrigen Wert. Die Zahl der offenen Stellen nähert sich der 100.000-Marke.

„Der Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg bricht derzeit einen Rekord nach dem anderen: Die Beschäftigung erreicht neue Bestwerte, die Zahl der offenen Stellen nähert sich im April der 100.000-Marke. Im April waren mit 215.000 so wenig Menschen arbeitslos wie seit 25 Jahren nicht mehr. Aufgrund der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt haben im April alle Personengruppen von der hohen Arbeitskräftenachfrage profitiert“, erklärte Wirtschafts- und Arbeitsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut anlässlich der Veröffentlichung der aktuellen Arbeitsmarktzahlen.

Frühsommerlich niedrige Arbeitslosenquote

Im April 2017 waren in Baden-Württemberg mit 215.699 Arbeitslosen 12.491 Personen beziehungsweise 5,5 Prozent weniger arbeitslos gemeldet als im April 2016. Die Arbeitslosenquote hat mit 3,6 Prozent bereits frühsommerlich niedrige Werte erreicht. Aktuell gehen Arbeitsmarktforscher für Baden-Württemberg von einem Plus von 110.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Jahr 2017 aus. Insgesamt würde die Zahl im laufenden Jahr damit um weitere 2,5 Prozent beziehungsweise absolut auf rund 4.578.000 steigen. Aus Sicht der Ministerin besonders erfreulich sei, dass die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stärker steige als die Zahl der Beschäftigten Erwerbstätigen insgesamt, und zwar anteilig von 68,5 auf jetzt 72,5 Prozent in den letzten sechs Jahren. Der Aufschwung zahlt sich für die Beschäftigten also auch in guter und sicherer Arbeit aus.

Die gute Arbeitsmarktentwicklung im Land führt in manchen Bereichen zu Engpässen bei der Besetzung offener Stellen mit Fachkräften. „Leider wird es für die Betriebe in manchen Bereichen immer schwieriger, die richtigen Fachkräfte zu finden. Deshalb ist es erforderlich, dass arbeitslose Fachkräfte auch überregionale Mobilitätsbereitschaft aufbringen“, so die Ministerin weiter.

Wandel in der Arbeitswelt durch die Digitalisierung

Gleichzeitig müsse man gerade jetzt alle Kräfte bündeln, um die Qualifizierung nicht zuletzt vor dem Hintergrund des Wandels in der Arbeitswelt durch die Digitalisierung zu fokussieren. Dies werde auch ein Handlungsfeld der neu ins Leben gerufenen Initiative Wirtschaft 4.0 sein, die am kommenden Freitag gestartet werde. Daneben gelte es weiterhin, ein besonderes Augenmerk auf die Gruppen am Arbeitsmarkt zu haben, die sich schwertun beim Arbeitsmarktzugang. Zu denken sei hier an junge Leute, die Unterstützung beim Einstieg in Ausbildung und Beruf benötigen oder auch Langzeitarbeitslose mit Vermittlungshemmnissen. „Die Landesregierung engagiert sich mit großem Erfolg in unterschiedlichen Projekten bei dieser Herausforderung und wird dieses Engagement mit dem neuen Landesarbeitsmarktprogramm, das noch diesen Monat beschlossen wird, verfestigen“, erklärte Hoffmeister-Kraut.

Pressemitteilung vom 28.04.2017: Beschäftigungsboom im Land

Weitere Meldungen

von links nach rechts: Abteilungsleiter „Landwirtschaft" Dr. Konrad Rühl, Ministerialdirektorin Isabel Kling, Minister Peter Hauk und Abteilungsleiterin „Markt und Ernährung“ Petra Mock
Landwirtschaft

Spitzengespräch zu Erzeugerpreisen

Eine Sozialarbeiterin führt in der Landeserstaufnahme für Asylbewerber in Karlsruhe eine Beratung mit einem Flüchtling durch.
Migration

Landkreis Karlsruhe erfolgreich bei Arbeitsgelegenheiten für Geflüchtete

Ein Logo des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT).
Forschung

Baden-Württemberg tritt Allianz zur Fusionsforschung bei

Ein Prüfstandshandwerker begutachtet am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt ein Raketen-Triebwerk
Wirtschaftsnahe Forschung

9,7 Millionen Euro für Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Zum Jahreswechsel keine Entspannung am Arbeitsmarkt

Wort-Bild-Logo der Kampagne Start-up BW. (Bild: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg)
Start-up BW

Innovationsgutschein „Mittelstand trifft Start-ups“ startet

Geldscheine mit dem Wert von 100 und 50 Euro und Münzen liegen auf einem Tisch.
Wirtschaft

Austausch mit Vertretern der Kreditwirtschaft und der L-Bank

Ein Mitarbeiter des Fraunhofer Instituts, führt bei der Eröffnung des neuen "Future Work Lab" des Fraunhofer Instituts in Stuttgart einen Roboterarm. (Foto: dpa)
Wirtschaftsnahe Forschung

38,1 Millionen Euro für die Fraunhofer-Gesellschaft

Rauch steigt aus einem Schornstein in einen wolkenlosen sonnigen Himmel auf. (Foto: © dpa)
Klimaschutz

Engmaschig überwachter Testbetrieb mit Solvay vereinbart

Eine Forscherin arbeitet im AI Research Buildung der Universität Tübingen, das zum „Cyber Valley“ gehört, an einem Code.
Wirtschaft

Mit Künstlicher Intelligenz gegen Fachkräftemangel

Touristen sitzen im Aussenbereich von Restaurants.
Bundesrat

Mehrwertsteuersenkung für die Gastronomie im Bundesrat

Eine Sozialarbeiterin misst die Blutdruckwerte eines Probanden und übermittelt diese drahtlos per Smartphone an einen Arzt.
Medizinwirtschaft

Meilenstein zur Verbesserung der Patientenversorgung

Ein Mitarbeiter der Porsche AG montiert im Porsche-Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen einen Porsche 718 Cayman. (Foto: dpa)
Automobilwirtschaft

Hoffmeister-Kraut kritisiert Automobilpaket der EU-Kommission

Wort-Bild-Marke der RegioClusterAgentur
Innovation

Land fördert RegioClusterAgentur BW bis 2029

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) und Dr. Nicola Leibinger-Kammüller (rechts)
Auszeichnung

Ehrentitel Professorin an Dr. Nicola Leibinger-Kammüller verliehen