Gesundheit

Landesweite Aufklärungskampagne zur natürlichen Geburt gestartet

Katrin Altpeter, Ministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren

Sozialministerin Katrin Altpeter gibt den Startschuss für eine landesweite Aufklärungskampagne zur natürlichen Geburt. Ziel der Kampagne ist es, die derzeitige Kaiserschnittrate in Baden-Württemberg von über 30 Prozent mittelfristig zu senken.

„Immer mehr Kinder in Deutschland kommen per Kaiserschnitt auf die Welt, in Baden-Württemberg inzwischen jedes dritte Kind. Allein aus medizinischer Sicht ist diese Steigerung nicht erklärbar. Vieles spricht deshalb dafür, sich wieder verstärkt mit der natürlichen Geburt auseinanderzusetzen. Denn ein Kaiserschnitt ist keine ‚Geburt light‘“, erklärte die Ministerin in Stuttgart. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass ein Kaiserschnitt bei max. 15 Prozent aller Geburten medizinisch unbedingt erforderlich ist.

Die Kampagne setzt auf eine umfassende Informierung der Schwangeren und ihrer Angehörigen. Dafür wurde eine eigene Homepage eingerichtet. Indem Informationsdefizite bei werdenden Eltern abgebaut werden, sollen sie in ihrer Entscheidungsfindung für oder gegen eine natürliche Geburt unterstützt werden. Landesweite Veranstaltungen während der kommenden sechs Monate sollen auch diejenigen, die beruflich mit der Geburt von Kindern zu tun haben, für das Thema sensibilisieren.

Ministerin Altpeter wies darauf hin, dass ein Kaiserschnitt nicht einfach eine einfachere und schmerzfreiere Möglichkeit sei, ein Kind auf die Welt zu bringen, als eine natürliche Geburt. Sie stellte klar: „Kaiserschnitte retten jedes Jahr das Leben von tausenden von Kindern und ihren Müttern, die eine Geburt auf normalem Weg wahrscheinlich nicht oder zumindest nicht ohne bleibende Schäden überleben würden. Dafür müssen wir dankbar sein. Aber auch wenn ein Kaiserschnitt eine routinemäßig durchgeführte Operation ist, bleibt er -  wie alle medizinischen Eingriffe - nicht ohne Risiko für die Patienten. Darüber müssen wir aufklären.“ Auch über den eigentlichen Geburtsvorgang hinaus könne ein Kaiserschnitt Risiken für Mutter und Kind mit sich bringen. Inzwischen sei wissenschaftlich gut erforscht, so die Ministerin, dass Kinder, die per Kaiserschnitt auf die Welt gekommen sind, als Erwachsene häufiger an Allergien und Asthma litten als Kinder, die auf natürlichem Weg geboren wurden.

Die auf sechs Monate angelegte Kampagne zur Stärkung der natürlichen Geburt geht auf eine Initiative des Sozialausschusses des Landtags zurück. Zahlreiche Fachleute haben an der Kampagne mitgearbeitet, u. a. der Berufsverband der Frauenärzte e.V. Baden-Württemberg, der Hebammenverband Baden-Württemberg e.V., die Landesärztekammer Baden-Württemberg, die Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft e.V. und die Technikerkrankenkasse Landesvertretung Baden-Württemberg.

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