Energie

Klimaschutz erfordert Wärmewende

Ein Arbeiter montiert eine Styroporplatte zur Wärmedämmung an eine Fassade. (Symbolbild: © dpa)

80 Prozent der Gebäude in Deutschland wurden vor 1995 gebaut. Sie bieten ein enormes Potential zur Energieeinsparung. Der Ministerialdirektor im Umweltministerium, Helmfried Meinel, betonte auf der Sitzung der Energiekommission des Bundesverbands mittelständischer Wirtschaft, dass Deutschland die in Paris vereinbarten Klimaziele nur erreichen könne, wenn es gelänge, den Energieverbrauch von Gebäuden deutlich zu reduzieren.

„Ohne Wärmewende keine Energiewende“, betonte der Amtschef des baden-württembergischen Umweltministeriums, Ministerialdirektor Helmfried Meinel auf der Sitzung der Energiekommission des Bundesverbands mittelständischer Wirtschaft, BVMW in Berlin. „Um das Klimaschutzabkommen von Paris umzusetzen, muss Deutschland seinen hohen Energieverbrauch in vielen alten Gebäuden deutlich reduzieren. Hierzu muss die Bundesregierung auch ordnungspolitische Maßnahmen ergreifen.“ Über die Hälfte der gesamten Energie werde in Deutschland für den Wärmebedarf verbraucht, ein Drittel der Treibhausgasemissionen entfalle auf den Wärmesektor, so Meine weiter.

Da 80 Prozent der Gebäude in Deutschland vor 1995 gebaut worden seien, könnte hier besonders viel Energie eingespart werden, sagte der Amtschef des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft. „Ein guter Neubaustandard allein bringt uns nicht entscheidend weiter, wir müssen auch die bestehenden Gebäude energetisch sanieren.“ Rund 65 Prozent der vor 1995 gebauten Gebäude seien aus energetischer Sicht sanierungsbedürftig, so Meinel weiter. „Wenn die Bundesregierung einen wirksamen Beitrag leisten möchte, die Ziele des Klimaschutzabkommens von Paris zu erreichen, muss sie nun konkrete und wirksame Maßnahmen auf nationaler Ebene umsetzen, damit wir unseren Gebäudebestand bis zum Jahr 2050 klimaneutral bekommen.“

Baden-Württemberg geht mit gutem Beispiel voran

Das Land Baden-Württemberg gehe mit seinem bundesweit einmaligen Erneuerbare-Wärme-Gesetz mit gutem Beispiel voran, erklärte Helmfried Meinel: „Wenn in Baden-Württemberg alte Heizungen ersetzt werden, muss dies auf eine qualitativ hochwertige, klimafreundliche Art und Weise erfolgen. Unser Gesetz sorgt dafür, dass ein Teil der Wärme von erneuerbaren Energien stammt oder Ersatzmaßnahmen aus dem Bereich der Gebäudedämmung vorgenommen werden. Außerdem veranlasst das Gesetz die Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer dazu, sich anlässlich des ohnehin notwendigen Heizungsaustauschs damit auseinanderzusetzen, welche energetischen Sanierungsmöglichkeiten speziell für ihr Gebäude in Frage kommen.“

Zwar koste eine energetische Sanierung erst einmal Geld, so Meinel. Langfristig spare sie aber auch erhebliche Mengen an Energie und damit auch an Ausgaben für Heizkosten ein. „Außerdem bringt eine gute Dämmung auch mehr Behaglichkeit ins Haus“, betonte Helmfried Meinel. Kalte Füße und Zugluft gehörten der Vergangenheit an, dichte Fenster könnten den Lärmschutz verbessern. „Eine energetische Sanierung ist daher viel mehr als eine reine Energiesparinvestition“, sagte Meinel. „Sie sorgt auch für ein angenehmes Raumklima und steigert den Wert der Immobilie.“

„Es ist nun höchste Zeit, dass die Bundesregierung ein neues Gebäudeenergie-Gesetz vorlegt. Darin muss endlich die Sanierung des Gebäudebestands einschließlich der Umstellung auf erneuerbare Energien im Mittelpunkt stehen, wie zum Beispiel beim baden-württembergischen Erneuerbare-Wärme-Gesetz“, forderte Helmfried Meinel.

Umweltministerium: Erneuerbare-Wärme-Gesetz Baden-Württemberg

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