Digitalisierung

Baden-Württemberg legt bei Breitbandversorgung weiter zu

Eine Hand hält ein Leerrohrbündel mit Glasfaserkabeln eines Breitband-Versorgers. (Foto: © dpa)

Neue Zahlen aus dem Breitbandatlas des Bundes belegen eine Zunahme der Breitbandversorgung in Baden-Württemberg. Eine flächendeckende Versorgung mit 50 Mbit/s ist jedoch nur ein erster Schritt. Die Zukunft sind gigabitfähige Netze.

Baden-Württemberg hat sich beim Breitbandausbau weiter verbessert – das belegen auch die neuen Zahlen aus dem Breitbandatlas des Bundes, die dem Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration vorliegen. Im Vergleich zur Jahresmitte 2017 hat sich Baden-Württemberg zum Jahresende 2017 um 3,3 Prozentpunkte bei der Versorgung von 50 Mbit/s verbessert. 

Schlüssel zur digitalen Welt

„Das schnelle Internet ist der Schlüssel zur digitalen Welt. Der digitale Infrastrukturausbau ist deshalb auch ein Schwerpunkt unserer Regierungsarbeit. Rund eine halbe Milliarde Euro stecken wir allein in dieser Legislatur in den Breitbandausbau im Land – und verstärken damit die Investitionsanstrengungen der Netzbetreiber. Dass unsere Anstrengungen wirken, zeigt jetzt auch die neueste bundesweite Erhebung: Baden-Württemberg legt bei der Versorgung mit schnellem Internet noch einmal deutlich zu: Allein im zweiten Halbjahr 2017 haben wir die Breitbandverfügbarkeit von 50 Mbits um 3,3 Prozentpunkte verbessert“, sagte der Stellvertretende Ministerpräsident und Digitalisierungsminister, Thomas Strobl, anlässlich der neuesten Zahlen aus dem Breitbandatlas des Bundes, die in den nächsten Tagen veröffentlicht werden. Demnach hat sich in Baden- Württemberg die Versorgung der Haushalte mit mindestens 50 Mbit/s von 78 Prozent (Mitte 2017) auf 81,3 Prozent (Ende 2017) verbessert. 

„Für uns ist aber auch klar: Die flächendeckende Versorgung mit 50 Mbit/s ist nur ein erster Schritt. Wir müssen in die Zukunft planen und das heißt auch: Wir brauchen gigabitfähige Netze. Darauf werden wir unsere Förderstrategie ganz klar ausrichten. Deshalb brauchen wir zusätzlich zu unserer Investitionsoffensive für das schnelle Internet auch eine starke Gigabit-Allianz mit allen relevanten Partnern“, so Digitalisierungsminister Thomas Strobl. 

Gigabit-Allianz

Das Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration hatte im Rahmen der Vorstellung der beim TÜV-Rheinland in Auftrag gegebenen Breitbandstudie im Februar dieses Jahres eine Gigabit-Allianz auf Landesebene angekündigt. Am 17. April 2018 wird es zu einem ersten Treffen kommen. „Wir müssen alle Partner beim Breitbandausbau noch deutlich besser vernetzen. Mit der Gigabit-Allianz wollen wir deshalb über unverbindliche Absichtserklärungen hinauskommen und den Gigabitausbau im Land besser koordinieren und schneller voranbringen“, sagte Minister Thomas Strobl. Ziel der Gigabit-Allianz soll es sein, die Anstrengungen der Städte, Gemeinden und Landkreise, der Infrastrukturunternehmen sowie der Wirtschaft zu bündeln. 

„Schnelles Internet ist längst so wichtig wie Strom oder fließend Wasser. Wir sind in Baden-Württemberg schon ganz gut aufgestellt, das bestätigt uns auch der TÜV Rheinland. Wir sind aber noch lange nicht am Ziel und werden den Breitbandausbau in Baden-Württemberg so lange fördern, dass wir bis 2025 flächendeckend mit gigabitfähigen Netzen unterwegs sind“, sagte Strobl.

Staatliche Förderung

Die Versorgung mit schnellem Internet ist grundsätzlich Aufgabe der privaten Telekommunikationsunternehmen. Von staatlicher Seite werden daher in erster Linie optimale Rahmenbedingungen für den Ausbau von nachhaltigen und vordringlich glasfaserbasierten Hochgeschwindigkeitsnetzen geschaffen. Dort, wo die privaten Telekommunikationsanbieter nicht investieren, kommt der kommunale Breitbandausbau mit staatlicher Hilfe ins Spiel. Genau an dieser Stelle setzt das Landesförderprogramm an. Beim Förderprogramm der baden-württembergischen Landesregierung geht es darum, den flächendeckenden Breitbandausbau voranzubringen und auch gerade ländlich geprägte Gegenden nachhaltig attraktiv zu gestalten – als Wohnort, Wirtschaftsstandort und Tourismus-Ziel. 

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