Energiewende

Energie für Deutschlands starken Süden

Für eine klimafreundliche, sichere und bezahlbare Energieversorgung: Baden-Württemberg und Bayern haben ein gemeinsames Positionspapier zur Umsetzung der Energiewende vorgelegt.

Ausgangspunkt für den gemeinsamen Vorstoß sind zwei wichtige Gemeinsamkeiten: Die beiden Südländer haben eine starke, exportorientierte Industrie, die international im Wettbewerb steht. Und sie haben einen besonders hohen Atomenergie-Anteil an ihrer Stromerzeugung. Daher stellt die Energiewende für Baden-Württemberg und Bayern eine besondere Herausforderung dar – und beide haben ein besonderes Interesse am Gelingen der Energiewende.

Versorgungssicherheit garantieren

Für Phasen, in denen die Stromerzeugung aus Wind und Sonne wetterbedingt nachlässt, sind Reservekapazitäten notwendig, so etwa moderne Gaskraftwerke oder Speichertechnologen. Um die sichere Versorgung mit Strom zu gewährleisten, machen sich die Südländer daher für einen so genannten Kapazitätsmechanismus stark. Dabei geht es darum, den Energieversorgern Investitionsanreize etwa für den Bau von Gaskraftwerken zu geben, die bei Bedarf zugeschaltet werden können, um Schwankungen in der Stromversorgung auszugleichen.

Windkraft muss sich auch im Süden lohnen

Bei der Reform des Erneuerbaren Energien-Gesetzes (EEG) wollen Baden-Württemberg und Bayern erreichen, dass der Bau neuer Windkraftanlagen auch künftig in Süddeutschland noch wirtschaftlich möglich ist. Das heißt: Auch an etwas ungünstigeren Standorten sollen Windräder weiter rentabel betrieben werden können.

Zudem soll das Potential der Bioenergie zur Stabilisierung des Energiesystems kosteneffizient weiter erschlossen werden. Dabei unterstützen die beiden Südländer, dass bei neuen Biogas-Anlagen auf Abfall und Reststoffe gesetzt wird.

Mehr Energieeffizienz

Intensive Anstrengungen für mehr Energieeffizienz sind ein weiteres Anliegen von Baden-Württemberg und Bayern. So solle die  energetische Sanierung von Häusern gesteigert werden, um Heizenergie zu sparen. Ebenso müssten die Kraft-Wärme-Kopplung und Nah- und Fernwärmenetze ausgebaut werden. Notwendig sei deshalb ein Energieeffizienz-Aktionsplan für Deutschland.

Energieministerkonferenz zur besseren Koordinierung der Energiewende

Die beiden Südländer sprechen sich außerdem dafür aus, eine eigene Energieministerkonferenz einzurichten: Dort sollen Bund und Länder alle Fragen rund um die Energiewende diskutieren und die Energiepolitik besser koordinieren.

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