Wirtschaftsstandort

Hier ist Wirtschaft daheim

Arbeiter bei der Produktion von Motorenteilen (© Bosch)

Baden-Württemberg ist eine der führenden Wirtschaftsregionen in Deutschland und Europa: Mit weltbekannten Großunternehmen und tausenden erfolgreichen kleinen und mittelständischen Betrieben, mit Innovationskraft und Tüftlergeist, mit hoher Produktivität und niedriger Arbeitslosenrate.

Mit der Industrialisierung begann der wirtschaftliche Aufstieg des Landes. Der Übergang von der Agrar- zur Industriegesellschaft ging zwar langsamer voran als in anderen deutschen Gebieten – in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nahm allerdings die Industrialisierung Fahrt auf und der Strukturwandel beschleunigte sich. In den vergangenen sechzig Jahren seit Gründung des Landes haben sich die Lebensverhältnisse und die Wirtschaftsstruktur rasant und nachhaltig entwickelt.

Industrieriesen und starker Mittelstand

Wir sind ein industrie- und exportintensives Land mit bekannten Industrieriesen von Weltruf wie Daimler, Bosch oder IBM Deutschland. Die Wirtschaftsstruktur ist allerdings von zahlreichen mittelständischen Unternehmen geprägt, die oft weltweiter Marktführer in ihren jeweiligen Produktsegmenten sind. Dem Wachstum in den wissensintensiven Dienstleistungsbranchen mit engen Verknüpfungen zum produzierenden Gewerbe kommt eine hohe Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung in Baden-Württemberg zu.

Im Land, in dem das Automobil erfunden wurde, entfällt heute rund ein Viertel der Industrieumsätze auf die Leitbranche Automobilbau mit seinen vielen Zulieferern, dicht gefolgt vom Maschinen- und Anlagenbau (rund 20 Prozent) und der Metall- und Elektroindustrie (jeweils rund 7 Prozent). Ebenfalls wichtige Rollen spielen die chemische, die pharmazeutische und die optische Industrie.

Starke Wirtschaftskraft

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg zählen mit Stuttgart, Karlsruhe und Tübingen drei Regierungsbezirke im Land zu den Regionen Europas mit der höchsten Wirtschaftskraft. Hierzu rechnet das Statistische Amt der Europäischen Union (Eurostat) jene Regionen, deren BIP je Einwohner unter Berücksichtigung der jeweiligen Kaufkraft den EU-Durchschnitt um mindestens 25 Prozent überschreitet.

Land der Tüftler

Der Südwesten ist die Innovationsregion Nummer eins in Europa. Nirgendwo in Europa wird so intensiv an neuen Produkten und Verfahren getüftelt wie im deutschen Südwesten. Hier werden 4,9 Prozent des Bruttoinlandprodukts in Forschung und Entwicklung investiert. Mit diesem Wert liegt Baden-Württemberg im europäischen Vergleich der 97 EU-Regionen mit deutlichem Vorsprung auf dem ersten Platz.

Diese Investitionen zahlen sich aus: Nirgendwo sonst werden – bezogen auf die Bevölkerungszahl – mehr Patente angemeldet als in Baden-Württemberg. Zudem verfügt das Land über zahlreiche Einrichtungen der Spitzenforschung. Hierzu zählen unter anderem die Institute der Max-Planck-Gesellschaft, das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt Stuttgart, das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg sowie die Institute der Fraunhofer Gesellschaft.

Qualifizierte Köpfe – unser bestes Kapital

Die Unternehmen profitieren vom hervorragenden Angebot an sehr gut qualifizierten Fach- und Führungskräften, von einer Forschungslandschaft auf Weltniveau und einer modernen Infrastruktur. Fast nirgendwo gelingt jungen Menschen nach dem Abschluss eines Studiums oder einer Berufsausbildung der Einstieg in das Berufsleben so rasch wie hier im Südwesten. Die Leistungsstärke der Menschen und der Unternehmen hat bei uns Tradition.

Das alles führt dazu, dass wir in Baden-Württemberg nicht nur überdurchschnittliche Wachstumsraten und eine hohe Arbeitsproduktivität verzeichnen, sondern auch eine anhaltend niedrige Arbeitslosenquote haben. Während der Anteil der Frauen und Männer im Alter zwischen 15 und 65 Jahren, die einer Erwerbstätigkeit nachgehen, in Baden-Württemberg sehr weit über dem EU-Durchschnitt liegt, gilt für die Zahl und Quote der Arbeitslosen genau das Gegenteil: Innerhalb Deutschlands konkurrieren Baden-Württemberg und Bayern ständig um die geringste Arbeitslosenquote, die regelmäßig weit unter dem gesamtdeutschen und europäischen Durchschnitt liegt.

Made in Baden-Württemberg – weltweit gefragt

Produkte made in Baden-Württemberg sind weltweit gefragt. Die starken Außenhandelsverflechtungen werden anhand der Exportquote deutlich: die liegt bei rund 50 Prozent – wobei Leitbranchen wie der Fahrzeug- und Maschinenbau jeweils noch weit darüber rangieren. Unter den Flächenländern Deutschlands sind wir damit das führende Exportland.

Vor allem mittelständische Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigten bilden in Baden-Württemberg mit 99 Prozent aller Betriebe das Rückgrat der Wirtschaft. Allein in diesem Segment beherbergt der Südwesten über 100 sogenannte Hidden Champions – also mittelständische Weltmarktführer, die hoch spezialisierte technologische Produkte entwickeln und damit den globalen Markt bedienen.

Grüne Technologien weisen die Zukunft

Die zentralen Wachstumsbereiche der baden-württembergischen Wirtschaft reichen über klassische Branchen- und Sektorenfelder hinaus und bieten gute Innovationspotentiale. Dazu zählen vor allem vier Zukunftsfelder: Nachhaltige Mobilität, Umwelttechnologie und Ressourceneffizienz, Gesundheit und Pflege sowie Embedded Systems und IT-Dienstleistungen.

Hier gibt es ein engmaschiges Netz von Forschungseinrichtungen und zahlreiche Cluster aus forschenden und produzierenden Einrichtungen – ob in den Großräumen Stuttgart und Karlsruhe, in den Regionen entlang des Rheins, im Heilbronner Unterland, in Oberschwaben oder der Region Hohenlohe.

Mit ihrem Fokus auf Ressourceneffizienz, umweltverträgliche Materialien und nachhaltige Produktionsweisen arbeiten die baden-württembergischen Unternehmen mit Hochdruck daran, in den Leitindustrien der Zukunft eine Vorreiterrolle einzunehmen. Denn in Zeiten schwindender fossiler Energieträger und natürlicher Ressourcen und den daraus resultierenden steigenden Energiekosten und Rohstoffpreisen sind die von unseren Betrieben entwickelten und produzierten Innovationen, Technologien und Produkte sehr gefragt.

Auf dem Gelände des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) wird ein neu entwickelter Celitement gezeigt. Bei der neuen Produktionsmethode des Zements fällt etwa 50 Prozent weniger Treibhausgas CO2 an. (Bild: dpa)
  • NACHHALTIGE MOBILITÄT

CO2 aus der Zement­herstellung eignet sich als Rohstoff

Ein Arbeiter in der Produktion prüft ein Bauteil. (Foto: © Bosch)
  • Automobilindustrie

Strukturhilfen für Umbruch in der Autobranche gefordert

Logo des Landespreises 2020 für junge Unternehmen. (Bild: L-Bank)
  • Wirtschaft

Landespreis für junge Unternehmen ausgeschrieben

Arbeiter in einem Lager (Foto: © dpa)
  • Arbeitsmarkt

„Neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt“

Logo des Umweltpreises für Unternehmen 2020. (Bild: Umweltministerium Baden-Württemberg)
  • Betrieblicher Umweltschutz

Bewerbungen für den Umweltpreis des Landes 2020

Logo des Staatspreises. (Bild: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg)
  • Gestaltung Kunst Handwerk 2020

Wettbewerb zur Landes­ausstellung Kunsthandwerk 2020 startet

Ein Mann programmiert einen Roboterarm, der in einer Produktionslinie einer Smart Factory eingebaut ist.
  • Künstliche Intelligenz

2,5 Millionen Euro für neun KI-Projekte

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut und Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (M.) beim Start-up Bw Think Tank in der Hochschule der Medien Stuttgart (Bild: Kai Gundacker / Hochschule der Medien Stuttgart)
  • Start-up BW

Think Tank tagt zu Start-up Förderung an Hochschulen

Schreiner bei der Arbeit
  • Ausbildung

Land stärkt Übergang von der Schule in den Beruf

Stuttgart: Autos und Lastwagen fahren an der Luft-Messstation für Feinstaub und Stickoxide am Neckartor vorbei. (Foto: © dpa)
  • Luftreinhaltung

Hohe Landesförderung für die Minderung von Stickoxiden

  • Wirtschaft

Mittelstandspreis für soziale Verantwortung ausgeschrieben

Mann sitzt am Schreibtisch und arbeitet.
  • Besoldung und Versorgung

Versorgungsrechner für Beamte gestartet

Ein Arbeiter bei der Montage eines Pistenbulli von Kässbohrer (Bild: © dpa).
  • Arbeitsmarkt

Arbeitslosigkeit leicht gestiegen

Ein Mitarbeiter des Landeskriminalamts Baden-Württemberg, Abteilung Cyberkriminalität, während der Online-Recherche (Foto: © dpa)
  • Sicherheit

Studie und IT-Sicherheitskonzept 2019 veröffentlicht

Drei Männer begutachten ein Medikalvlies. (Bild: © obs/Freudenberg & Co. KG)
  • Bund

Neue Gesetze zum 1. Januar

Das Integrated Technology Centre (ITC) für den Bau von Weltraumsatelliten bei Airbus in Friedrichshafen.
  • Fachkräfte

„Regionalprogramm Fachkräftesicherung“ geht 2020 und 2021 weiter

Ein Mann programmiert einen Roboterarm, der in einer Produktionslinie einer Smart Factory eingebaut ist.
  • Künstliche Intelligenz

2,3 Millionen Euro für regionale KI-Labs

Welcome Center Baden-Württemberg
  • Fachkräfte

Aufbau eines Welcome Centers in Ostwürttemberg

Ein Demonstrant vor den Houses of Parliament, dem Westminster-Palast, schwenkt eine EU-Flagge und eine britische Flagge. (Bild: © dpa)
  • Brexit

Britisches Unterhaus stimmt Brexit-Gesetz zu

Zur Übergabe der offiziellen "Zuschlagsurkunden" kommen nach dem Ende der 5G-Frequenzversteigerung Firmenvertreter in den Räumen der Bundesnetzagentur zusammen.
  • Digitalisierung

Elf Projekte aus dem Land erfolgreich bei „5G-Modellregionen“

Ein Mann betankt ein Automobil mit Wasserstoff. (Foto: © dpa)
  • Forschung

7,9 Millionen Euro für die Erforschung von Wasserstoff

Euro-Banknoten und -Münzen (Foto: © dpa)
  • Banken

EU-Bankenregulierung bedroht Finanzierung des Mittelstandes

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut. (Bild: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg)
  • Gesundheit

Unterstützung beim Betrieblichen Gesundheits­management

Eine Digitalkamera speziell für den klinischen Einsatz. (Bild: Maja Hitij/dpa)
  • Wirtschaft

Europäische Medizin­produkte-Verordnung angepasst

Felsbrocken liegen in Braunsbach auf einer Baustelle. (Bild: Marijan Murat / dpa)
  • Bauen

Land unterstützt weitere 15 Kommunen bei der Innenentwicklung

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