Wirtschaft

Agenda für eine starke Metall- und Elektroindustrie im Land

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut und Vertreter der Metall- und Elektroindustrie haben sich auf eine gemeinsame Agenda zur Sicherung von Industrie und Arbeitsplätzen im Land verständigt.

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Herr Peter S. Krause, Frau Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut und Frau Barbara Resch bei der Unterzeichnung der gemeinsamen Erklärung
Peter S. Krause, Vorsitzender Südwestmetall (links), Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (Mitte) und Barbara Resch, Bezirksleiterin der IG Metall Baden-Württemberg (rechts), bei der Unterzeichnung der gemeinsamen Erklärung

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat mit der Bezirksleiterin der Industriegewerkschaft (IG) Metall Baden-Württemberg, Barbara Resch und dem neuen Vorsitzenden von Südwestmetall, Peter S. Krause, eine gemeinsame Erklärung für eine starke Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg (PDF) vorgestellt. Gemeinsames Ziel ist es, den Raum und die Rahmenbedingungen für Innovationen, Produktivitätswachstum und operative Exzellenz zu schaffen und damit Industrieunternehmen und -beschäftigung in Baden-Württemberg auch in Zukunft zu sichern.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut sagte: „Die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie bilden den Kern unserer heimischen Industrie und stehen für Wohlstand und Beschäftigung. Die Branche leidet aber unter Rahmenbedingungen, die die Wettbewerbsfähigkeit bedrohen. Bürokratische Hemmnisse, globaler Wettbewerbsdruck, protektionistische Maßnahmen und hohe Kosten setzen der heimischen Industrie zu. Mit der gemeinsamen Agenda haben wir mit den Sozialpartnern konkrete Maßnahmen entwickelt, wie wir die Zukunftsfähigkeit der heimischen Metall- und Elektroindustrie stärken wollen. Dies gilt es, in den nächsten Monaten entschlossen umzusetzen.“

Weitere Stimmen zur Agenda

Branche ist Garant einer hohen Beschäftigung

Die Branche hat einen hohen Anteil mittelständisch geprägter und insbesondere auch familiengeführter Unternehmen. Sie ist als wissens- und technologieintensive Industrie seit Jahrzehnten Garant einer hohen Beschäftigung und stellt jeden fünften industriellen Arbeitsplatz in Deutschland. Im bundesweiten Vergleich hat das produzierende Gewerbe in Baden-Württemberg mit fast 40 Prozent einen überdurchschnittlichen Anteil an der Bruttowertschöpfung.

Das baden-württembergische Erfolgsmodell gerät zunehmend unter Druck: wachsender Protektionismus tritt an die Stelle eines regelbasierten Welthandels, neue Konkurrenz fordert die Industrie in den Kernbranchen heraus und gleichzeitig fällt der Standort Deutschland wegen anhaltenden Reformstaus seit Jahren im internationalen Wettbewerb zurück. Aufgrund der Exportorientierung ist die baden-württembergische Industrie von den geopolitischen und globalen Rahmenbedingungen besonders abhängig. In der Folge bleiben dringend benötigte Investitionen oftmals aus.

Gemeinsame Ziele zur Stärkung von Innovation, Beschäftigung, Weiterbildung und Finanzierung

Politik und Sozialpartner sind daher gemeinsam gefordert, die Rahmenbedingungen zu verbessern, damit die Unternehmen mit Zuversicht in die Zukunft und in den Erhalt von Arbeitsplätzen investieren können und der Strukturwandel gelingt. Mit der Erklärung für eine starke Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg formulieren die Beteiligten gemeinsame Ziele, um Innovationen, Beschäftigung und Weiterbildung sowie die Investitionskraft der Unternehmen zu stärken.

Mit gemeinsamem Verständnis und klarer Zielvorstellung sollen die Herausforderungen des Strukturwandels bewältigt werden. Technologieoffen gilt es, die besten Lösungen zu finden. Dabei bietet der von den Unterzeichnern verabredete konsequente und schnelle Hochlauf der Elektromobilität sowie die Förderung der Batteriewirtschaft entscheidende Voraussetzungen für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der Automobilindustrie. Gleichzeitig müssen aber auch hocheffiziente Verbrennungsmotoren, Hybride, Range-Extender und reFuels einen Beitrag beim Übergang zur Kohlenstoffdioxid(CO2)-Neutralität leisten. Die Entwicklung und Anwendung neuer Technologien sollen dazu gezielt ausgebaut werden. In diesem Kontext bedarf es deshalb neben der Fortentwicklung bestehender Maßnahmen und Konzepte auch neuer, flexibler und innovativer Ansätze in der Aus- und Weiterbildung oder bei der Beschäftigungssicherung und dem Arbeitsmarkttransfer. Verbesserte Finanzierungswege spielen für die in weiten Teilen mittelständisch geprägte Metall- und Elektroindustrie eine entscheidende Rolle, damit Investitionen und der Aufbau neuer Geschäftsfelder gelingen können.

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