Wirtschaft

Agenda für eine starke Metall- und Elektroindustrie im Land

Für Innovation, Beschäftigung und Investitionen: Das Wirtschaftsministerium, die IG Metall und Südwestmetall haben eine gemeinsame Erklärung für eine starke Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg vorgestellt.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Herr Peter S. Krause, Frau Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut und Frau Barbara Resch bei der Unterzeichnung der gemeinsamen Erklärung
Peter S. Krause, Vorsitzender Südwestmetall (links), Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (Mitte) und Barbara Resch, Bezirksleiterin der IG Metall Baden-Württemberg (rechts), bei der Unterzeichnung der gemeinsamen Erklärung

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat mit der Bezirksleiterin der IG Metall Baden-Württemberg, Barbara Resch, und dem neuen Vorsitzenden von Südwestmetall, Peter S. Krause, eine gemeinsame Erklärung für eine starke Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg (PDF) vorgestellt. Gemeinsames Ziel ist es, den Raum und die Rahmenbedingungen für Innovationen, Produktivitätswachstum und operative Exzellenz zu schaffen und damit Industrieunternehmen und -beschäftigung in Baden-Württemberg auch in Zukunft zu sichern.

Stimmen der Beteiligten

Branche ist Garant einer hohen Beschäftigung

Die Branche hat einen hohen Anteil mittelständisch geprägter und insbesondere auch familiengeführter Unternehmen. Sie ist als wissens- und technologieintensive Industrie seit Jahrzehnten Garant einer hohen Beschäftigung und stellt jeden fünften industriellen Arbeitsplatz in Deutschland. Im bundesweiten Vergleich hat das produzierende Gewerbe in Baden-Württemberg mit fast 40 Prozent einen überdurchschnittlichen Anteil an der Bruttowertschöpfung.

Das baden-württembergische Erfolgsmodell gerät zunehmend unter Druck: wachsender Protektionismus tritt an die Stelle eines regelbasierten Welthandels, neue Konkurrenz fordert die Industrie in den Kernbranchen heraus und gleichzeitig fällt der Standort Deutschland wegen anhaltenden Reformstaus seit Jahren im internationalen Wettbewerb zurück. Aufgrund der Exportorientierung ist die baden-württembergische Industrie von den geopolitischen und globalen Rahmenbedingungen besonders abhängig. In der Folge bleiben dringend benötigte Investitionen oftmals aus.

Gemeinsame Ziele zur Stärkung von Innovation, Beschäftigung, Weiterbildung und Finanzierung

Politik und Sozialpartner sind daher gemeinsam gefordert, die Rahmenbedingungen zu verbessern, damit die Unternehmen mit Zuversicht in die Zukunft und in den Erhalt von Arbeitsplätzen investieren können und der Strukturwandel gelingt. Mit der Erklärung für eine starke Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg formulieren die Beteiligten gemeinsame Ziele, um Innovationen, Beschäftigung und Weiterbildung sowie die Investitionskraft der Unternehmen zu stärken.

Mit gemeinsamem Verständnis und klarer Zielvorstellung sollen die Herausforderungen des Strukturwandels bewältigt werden. Technologieoffen gilt es, die besten Lösungen zu finden. Dabei bietet der von den Unterzeichnern verabredete konsequente und schnelle Hochlauf der Elektromobilität sowie die Förderung der Batteriewirtschaft entscheidende Voraussetzungen für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der Automobilindustrie. Gleichzeitig müssen aber auch hocheffiziente Verbrennungsmotoren, Hybride, Range-Extender und reFuels einen Beitrag beim Übergang zur Kohlenstoffdioxid(CO2)-Neutralität leisten. Die Entwicklung und Anwendung neuer Technologien sollen dazu gezielt ausgebaut werden. In diesem Kontext bedarf es deshalb neben der Fortentwicklung bestehender Maßnahmen und Konzepte auch neuer, flexibler und innovativer Ansätze in der Aus- und Weiterbildung oder bei der Beschäftigungssicherung und dem Arbeitsmarkttransfer. Verbesserte Finanzierungswege spielen für die in weiten Teilen mittelständisch geprägte Metall- und Elektroindustrie eine entscheidende Rolle, damit Investitionen und der Aufbau neuer Geschäftsfelder gelingen können.

Weitere Meldungen

Ein Gaszähler an einer Gastherme.
Energie

Walker kritisiert Ausschreibungsergebnisse für Back-Up-Kraftwerke

Studierende sitzen in einem Hörsaal.
Hochschulen

„Zukunftsprogramm Hochschule 2030“ stärkt Innovation

Zug im Landesdesign
Schienenverkehr

Akku-Züge für Tauber- und Madonnenlandbahn: Planung startet

Eröffnung Technologiezentrum Bundesakademie Deutsches Bäckerhandwerk
Handwerk

Akademie des Deutschen Bäckerhandwerks modernisiert

Ministerin Razavi bei der Eröffnung der B10 zwischen Geislingen und Amstetten
Verkehr

B 10 zwischen Geislingen und Amstetten nach Sanierung wieder frei

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Leichte Entspannung am Arbeitsmarkt

Finanzamt
Finanzämter

Strukturreform der Steuerverwaltung

Logo
Gründungsförderung

Start-up BW Pre-Seed nimmt weitere Unternehmen auf

Der Ladestecker eines elektrisch betriebenen Renault ZOE (Bild:© dpa)
Mobilität

Carsharing-Förderung diesmal auch für Hybridfahrzeuge

Neubau der Kindertagesstätte Wilhelm-Enßle-Straße
Städtebauförderung

Ortsmitte in Geradstetten erfolgreich saniert

Euro-Banknoten
Steuerschätzung

Mehr Steuereinnahmen, aber kein zusätzlicher Spielraum

Im alten Fabrikensemble der Eisenlohr’schen Werke in Dettingen an der Erms sind mit Hilfe der Städtebauförderung 67 neue Wohnungen entstanden.
Städtebauförderung

Ortskern in Dettingen an der Erms modernisiert

Portraitbild vom neuen Leiter des Finanzamts Stuttgart-Körperschaften Götz Kriegel
Finanzverwaltung

Neuer Leiter des Finanzamts Stuttgart-Körperschaften

Zulieferertag 2026
Automobilwirtschaft

Wie Automobilzulieferer wettbewerbsfähig bleiben wollen

Ein Windrad dreht sich bei Herbolzheim vor einem Strommast.
Energieversorgung

Task Force soll Ausbau des Stromnetzes beschleunigen