Wasserstoff

Bundesweite Abfrage des künftigen Strom- und Wasserstoffbedarfs

Als Planungsgrundlage für den Netzentwicklungsplan 2027 haben die Netzbetreiber eine weitere gemeinsame Marktabfrage gestartet.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Im Energiepark Mainz ist der verdichtete grüne Wasserstoff aus einem Elektrolyseur in Tanks gelagert.
Symbolbild

Eine effiziente Energieinfrastruktur ist das Rückgrat der Energiewende. Um für die erneuerbare Zukunft vorbereitet zu sein, müssen Netzbetreiber die Energienetze bedarfsgerecht ausbauen. Dafür brauchen sie zuverlässige Angaben, wie viel Strom und Wasserstoff Industrie, Gewerbe und Haushalte an welchen Orten benötigen. Deswegen haben die Netzbetreiber eine zweite gemeinsame Marktabfrage gestartet.

Rege Beteiligung notwendig

„Wir brauchen eine hohe Beteiligung. Nur dann können die Bedarfe für Strom und Wasserstoff in die Planungen für den Netzausbau und -umbau im Land realistisch einfließen. Daher bitte ich alle Marktteilnehmer, Unternehmen, Stadtwerke und Verteilnetzbetreiber in Baden-Württemberg, bei der Abfrage mitzumachen“, betont Energieministerin Thekla Walker.

Noch bis zum 13. März 2026 führen die Übertragungsnetzbetreiber (für die Strominfrastruktur) und Fernleitungsnetzbetreiber (für die zukünftige Wasserstoffinfrastruktur) eine gemeinsame Abfrage über die zukünftigen Bedarfe durch. Die Abfrage richtet sich insbesondere an Projektierer und Betreiber von großen Power-to-Gas Anlagen und Wasserstoffkraftwerken sowie an weitere Großverbraucher und Anschlussnehmer im Strom- und Wasserstoffsektor.

Energiesystem zu mehr Energiesouveränität ausbauen

Das Energiesystem in Deutschland steht vor einem weitreichenden Umbau. Wie wichtig dieser Umbau ist, zeigt sich auch aktuell durch die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten und die daraus resultierende Unsicherheit auf den globalen Energiemärkten.

„Wir müssen mehr Energiesouveränität erreichen. Das gelingt uns mit einem entschlossenen Ausbau der Erneuerbaren Energien, der Elektrifizierung und dem Hochlauf von Wasserstoff“, erklärt Energieministerin Thekla Walker. „Wasserstoff muss hier vor Ort in Baden-Württemberg erzeugt werden. Auf eine zeitnahe bundesweite Wasserstoffwirtschaft können wir nicht setzen. Denn noch immer hat die Bundesregierung keine finale Kraftwerksstrategie vorgelegt. Stattdessen sollen die Kraftwerke bis ins Jahr 2045 mit Erdgas laufen und erst dann auf Wasserstoff wechseln. Dadurch fehlen wichtige Wasserstoff-Ankerkunden für die Wasserstoff-Infrastruktur und wir verlieren wertvolle Zeit auf dem Weg zur Klimaneutralität.“

Netzentwicklungsplan 2027

Gemäß dem Energiewirtschaftsgesetz sind Netzbetreiber verpflichtet, bedarfsgerechte Netzentwicklungspläne für Strom sowie für Gas und Wasserstoff zu erstellen. In regelmäßigen Abständen passen sie ihre Planungen an die notwendigen Infrastrukturbedarfe an. Damit eine abgestimmte, sektorübergreifende Planung für die Transformation des Energiesystems stattfinden kann, erfolgt erneut eine gemeinsame Abfrage von Strom und Wasserstoff für den Netzentwicklungsplan 2027.

Weitere Meldungen

Das Bild zeigt den neuen Dienststellenleiter der LVT BW Peter Siller frontal im Porträt.
Landesvertretung

Peter Siller neuer Dienststellenleiter der Landesvertretung beim Bund

Ein Windrad dreht sich bei Herbolzheim vor einem Strommast.
Energieversorgung

Task Force soll Ausbau des Stromnetzes beschleunigen

Delegationsreise China
Außenwirtschaft

Dörflinger auf Delegationsreise in China

Gruppenfoto der 54. Sportministerkonferenz. V.l.: Klaus Zimmermann, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Olaf Bull, Staatsrat beim Senator für Inneres und Sport in Bremen, Stefan Gruhner, Chef der Staatskanzlei und Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport und Ehrenamt, Florian Birkmeyer, Ministerialdirektor im Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien des Landes Rheinland-Pfalz, Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Reinhold Jost, Minister für Inneres, Bauen und Sport im Saarland, Franziska Becker, Staatssekretärin für Inneres und Sport in Berlin, Nils Thiede, Leiter der Abteilung Jugend, Familie und Sport im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern, Sandro Kirchner, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, Magdalena Finke, Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein, Ulf Bandiko, Amtschef im Ministerium des Inneren und Sport von Sachsen, Theresa Schopper, die für den Sport zuständige Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg und Vorsitzende der Sportministerkonferenz, Daniela Behrens, Ministerin für Inneres und Sport von Niedersachsen, Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Diana Stolz, hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, Andy Grote, Senator für Inneres und Sport in Hamburg, und Ronald Rauhe, Staatsminister für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt.
Sportministerkonferenz

Mehr Bewegung für Kinder und Jugendliche in Deutschland

Forschende im Forschungszentrum M3 des Universitätsklinikums Tübingen
Bundesrat

Bundesrat ändert Wissenschaftsfreiheitsgesetz

Eine neue Asphaltdecke wird auf einer Straße aufgebracht. (Bild: Patrick Seeger / dpa)
Straßenverkehr

Fahrbahnsanierung auf B 462 abgeschlossen

Vertragsunterzeichnung "Programm Flächendeckung" beim BMDS
Digitalisierung

Digitale Verwaltungsleistungen in die Fläche bringen

Schematische Darstellung von CCS-Prozessen zur on-shore-Speicherung (links) und off-shore-Speicherung (rechts).
Klimaschutz

Bürgerforum zur CO2-Speicherung

Ein Ausbilder erklärt in einem Techniklabor jugendlichen Auszubildenden etwas.
Bildung

Mit MINT- und Begabtenförderung das Land zukunftsfest machen

Tag der Nationalhymne in Rumänien
Handwerk

Wirtschaftsministerin reist nach Rumänien

von links nach rechts: Prof. Peter Middendorf (Rektor der Universität Stuttgart), Ministerpräsident Cem Özdemir, Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Prof. Jan Hesthaven (Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT))
Sicherheit

Innovationen für Sicherheit, Verteidigung und Resilienz

Vier Jugendliche sitzen auf einer Freitreppe und betrachten etwas auf dem Smartphone
Bürgerbeteiligung

Auswahlprozess für neuen Jugendberaterkreis gestartet

Lang gestreckter, historisch verzierter Raum mit hohen Rundbogenfenstern, Parkettboden und einer Orgel am Ende des Saals. Moderne Sitzmöbel und Tische bilden verschiedene Arbeits- und Aufenthaltsbereiche.
Vermögen und Bau

MINT-Exzellenzgymnasium in Bad Saulgau eröffnet

Kinder gehen zu Fuß und mit dem Tretroller zur Schule. Ein Schild zeigt den verkehrssicherten Schulweg an.
Radverkehr

Radfahrabzeichen stärkt Fahrradkompetenz von Kindern

Ein Zug steht an einem neuen Bahnsteig.
Schienenverkehr

Land schreitet bei Reaktivierung von Schienenstrecken voran