Wirtschaft

Hoffmeister-Kraut kritisiert Industrial Accelerator Act

Für Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut weist der Entwurf zum Industrial Accelerator Act der Europäischen Union in die falsche Richtung.

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Europafahne

„Der Industrial Accelerator Act (IAA) kann Europas Wettbewerbsfähigkeit stärken – wenn er klar fokussiert, verhältnismäßig ausgestaltet und sauber in den bestehenden Rechtsrahmen der Europäischen Union (EU) eingebettet wird. Der jetzige Vorschlag weist jedoch in die falsche Richtung“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.

Angesichts angespannter öffentlicher Haushalte und steigender Kosten könne der IAA ein wichtiger Impuls für die europäische Wettbewerbsfähigkeit sein. „Wenn er jedoch falsch ausgestaltet wird, droht das Gegenteil“, warnte die Ministerin. Strategische Souveränität und Resilienz müssten in enger Zusammenarbeit mit internationalen Partnern gestärkt werden. Europa dürfe nicht den Eindruck von Abschottung vermitteln. Kritisch sieht Hoffmeister-Kraut auch die vorgesehenen Local-Content-Vorgaben in der öffentlichen Beschaffung. Diese dürften nur als Ultima Ratio zum Einsatz kommen und nur dann, wenn keine gleich wirksamen Alternativen zur Verfügung stehen. Zudem müsse verhindert werden, dass es zu Widersprüchen mit der anstehenden Reform des europäischen Vergaberechts kommt.

Bürokratieabbau nicht ausreichend

Auch beim Bürokratieabbau bleibe der Entwurf hinter den eigenen Ansprüchen zurück. Neue Verpflichtungen, zusätzliche Kontaktstellen und erweiterte Nachweis- und Berichtspflichten drohten Unternehmen und Verwaltung weiter zu belasten. „Entscheidend ist mehr Praktikabilität und ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Aufwand und tatsächlichem Mehrwert“, betonte die Ministerin und forderte Bund und EU auf, dies im weiteren Gesetzgebungsverfahren konsequent einzubringen.

„Für eine zukunftsfähige Industriepolitik reicht es nicht aus, Symptome zu adressieren. Nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit entsteht vor allem durch bessere Rahmenbedingungen: wettbewerbsfähige Energiepreise, investitionsfreundliche Regulierung, gezielte Förderung von Forschung und Innovation, den Abschluss und die Vertiefung von Handelsabkommen sowie marktwirtschaftliche Anreize zur Förderung nachhaltiger Technologien“, so die Ministerin.

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Gruppenfoto der 54. Sportministerkonferenz. V.l.: Klaus Zimmermann, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Olaf Bull, Staatsrat beim Senator für Inneres und Sport in Bremen, Stefan Gruhner, Chef der Staatskanzlei und Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport und Ehrenamt, Florian Birkmeyer, Ministerialdirektor im Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien des Landes Rheinland-Pfalz, Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Reinhold Jost, Minister für Inneres, Bauen und Sport im Saarland, Franziska Becker, Staatssekretärin für Inneres und Sport in Berlin, Nils Thiede, Leiter der Abteilung Jugend, Familie und Sport im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern, Sandro Kirchner, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, Magdalena Finke, Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein, Ulf Bandiko, Amtschef im Ministerium des Inneren und Sport von Sachsen, Theresa Schopper, die für den Sport zuständige Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg und Vorsitzende der Sportministerkonferenz, Daniela Behrens, Ministerin für Inneres und Sport von Niedersachsen, Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Diana Stolz, hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, Andy Grote, Senator für Inneres und Sport in Hamburg, und Ronald Rauhe, Staatsminister für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt.
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