Digitalisierung

Startschuss für „digital@bw“

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Mitarbeiter sitzen im Cyberabwehrzentrum in der deutschen Hewlett-Packard-Zentrale in Böblingen (Bild: dpa).

Digitalisierung ist für die Landesregierung eine Kernaufgabe. Mit dem Startschuss für die Digitalisierungsstrategie „digital@bw“ erfolgt nun die Umsetzung von 67 Leuchtturmprojekten. Im Mittelpunkt aller Überlegungen stehen dabei die Menschen im Land.

265 Millionen Euro gibt die Landesregierung in den nächsten zwei Jahren für die Digitalisierung im Land aus. Damit macht sie den Stellenwert deutlich, den die Digitalisierung für die Landespolitik hat. „Wir machen ernst mit der Umsetzung unserer Digitalisierungsstrategie „digital@bw“ – unserer Antwort auf das Silicon Valley“, betont Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Geplant seien 67 Leuchtturmprojekte aus unterschiedlichen Themenbereichen. Außerdem investiert die Landesregierung in den Jahren 2018 und 2019 210 Millionen Euro in den Breitbandausbau.

Digitalisierung zur Erfolgsgeschichte machen

Mit diesen Projekten will die Landesregierung die Digitalisierung in Baden-Württemberg vorantreiben. „Digitalisierung ist für diese Landesregierung eine Kernaufgabe“, ergänzt Digitalminister Thomas Strobl. Die Landesregierung werde bis 2021 insgesamt eine Milliarde Euro in die Digitalisierung investieren. Auch der Breitbandausbau werde konsequent verfolgt. „Wir möchten die Digitalisierung zu einer Erfolgsgeschichte für das Technologieland Baden-Württemberg machen.“ Ministerpräsident Kretschmann sieht dabei in erster Linie die immensen Chancen der Digitalisierung. „Wir blenden die Risiken aber nicht aus“, verspricht er.

Digitalisierung erlebbar machen

Im Mittelpunkt der ersten digitalen Agenda Baden-Württembergs stehen die Menschen im Land. Die einzelnen Projekte sollen den Menschen den Nutzen der Digitalisierung ganz konkret zeigen: im Familienleben, in der Aus- und Weiterbildung, bei der Mobilität oder der Gesundheitsversorgung. „Digitalisierung wird jetzt erlebbar“, freut sich Thomas Strobl. Einen Schwerpunkt legt die Digitalisierungstrategie „digital@bw“ außerdem auf die Förderung von Start-ups und die Gründungsförderung. Die Start-up- und Gründerszene fungiert als Stellschraube und Treiber des digitalen Wandels und ist damit besonders wichtig für die Erneuerung des Wirtschaftsstandortes und den Aufbau einer digitalen Leitregion. Das Land unterstützt Start-ups beispielsweise durch den „Start-up BW Seed“ mit einer Kombination aus Start-up-Zentren und Seed-Finanzierung. Auch das Cyber Valley, ein Forschungsleuchtturm für künstliche Intelligenz, wird weiterentwickelt.

Wirtschaft 4.0. – Digitalisierung in die Fläche bringen

Mit Digital Hubs bringt die Landesregierung die Digitalisierung in die Fläche. Diese regionalen Digitalisierungszentren bieten Fortbildungs- und Vernetzungsangebote sowie Kooperationsmöglichkeiten für Mittelständler. „Wir wollen, dass der Mittelstand als Wirtschaftsmotor und größter Arbeitgeber auch in Zukunft seine starke Stellung behält“, erklärt Ministerpräsident Kretschmann. Auch die Digitalisierungsprämie und der Aufbau eines Business Innovation Engineering Center (BIEC) sollen den digitalen Transformationsprozess der Wirtschaft voranbringen.

Mit „Landwirtschaft 4.0 nachhaltig.digital“ unterstützt die Landesregierung kleine und mittlere Landwirtschaftsbetriebe bei der Entwicklung und Einführung von digitalen Produktionsprozessen und beim Wissensmanagement.

Nah am Menschen: Bildung, Gesundheit, Mobilität

Die digitale Bildung sieht die Landesregierung als Grundlage der Innovationsfähigkeit unserer Gesellschaft. 2018 geht deshalb die digitale Bildungsplattform an den Start. Mit Fortbildungen, digitalen Bildungsinhalten und Programmen zur Schulverwaltung soll sie helfen alle Generationen auf die digitale Zukunft vorzubereiten.

Modellprojekte sollen zeigen, dass durch die Nutzung digitaler Technologien die ärztliche und pflegerische Versorgung besser werden kann. „Die Digitalisierung wird den Arzt auf dem Land nicht ersetzen, sie kann jedoch die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum ergänzen“, sagt Minister Thomas Strobl.

Auch im Bereich der Mobilität zeigen die Leuchtturmprojekte den ganz konkreten Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger auf. Dazu gehört mithilfe von Verkehrsdaten Staus und Gefahren zu reduzieren und das autonome Fahren im öffentlichen Personenverkehr zu erproben. Außerdem soll ein landesweites Online-Ticket-System den Öffentlichen Personennahverkehr einfacher machen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat dabei immer auch die Zukunft des Landes im Blick: „Wir wollen Baden-Württemberg vom Autoland Nummer eins zum Mobilitätsland Nummer eins weiterentwickeln und für intelligente Verkehrskonzepte verlässliche Rahmenbedingungen schaffen.“

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Digitalisierung sei die Energie- und Ressourceneffizienz. „Wir werden die Digitalisierung gezielt als Innovations- und Nachhaltigkeitsmotor einsetzen um den Rohstoffverbrauch zu minimieren und Ressourcen einzusparen“, betonte der Ministerpräsident.

In den Verwaltungen des Landes sollen digitale Dienste zur Selbstverständlichkeit werden. Fortbildungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ein Zentrum für E-Government und ein Pilotprojekt zur „Online-Verhandlungsführung“ in der Justiz sind nur einige Projektbeispiele.

Einen besonderen Stellenwert bei allen Projekten haben Datensicherheit und Datenschutz. Zusätzlich zur Cyberwehr Baden-Württemberg setzen sich Modellvorhaben mit dem Thema Daten- und Cybersicherheit in Betrieben, im Gesundheitswesen und im privaten Bereich als Verbraucher auseinander.

Pressemitteilung: Landesweite Digitalisierungsstrategie startet mit 67 Leuchtturmprojekten

Das Digitalisierungsportal „digital@bw“

Digitalisierungsstrategie des Landes Baden-Württemberg (PDF)

Start-up-Plattform: Fördermaßnahmen des Landes

Gründungsportal des Landes Baden-Württemberg

Quelle:

\red

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