Bundesrat

Land unterstützt Änderung des Luftsicherheitsgesetzes

Der Bundesrat hat einer Änderung des Luftsicherheitsgesetzes zugestimmt. Auch Baden-Württemberg hat sich für die Änderung ausgesprochen.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine Drohne fliegt bei Sonnenuntergang über eine Wiese. (Bild: picture alliance/Felix Kästle/dpa)
Symbolbild

Der Bundesrat hat einer Änderung des Luftsicherheitsgesetzes zugestimmt. Auch Baden-Württemberg hat sich für die Änderung ausgesprochen. Damit ist der Weg frei für eine Bekämpfung von Drohnen durch die Bundeswehr und einen besseren Schutz von Flughäfen vor Drohnenüberflügen.

„Wenn die Luft sicher ist, ist unser Land sicher! Die Luftsicherheit betrifft nicht nur die Sicherheit von Flugpassagieren, sondern auch die von Menschen und Infrastrukturen am Boden. Aktuell stehen wir vor einer neuen sicherheitspolitischen Realität: Drohnen sind eine ernsthafte Herausforderung für unsere Sicherheitsbehörden. In letzter Zeit gab es bundesweit mehr Drohnensichtungen, vor allem über Einrichtungen der kritischen Infrastruktur. Die Änderung des Luftsicherheitsgesetzes ist nun ein wichtiger Baustein für mehr Luftsicherheit. Ausdruck gelebter Demokratie ist hier die konstruktive Zusammenarbeit der Länder mit dem Bund in diesem Gesetzgebungsverfahren. Unsere Demokratie, unsere Freiheit und unsere Sicherheit stehen unter Druck wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Dass weiterhin gemeinsam Lösungen gefunden werden können, um unsere Sicherheit zu gewährleisten, ist ein wichtiges Signal – nicht zuletzt auch mit Blick auf die Bewältigung zukünftiger Herausforderungen in Europa, in Deutschland und in Baden-Württemberg“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl am 19. Dezember 2025 anlässlich der Plenarsitzung des Bundesrats in Berlin. In seiner letzten Plenarsitzung im Jahr 2025 hat der Bundesrat eine umfangreiche Tagesordnung mit mehr als 90 Punkten beraten, darunter mehr als 30 vom Bundestag beschlossene Gesetze.

Durch die Änderung des Luftsicherheitsgesetzes sollen unter anderem die Befugnisse der Streitkräfte im Falle ihres Einsatzes gegen unbemannte Luftfahrzeuge erweitert werden. Zudem soll ein neuer Straftatbestand geschaffen werden, um das vorsätzliche unberechtigte Eindringen von Drohnen in die Luftseite eines Flugplatzes, durch das die Sicherheit des zivilen Luftverkehrs beeinträchtigt wird, strafrechtlich ahnden zu können.

Auf die Gefahren aus dem Luftraum vorbereitet

„In Baden-Württemberg haben wir uns bereits frühzeitig mit der Drohnen-Problematik auseinandergesetzt. So haben wir ein Drohnenkompetenz- und -abwehrzentrum bei unserer Polizeihubschrauberstaffel, den Spezialisten für die Sicherheit im Luftraum, eingerichtet. Zudem investieren wir weiter in die Entwicklung von Technologien zur Erkennung und Abwehr von Drohnen. So haben wir in Baden-Württemberg beschlossen, weitere Mittel in Höhe von rund vier Millionen Euro zu investieren. Unsere Polizei ist auf die Gefahren aus dem Luftraum vorbereitet, und wir arbeiten bereits eng mit Ihnen, den anderen Ländern sowie dem Bund zusammen. Denn klar ist: Das Problem kann weder vom Bund noch von den einzelnen Ländern allein gelöst werden. Deshalb hatte ich mich in der jüngsten Sitzung der Innenministerkonferenz für ein schnelles und gemeinsames Vorgehen ausgesprochen – und ich bin dankbar, dass wir nun entsprechende Beschlüsse gefasst haben. Wir bündeln jetzt alle Kräfte und Kompetenzen von Bund und Ländern, um Drohnen aufzuspüren, abzufangen, abzuwehren – und notfalls zu neutralisieren. Im Oktober hat sich die Arbeitsgruppe Sicherheit im Luftraum im Innenministerium in Stuttgart getroffen, um sich mit Blick auf die heutigen Herausforderungen auszutauschen. Es nahmen die Bundeswehr, verschiedene Bundesministerien und Bundesbehörden sowie die bei der Polizei Baden-Württemberg angesiedelte polizeiliche Servicestelle Luftraumschutz teil“, so Strobl.

Weitere Meldungen

Seitlich geöffnetes Feuerwehrfahrzeug. Quelle: Gertrud-Luckner-Gewerbeschule Freiburg, Klasse D3FG, Schuljahr 09/10
Kommunen

Land beschafft Löschfahrzeuge für Städte und Gemeinden

Gisela Splett mit Patenschaftsurkunde
Vermögen und Bau

Patenschaft für Kronenkranich in der Wilhelma

Bürger wählt (Foto: © dpa)
Landtagswahl 2026

Informationsangebote zur Sicherheit im Wahlkampf

Ein Biber, fotografiert an einem Fluss (Quelle: dpa).
Artenschutz

Biberverordnung hilft bei Konfliktfällen

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 20. Januar 2026

Ein Mitarbeiter einer Biogasanlage von Naturenergie Glemstal befüllt die Anlage mit Biomasse.
Bioökonomie

Grand Est und Land mobilisieren für Zukunft der Bioökonomie

von links nach rechts: Thomas Strobl, Stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister, Sandra Boser, Staatssekretärin im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, Marion Gentges, Ministerin der Justiz und für Migration, Dr. Ute Leidig, Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration, Florian Haßler, Staatssekretär im Staatsministerium
Kabinettsausschuss

46 Maßnahmen gegen Hass und Hetze

Gesprächsrunde mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (rechts) am 26. November 2025 an der Wilhelmsschule in Stuttgart-Wangen, an der ein Pilotprojekt der Familiengrundschulzentren eingerichtet wird.
Bildung

Land stärkt Erziehungspartnerschaft

Landtagsgebäude von Baden-Württemberg in Stuttgart.
Landtagswahl

Kreiswahlvorschläge stehen endgültig fest

Ein Apotheker holt eine Medikamentenverpackung aus einer Schublade in einer Apotheke.
Gesundheit

Kritische Arzneimittel wieder stärker in Europa produzieren

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Mitte) mit den Mitgliedern des Normenkontrollrats Baden-Württemberg
Bürokratieabbau

Normenkontrollrat übergibt Tätigkeitsbericht 2025

Illustration eines Zuges. Dieser fährt an einem Schild mit der Aufschrift "Digitaler Knoten Stuttgart" vorbei.
Schienenverkehr

340 Millionen Euro für Digitalen Knoten Stuttgart

Eine Polizistin löst zur Demonstration einen sogenannten Taser aus.
Polizei

Breiter Praxischeck für den Taser bei der Polizei

Grüne Woche 2026
Landwirtschaft

Baden-Württemberg bei der Grünen Woche 2026 erleben

Symbolbild: Symbolbild: Ein Passant geht an dem Logo der Agentur für Arbeit vorbei. Das Bundesverfassungsgericht hat am Dienstag, 5. November 2019, sein Urteil zu Leistungskürzungen für unkooperative Hartz-IV-Bezieher verkündet. (Bild: picture alliance/Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa)
Bürgergeld

Hoffmeister-Kraut unterstützt geplante Bürgergeld-Reform