Kunst und Kultur

Kultur kann sich auf Land verlassen

Verschiedene Kommunen beschließen deutliche Kürzungen in ihren Kulturhaushalten. Das Land hält seinen Anteil bei gemeinsam geförderten Einrichtungen stabil und zahlt seine Mittel 2026 in vereinbarter Höhe aus.

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Das Völkerkundemuseum Linden-Museum in Stuttgart. (Bild: picture alliance/Sina Schuldt/dpa)
Symbolbild

Verschiedene Kommunen beschließen in diesen Tagen deutliche Kürzungen in ihren Kulturhaushalten. Das Land kündigt nun an, bei gemeinsam geförderten Einrichtungen seinen Anteil stabil zu halten und seine Mittel 2026 in vereinbarter Höhe auszuzahlen. Kunstministerin Petra Olschowski sagte: „Das Kunstministerium bleibt ein verlässlicher Partner von Kunst und Kultur in Baden-Württemberg. Auch dort, wo Kommunen aktuell kürzen, werden wir unsere Kofinanzierung nicht kurzfristig anpassen, sondern unseren Anteil stabil halten. Die Kultureinrichtungen in Baden-Württemberg können sich in diesen herausfordernden Zeiten auf das Land verlassen.“

300 Kultureinrichtungen mit Förderung von Land und Kommunen

Insgesamt werden mehr als 300 Einrichtungen in Baden-Württemberg von Land und Kommunen gemeinsam gefördert, davon rund 50 Einrichtungen in der Landeshauptstadt Stuttgart und rund 30 in Karlsruhe. Der Aufteilung der öffentlichen Zuwendungen liegen dabei unterschiedliche Vereinbarungen zugrunde. Eine besondere Stellung nehmen dabei die Landesbetriebe ein: Bei den beiden Staatstheatern in Stuttgart und Karlsruhe, dem Linden-Museum und der Erinnerungsstätte Hotel Silber in Stuttgart ist das Förderverhältnis vertraglich auf 50:50 festlegt. Vereinbart ist: Geht eine Seite in der Förderung runter, müsste die andere Seite eigentlich nachziehen. Gleichzeitig trägt das Land für diese Einrichtungen eine besondere Verantwortung.

Land zahlt seinen Anteil aus

„Trotz der Sparmaßnahmen in der Landeshauptstadt Stuttgart und der Stadt Karlsruhe wird das Land seinen für das Jahr 2026 vorgesehenen Landesanteil des Zuschusses für die beiden Staatstheater, für das Linden-Museum und das Hotel Silber auszahlen – wie bei den anderen Kultureinrichtungen grundsätzlich auch“, kündigte Petra Olschowski an. Mit seiner Entscheidung verschaffe das Land den Häusern die notwendige Zeit, um den Betrieb auf die verringerten Zuschüsse einzustellen, fügte die Ministerin hinzu. „Das Land nimmt damit auch seine Verantwortung als Arbeitgeber wahr.“ 

Land geht in Vorleistung

Der vertraglich vereinbarte und über viele Jahre bewährte Grundsatz der 50:50-Kofinanzierung bleibt bestehen. Die Landesregierung geht damit gegenüber ihren Einrichtungen in Vorleistung. Das wird in der Folgezeit im Rahmen der gemeinsamen Finanzierung von Stadt und Land ausgeglichen, damit das hälftige Finanzierungsverhältnis über einen längeren Zeitraum erhalten bleibt, erklärte Ministerin Petra Olschowski. 

Die reinen Landeszuschüsse für den laufenden Betrieb der Staatstheater lagen 2025 bei rund 59,4 Millionen Euro in Stuttgart und bei rund 26,5 Millionen Euro in Karlsruhe. Die Stadt Stuttgart kürzt für 2026 den Zuschuss für die Württembergischen Staatstheater um gut vier Millionen Euro, die Stadt Karlsruhe plant Kürzungen für das Badische Staatstheater.

Ausgaben für Kunst und Kultur

Die Ausgaben für Kunst und Kultur im Landeshaushalt betragen 2025 insgesamt 627,4 Millionen Euro und 2026 insgesamt 620,6 Millionen Euro. Seit 2011 wurde das Budget der Kulturausgaben in Baden-Württemberg um rund 62 Prozent gesteigert.

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst: Kunst und Kultur in Baden-Württemberg

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