Bundesrat

Hauk fordert Entlastung für land- und forstwirtschaftliche Betriebe

Die erneute Verschiebung der EU-Entwaldungsverordnung um ein Jahr ist eine gute Nachricht für Waldbesitzer, Unternehmen und Behörden.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Baden-Württemberg, Seebach: Fichten und eine Buche stehen im Nationalpark Schwarzwald im Nebel.
Symbolbild

„Die erneute Verschiebung der EU-Entwaldungsverordnung um ein Jahr ist eine gute Nachricht für Waldbesitzer, Unternehmen und Behörden. Im Rahmen der angekündigten Vereinfachungen der EUDR müssen konsequente und umsetzbare Wege aufgezeigt werden, um unnötige Bürokratie zu vermeiden. Die unverhältnismäßig hohen bürokratischen Belastungen durch die EUDR müssen korrigiert und abgebaut werden. Die sehr hohen Standards nachhaltiger Waldwirtschaft in Deutschland und in Baden-Württemberg müssen unbedingt erhalten und berücksichtigt werden. Die EUDR darf die nachhaltige Waldwirtschaft nicht verhindern oder durch zu hohe Bürokratie bestrafen. Dies würde unsere Wettbewerbsfähigkeit schädigen und unserer Wirtschaft schwächen. Wir brauchen eine Vorordnung, die sicherstellt, dass weltweit weniger Wälder gerodet werden, aber ich sage auch ganz deutlich: Wo wir, wie in Baden-Württemberg, kein Entwaldungsrisiko und -problem haben, da brauchen wir auch keine weiteren bürokratischen Belastungen“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, anlässlich der Plenarsitzung des Bundesrates.

Die europäische Kommission hatte aufgrund der sich abzeichnenden Umsetzungsschwierigkeiten der EU-Entwaldungsverordnung eine Verschiebung des Geltungsbeginns der Verordnung angekündigt. „Ziel muss nicht nur eine zeitliche Verschiebung, sondern auch eine inhaltliche Weiterentwicklung der Entwaldungsverordnung sein, um zusätzliche Bürokratie zu vermeiden, ohne die Wirksamkeit der EUDR zu untergraben. Die Waldfläche in Deutschland nimmt zu und unsere nachhaltige und multifunktionale Forstwirtschaft gilt als Vorbild für viele Länder weltweit“, so Minister Hauk.

„Die Weiterentwicklung der EUDR muss eine substanzielle Vermeidung von neuer Bürokratie in Ländern aufnehmen, in denen nachweislich kein Entwaldungsproblem vorliegt. Insbesondere für diese Länder braucht es Erleichterungen. Beispielsweise durch eine einheitliche Referenznummer für Länder ohne Entwaldungsproblematik. Somit würde eine einzelbetriebliche Registrierung für alle Primärerzeuger in diesen Ländern entfallen. Damit würde auch ein echtes Anreizsystem für nachhaltige Waldbewirtschaftung geschaffen werden. So würde aus einem Bürokratiemonster ein Anreizsystem für echten Schutz unserer Wälder“, betonte Minister Hauk.

Weitere Meldungen

Die Staufermedaille ist eine besondere, persönliche Auszeichnung des Ministerpräsidenten für Verdienste um das Land Baden-Württemberg.
Auszeichnung

Staufermedaille an Hubertus Nimsch

Zitterpappel
Forst

Zitterpappel bereichert Wald und Bioökonomie

Neubau Kollegiengebäude 1, Pädagogische Hochschule Freiburg, Birk Heilmeyer und Frenzel Architekten, Stuttgart
Holzbau

Klimafreundlich Bauen mit Holz

Ein Netzwerk-Kabelstecker leuchtet in der Netzwerkzentrale einer Firma zu Kontrollzwecken rot. (Bild: picture alliance/Felix Kästle/dpa)
Sicherheit

Strobl begrüßt Einigung zur Speicherfrist von IP-Adressen

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) und Tadeusz Matacz (rechts) stehen vor Fahnen und präsentieren die Verleihungsurkunde.
Auszeichnung

Ehrentitel Professor an Tadeusz Matacz

Renato Gigliotti
Polizei

Neue Leitung für das Polizeipräsidium Ravensburg

Ein Mitarbeiter von Kawasaki führt bei der Industriemesse Hannover Messe am Messestand von Microsoft die Überwachung und Steuerung einer Maschine mit einer AR-Brille (Augmented Reality) vor.
Industrielle Innovation

Baden-Württemberg auf der Hannover Messe 2026

Projektteam, Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges (Dritte von links), Direktorin des Amtsgerichts Nürtingen Dr. Sabine Kienzle-Hiemer (Vierte von links), Dr. Markus Volz Vizepräsident des Landgerichts Stuttgart (5. v. l.)
Justiz

Pilotprojekt „Zivilgerichtliches Online-Verfahren“ gestartet

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) überreicht Dr. Edwin Ernst Weber (rechts) die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg.
Auszeichnung

Staufermedaille an Dr. Edwin Ernst Weber

Streuobstwiese
Streuobst

20. landesweiter Streuobsttag in Hohenheim

Jugendliche halten ein Banner mit der Aufschrift «Ehrenamt» in den Händen.
Ländlicher Raum

Jugendliche fürs Ehrenamt begeistern

Drohne mit Auslegearm zum Einölen der Eier beim Anflug an einen Baum mit Kormorannestern
Fischerei

Drohnen-Testflug zum Kormoranmanagement am Bodensee

Euro-Banknoten
Krankenversicherung

Versicherungsfremde Leistungen endlich aus Bundeshaushalt finanzieren

Asiatische Hornisse
Artenmanagement

Königinnen und Nester der Asiatischen Hornisse melden

Logo "Turmwärts"
Ländlicher Raum

Kreative Nachnutzung von Trafo­türmen im Ländlichen Raum