Studium

Erste Absolvierende der Hebammenwissenschaft feiern Abschluss

Mit der Vollakademisierung der Hebammenausbildung sichert Baden-Württemberg langfristig eine qualitativ hochwertige, wissenschaftlich fundierte Geburtshilfe. 218 Studierende haben ihren Bachelor of Science in Hebammenwissenschaft erworben.

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Eine Studentin der Hebammenwissenschaft hat während einer Übung in einer Vorlesung im Ausbildungszentrum DocLab des Universitätsklinikums Tübingen ein Kleidungsstück unter ihr Oberteil gestopft, um eine schwangere Frau darzustellen, damit eine Kommilitonin eine Betreuungsssituation mit ihr üben kann. (Bild: © dpa)

Seit dem Wintersemester 2021/22 wird Hebammenwissenschaft im ganzen Land als wissenschaftliches Hochschulstudium angeboten und trägt so den gestiegenen Anforderungen des Berufsfeldes Rechnung.

„Ich freue mich sehr, dass die ersten Absolvierenden im Fach Hebammenwissenschaft ihr Studium erfolgreich beendet haben und jetzt ihre berufliche Laufbahn beginnen – sei es in Kliniken, Geburtshäusern, der freiberuflichen Tätigkeit oder in der Forschung“, sagte Wissenschaftsministerin Petra Olschowski.

Mit dem Masterstudiengang Hebammenwissenschaft und Frauengesundheit an der Universität Tübingen ermöglicht das Land auch die wissenschaftliche Weiterqualifizierung. Im Anschluss an einen Masterstudiengang können Absolvierende promovieren und habilitieren, um Professuren zu besetzen und Forschungsvorhaben zu leiten. Wissenschaftsministerin Petra Olschowski betonte: „Akademisierung bedeutet nicht nur hochschulische Ausbildung, sondern auch den Aufbau einer Forschungslandschaft und die Qualifizierung von Führungs- und Lehrpersonal.“

Vollakademisierung der Hebammenausbildung

Baden-Württemberg erreichte die Vollakademisierung der Hebammenausbildung bereits im Wintersemester 2021/22 – noch vor der gesetzlich festgelegten Frist.

Das Hebammenreformgesetz von 2019 hatte den Weg zur Akademisierung freigemacht: Die frühere dreieinhalbjährige Ausbildung wurde durch ein duales Studium der Hebammenwissenschaft ersetzt. Dadurch wird eine qualitativ hochwertige, wissenschaftlich fundierte Betreuung von Schwangeren und Familien gewährleistet und gleichzeitig die Berufsanerkennungsrichtlinie der Europäischen Union (EU) umgesetzt, die mehr Flexibilität bei der Studien- und Berufswahl ermöglicht.

Hebammen begleiten Frauen und ihre Familien von der Schwangerschaft bis zum Ende der Stillzeit, leiten selbständig Geburten, sind für Untersuchungen verantwortlich und unterstützen im Wochenbett. Das duale Studium verbindet wissenschaftliche Lehre mit praxisorientierter Ausbildung in Kliniken, Geburtshäusern und Hebammenpraxen und bereitet Studierende optimal auf die anspruchsvollen Aufgaben im Gesundheitswesen vor. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse fließen so direkt in die Praxis und kommen den Schwangeren und Familien zugute.

Studienstandorte in Baden-Württemberg

Ein duales primärqualifizierendes Bachelorstudium der Hebammenwissenschaft ist an folgenden Hochschulen möglich:

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von links nach rechts: Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Georg Kräusslich, Präsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften; Prof. Dr. Irena Kogan, Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung; Prof. Dr. Largus Angenent, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Tübingen; Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Prof. Dr. Robert Zeiser, Medizinische Fakultät der Universität Freiburg
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Das Bild ist in vier orangefarbene Kacheln unterteilt. Jede Kachel beinhaltet eine Empfehlung zum Umgang mit großer Hitze. Kachel eins: In der Mittagshitze Schatten aufsuchen und große Anstrengungen möglichst meiden. Kachel zwei: Ausreichend trinken, zum Beispiel Wasser oder Saftschorle. Koffein und Alkohol meiden. Kachel drei: Leichte Baumwollkleidung in hellen Farben tragen. Sonnenbrille und Mütze oder Hut aufsetzen. Kachel vier: Auf Menschen achten, die die Empfehlungen nicht selbst umsetzen können und ihnen helfen. Im Zentrum des Bildes ist ein Kreis in dem eine Sonne strahlt. Ein Thermometer zeigt eine Temperatur von 40 Grad Celsius.
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