Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 15. Oktober 2024

Das Kabinett hat sich mit Klimaschutz, dem Staatsvertrag mit den Israelitischen Religionsgemeinschaften und dem KI-Zentrum Schule befasst. Weitere Themen waren der Bevölkerungsschutz, die Kooperation mit Rumänien und Moldau sowie das neue Landes-CD.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Die Kabinettsmitglieder sitzen am Kabinettstisch der Villa Reitzenstein.

Positionspapier zum Carbon Management

Der Ministerrat hat am 15. Oktober 2024 ein Positionspapier zu Carbon Management (PDF) verabschiedet. Carbon Management bezeichnet die Abscheidung und Nutzung beziehungsweise die Abscheidung und Speicherung von Kohlenstoffdioxid, kurz CCU/S (Carbon Capture and Usage/Storage). Die Landesregierung sieht im Einsatz von CCU/S einen wichtigen Baustein zum Erreichen der Klimaschutzziele des Landes. Ohne den Einsatz der Technologie gelingt es diversen Wirtschaftszweigen nicht, klimaneutral zu werden, allen voran der Kalk- und Zementproduktion. Carbon Management ist daher elementar für den klimaneutralen Umbau, insbesondere der Industrie, bis 2040. Zugleich ergeben sich aus dem Einsatz der Technologie wirtschaftliche Potenziale für das Land. Auch in der Wissenschaft wird die Bedeutung von CCU/S gesehen.

Pressemitteilung

Änderungsvertrag zum Staatsvertrag mit den Israelitischen Religionsgemeinschaften

Der Ministerrat hat einen Vertragsentwurf mit der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden und der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs gebilligt. Bereits 2010 hatte das Land Baden-Württemberg mit den Israelitischen Religionsgemeinschaften im Land einen Staatsvertrag geschlossen. Damit wurden, ähnlich wie das mit der evangelischen und der katholischen Kirche seit Jahrzehnten üblich ist, viele Angelegenheiten der jüdischen Religionspraxis einvernehmlich und mit Gesetzeskraft geregelt. In dem Staatsvertrag geht es etwa um jüdische Feiertage, Religionsunterricht, Friedhöfe und andere Fragen, in denen Staat und Religionsgemeinschaften zusammenarbeiten müssen. Angesichts des zunehmenden Antisemitismus wird die finanzielle Unterstützung des Landes – vorbehaltlich der Zustimmung des Landtags – durch Vertragsänderung in den Staatsvertrag von 2010 aufgenommen und damit institutionalisiert. Dazu gehören neben den Kosten für die Sicherheit die Unterstützung für Bildungsmaßnahmen, die zur Prävention von Antisemitismus beitragen sollen, sowie die stärkere Förderung des deutsch-jüdischen Kulturerbes.

KI-Zentrum Schule wird eingerichtet

Kultusstaatssekretärin Sandra Boser hat den Ministerrat darüber informiert, dass am 21. Oktober 2024 das KI-Zentrum Schule gegründet werden wird. Das KI-Zentrum Schule wird vom Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) in Kooperation mit der Dieter-Schwarz-Stiftung getragen und am Heilbronner Innovationspark Künstliche Intelligenz (Innovation Park Artificial Intelligence, IPAI) verortet sein. Ziel ist es, dort gebündelt alles zu bearbeiten, was das Thema KI (Künstliche Intelligenz) und schulische Bildung betrifft – von der Beobachtung neuer Entwicklungen über die Reflexion der technischen wie didaktischen Möglichkeiten, die Fortbildung der Lehrkräfte bis hin zur praktischen Anwendung.

Pressemitteilung

Land koordiniert grenzüberschreitende Bevölkerungsschutzübung

Katastrophen und Krisenereignisse sind in den vergangenen Jahren für Staat und Gesellschaft zu einem zentralen und herausfordernden Thema geworden. Sie machen nicht an Landesgrenzen halt. Funktionierende Abstimmungsmechanismen über Ländergrenzen hinweg sind damit Voraussetzung für einen wirksamen Bevölkerungsschutz. Baden-Württemberg wird als erstes deutsches Bundesland eine internationale EU-Großübung, kurz „Magnitude“, koordinieren und gemeinsam mit Griechenland, Österreich, Schweiz und Frankreich die Folgen eines simulierten Erdbebenszenarios im Bereich des Oberrheins üben. Herzstück des baden-württembergischen Bevölkerungsschutzes ist ein starkes, breit aufgestelltes und engagiertes Ehrenamt – ein Vorbild für das die Landesregierung auch auf europäischer Ebene wirbt. Innenminister Thomas Strobl hat dem Ministerrat über „Magnitude“ berichtet.

Pressemitteilung vom 22. März 2024: Startschuss für EU-Großübung „Magnitude“

Land intensiviert Zusammenarbeit mit Rumänien und Moldau

Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Landwirtschaftsminister Peter Hauk und Europa-Staatssekretär Florian Hassler berichteten über ihre Delegationsreise, die vom 29. September bis 2. Oktober nach Rumänien und in die Republik Moldau führte. Ziel war es, die Zusammenarbeit im Donauraum auszubauen und ein Signal für die europäische Integration in der vom russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine besonders betroffenen Region zu setzen. Dazu hat die Landesregierung eine neue Gemischte Regierungskommission mit Moldau eingerichtet, in der Ministerien beider Länder künftig zusammenarbeiten werden. Zudem hat die Delegation aus Baden-Württemberg neue Kooperationen in der Landwirtschaft, zu Energiefragen und im Katastrophenschutz begründet und Projektförderungen im Rahmen der EU-Strategie für den Donauraum überreicht.

Corporate Design: Land hat ein neues Gesicht

Staatsminister und Chef der Staatskanzlei Dr. Florian Stegmann berichtete im Ministerrat über das neue Corporate Design des Landes. Baden-Württemberg hat ein neues Gesicht: Das von der Stuttgarter Agentur Strichpunkt entwickelte Corporate Design zeigt das Land, wie es ist: selbstbewusst, vielfältig, der Tradition und Innovation verpflichtet. Das Design-Portal des Landes lädt Nutzerinnen und Nutzer, aber auch die Öffentlichkeit dazu ein, den neuen Landesauftritt zu entdecken.

Meldung

Übersicht: Kabinettsberichte

Weitere Meldungen

Die Staufermedaille ist eine besondere, persönliche Auszeichnung des Ministerpräsidenten für Verdienste um das Land Baden-Württemberg.
Auszeichnung

Staufermedaille an Hubertus Nimsch

Landeskreditbank Baden-Württemberg
Jahresbilanz

L-Bank sieht hohen Bedarf an Unterstützung im Strukturwandel

Ein Messegast lässt sich eine so genannte ORC-Anlage erläutern.
Klimaschutz

Land fördert Energiefahrpläne für Unternehmen und Einrichtungen

Richter im Landgericht Stuttgart
Justiz

Neues KI-Werkzeug für effiziente Justizverfahren

Zitterpappel
Forst

Zitterpappel bereichert Wald und Bioökonomie

Ein Bauarbeiter schaut auf ein Gebäude, das als Testobjekt aus Recyclingbeton gebaut wird.
N!BBW

Neue Termine für Workshops „Nachhaltiges Bauen“

v.l.n.r.: Landespolizeipräsidentin Dr. Stefanie Hinz, Leitender Kriminaldirektor Ralf Keller, Polizeivizepräsident Ralf Keppler und Innenstaatssekretär Thomas Blenke MdL
Polizei

Neuer Polizeivizepräsident beim Polizeipräsidium Reutlingen

Absperrung auf einer Straße. Im Hintergrund eine Autobrücke.
Kommunaler Straßenbau

Land unterstützt Kommunen beim Umbau der Straßeninfrastruktur

Neubau Kollegiengebäude 1, Pädagogische Hochschule Freiburg, Birk Heilmeyer und Frenzel Architekten, Stuttgart
Holzbau

Klimafreundlich Bauen mit Holz

Ein Netzwerk-Kabelstecker leuchtet in der Netzwerkzentrale einer Firma zu Kontrollzwecken rot. (Bild: picture alliance/Felix Kästle/dpa)
Sicherheit

Strobl begrüßt Einigung zur Speicherfrist von IP-Adressen

Kernkraftwerk Philippsburg ohne Türme (Aufnahme vom 03.06.2020)
Kernkraft

Offene Rohrdurchführungen im Kernkraftwerk Philippsburg

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) und Tadeusz Matacz (rechts) stehen vor Fahnen und präsentieren die Verleihungsurkunde.
Auszeichnung

Ehrentitel Professor an Tadeusz Matacz

Renato Gigliotti
Polizei

Neue Leitung für das Polizeipräsidium Ravensburg

Ein Mitarbeiter von Kawasaki führt bei der Industriemesse Hannover Messe am Messestand von Microsoft die Überwachung und Steuerung einer Maschine mit einer AR-Brille (Augmented Reality) vor.
Industrielle Innovation

Baden-Württemberg auf der Hannover Messe 2026

Logo von Start up BW
Start-up BW

Auswahl für Start-up BW Pre-Seed steht