Wirtschaft

Hoffmeister-Kraut auf Delegationsreise in den Niederlanden

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Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut reist mit einer Delegation in die Niederlande, um neue Kooperationsfelder im Bereich der Wasserstoffwirtschaft zu identifizieren und eine Absichtserklärung über die weitere Zusammenarbeit zu unterzeichnen.

Mit einer rund 50-köpfigen Delegation reist Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut für zwei Tage nach Rotterdam, Den Haag und Eindhoven, um neue Kooperationsfelder im Bereich der Wasserstoffwirtschaft zu identifizieren.

Die Wirtschaftsministerin nimmt die Reise zum Anlass, um in Den Haag eine Absichtserklärung über die weitere Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Wirtschaft und Klima des Königreichs der Niederlande zu unterzeichnen. Damit sollen unter anderem in den Bereichen Quantentechnologie, Künstliche Intelligenz, nachhaltige Mobilität und Wasserstofftechnologie weitere gemeinsame Aktivitäten vorangebracht werden.

Die Niederlande und Baden-Württemberg ergänzen sich im Energiebereich

„Die Niederlande und Baden-Württemberg ergänzen sich im Energiebereich in ihrer Rolle als Produzenten und Exporteure von Wasserstoff beziehungsweise Importeure von Wasserstoff und Anbieter von Wasserstoff-Technologien hervorragend. Wir werden die Gespräche vor Ort nutzen, um weitere Kooperationsfelder im Bereich der Wasserstoffwirtschaft für die Unternehmen und Forschungseinrichtungen in Baden-Württemberg zu erschließen“, sagte Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut vor Reiseantritt.

Auf dem zweitägigen Programm stehen neben einem Besuch des Hafens in Rotterdam auch politische Gespräche und der Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern von Forschungseinrichtungen und Unternehmen in der wirtschaftsstarken niederländischen Provinz Nordbrabant rund um Eindhoven. Die Reise knüpft an die langjährigen erfolgreichen Wirtschaftsbeziehungen zwischen Baden-Württemberg und der Provinz Nordbrabant an. In Eindhoven sollen bei Besuchen des  Brainport Industries Campus und der Technischen Universität Eindhoven neue mögliche Kooperationsfelder im Bereich Künstliche Intelligenz, erneuerbare Energien und neue Mobilität ausgelotet werden.

„Es ist sehr wichtig, dass Baden-Württemberg und Nordbrabant ihre Zusammenarbeit durch neue gemeinsame Projekte weiter ausbauen und festigen. Wir verfügen über eine ähnlich starke Wirtschafts- und Infrastruktur und ergänzen uns daher hervorragend. Wir brauchen starke und verlässliche internationale Partner wie Nordbrabant damit uns der Transformationsprozess hin zu einer nachhaltigen und ressourcenschonenden Wirtschaft gelingt“, betonte die Ministerin.

Die Niederlande ist einer der wichtigsten Wirtschaftspartner

Die Niederlande sind für Baden-Württemberg seit Jahren einer der wichtigsten Wirtschaftspartner in der Europäische Union. Im Jahr 2022 wurden Waren im Wert von 16,92 Milliarden Euro von Baden-Württemberg in die Niederlande exportiert. Der Export konnte im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent gesteigert werden. Die Niederlande liegen damit an fünfter Stelle der Exportstatistik. Wichtigste Ausfuhrgüter sind pharmazeutische Erzeugnisse, elektronische und optische Erzeugnisse (zum Beispiel TRUMPF-Laser für ASML) sowie Maschinen.

Beim Import liegt die Niederlande im Jahr 2022 ebenfalls auf dem fünften Platz in der Handelsstatistik. Im Jahr 2022 wurden aus den Niederlanden Waren im Wert von 14,09 Milliarden Euro importiert. Dies bedeutet ein Plus von zwölf Prozent. Bei den Importen handelt es sich zum Großteil um pharmazeutische Erzeugnisse, Nahrungs- und Futtermittel sowie chemische Erzeugnisse.

Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien wichtig für Klimaschutz

Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien spielen eine entscheidende Rolle für das Erreichen der Klimaschutzziele in verschiedenen Sektoren, im Transformationsprozess des Industrie- und Technologiestandortes aber auch zur mittelfristigen Diversifizierung des Energiesystems. In der Wasserstoff- und Brennstoffzellenindustrie in Baden-Württemberg könnte 2030 ein Umsatz von bis zu neun Milliarden Euro entstehen.

Wesentliche Anknüpfungspunkte stellen hierbei die Wasserstoffstrategie des Landes Baden-Württemberg und die bei der Landesagentur e-mobil Baden-Württemberg angesiedelte Plattform H2BW dar. Darüber hinaus bietet das ebenfalls von der e-mobil Baden-Württemberg koordinierte Cluster Brennstoffzelle Baden-Württemberg wichtige Anknüpfungspunkte für die Kooperation mit Akteuren aus Wirtschaft und Wissenschaft.

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