Auslandsreise

Staatssekretär Rapp reist nach Barcelona

Staatssekretär Dr. Patrick Rapp

Die enge Partnerschaft mit Katalonien steht im Fokus einer zweitägigen Barcelona-Reise von Wirtschaftsstaatssekretär Patrick Rapp. Neben politischen Gesprächen stehen Besuche einer deutschen Auslandsberufsschule und eines Kongresses auf dem Programm.

Rund einen Monat nach der Reise des Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann brach Dr. Patrick Rapp, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, am Sonntag, 5. November 2023, erneut nach Barcelona auf, um die enge wirtschaftliche Partnerschaft mit der spanischen Region Katalonien weiter auszubauen.

„Mit dem wirtschaftsstarken Katalonien verbinden uns in Baden-Württemberg ein reger Handel sowie eine enge politische Partnerschaft“, sagte Staatssekretär Rapp vor seiner Abreise und fügte hinzu: „Im Netzwerk der ‚Vier Motoren für Europa‘ pflegen wir seit 35 Jahren partnerschaftliche Kontakte nach Katalonien.“

Gemeinsame Zukunftsthemen standen auf der Agenda bei einem Gespräch zwischen Staatssekretär Rapp und dem katalanischen Minister für Wirtschaft und Arbeit, Roger Torrent i Ramió. Während des Austausches betonte Rapp die Potentiale für eine vertiefte Zusammenarbeit, beispielsweise im Bereich der Künstlichen Intelligenz: „Bei wichtigen Transformationsthemen müssen wir in Europa den Schulterschluss suchen mit anderen wirtschafts- und forschungsstarken Regionen. Katalonien ist eine solche Region.“ Erst Ende Oktober konnte sich eine katalanische Delegation bei einem Besuch in Baden-Württemberg ein Bild von Leuchtturmprojekten im Bereich der Künstliche Intelligenz machen.

Besuch bei deutscher Auslandsberufsschule

Um Herausforderungen wie die Transformation zu einer digitalen und nachhaltigen Wirtschaft zu schaffen, braucht Europa beruflich qualifizierte Fachkräfte in ausreichender Zahl. Staatssekretär Rapp informierte sich daher am Montag, 6. November 2023, über die Arbeit der fedaEDU German Business School, einer von nur wenigen deutschen Auslandsberufsschulen. Rapp sagte nach dem Besuch: „Die fedaEDU German Business School leistet einen wichtigen Beitrag zur Ausbildung der Fachkräfte von morgen. Davon konnte ich mich im Gespräch mit der Schulleitung, dem Schulvorstand sowie Ausbildungsbetrieben überzeugen.“ Bereits seit 1980 bildet die fedaEDU in Barcelona nach dem Prinzip der deutschen dualen Berufsausbildung, in Zusammenarbeit mit dort niedergelassenen deutschen sowie spanischen oder österreichischen Unternehmen, Fachkräfte im kaufmännischen Bereich aus.

Am Dienstag, 7. November 2023, besucht Staatssekretär Patrick Rapp den Smart City Expo World Congress. An einem von Baden-Württemberg International (bw_i) organisierten Firmengemeinschaftsstand stellen dort 13 Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Kommunen ihre Lösungen für zukünftige Stadtentwicklungen vor.

Wirtschaftsbeziehungen zwischen Baden-Württemberg und Spanien

Deutsche Unternehmen prägen zum Teil seit Jahrzehnten die spanische Wirtschaft mit. Besonders hohe Wertschöpfung generierten sie bei Maschinen, Transportmitteln, elektrischen und elektronischen Ausrüstungen sowie chemischen und pharmazeutischen Erzeugnissen.

Baden-Württembergs Exporte nach Spanien beliefen sich im Jahr 2022 auf 6,54 Milliarden Euro. Das bedeutet ein Plus gegenüber dem Vorjahr von 2,6 Prozent. Wichtigste Exportgüter sind Maschinen, Kraftwagen und Kraftwagenteile und pharmazeutische Erzeugnisse. Spanien steht damit auf Platz 11 der wichtigsten Exportländer Baden-Württembergs (2020: Rang 12).

Die Importe aus Spanien betrugen circa 4,66 Milliarden Euro. Hier handelt es sich zum Großteil um Erzeugnisse aus Landwirtschaft und Jagd und Maschinen, sowie Kraftwagen und Kraftwagenteile. Bei den Importländern Baden-Württembergs belegt Spanien unverändert Rang 14.

„Vier Motoren für Europa“

Das Netzwerk der „Vier Motoren für Europa“ wurde 1988 gegründet. Die Lombardei (Italien), Katalonien (Spanien), Auvergne-Rhône-Alpes (Frankreich) und Baden-Württemberg bündeln ihre Interessen als vier wirtschafts- und forschungsstarke Regionen in der Europäischen Union. Sie verstehen ihre Kooperation als einen Beitrag zur Entwicklung eines Europas der Regionen.

Die turnusgemäße baden-württembergische Präsidentschaft in den „Vier Motoren für Europa“ im Jahr 2023 steht unter dem Leitthema „Neue wirtschaftliche Perspektiven: Transformation als Chance für die Zukunftsfähigkeit unserer Regionen“. Das Gelingen der Transformation in der Wirtschaft und in der Gesellschaft ist für die Sicherung des Wachstums und des zukünftigen Wohlstands der vier Regionen essentiell. Dabei sieht Baden-Württemberg die wirtschafts- und forschungsstarken Regionen der „Vier Motoren für Europa“ mit ihrer großen Innovationsstärke als besonders gut aufgestellt an, um die notwendigen Transformationsprozesse aktiv voranzubringen.

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Gruppenfoto zur 142. Bauministerkonferenz in Baden-Baden. Erste Reihe v.l.: Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, Nicole Razavi, Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen des Landes Baden-Württemberg, Klara Geywitz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, und Karen Pein, Senatorin der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen der Freien und Hansestadt Hamburg. Zweite Reihe v.l.: Christian Bernreiter, Staatsminister im Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, Dr. Sabine Sütterlin-Waack, Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein, Susanna Karawanskij, Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft des Freistaats Thüringen, Özlem Ünsal, Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung der Freien Hansestadt Bremen, Dr. Lydia Hüskens, Ministerin für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt, und Felix Edlich, Abteilungsleiter im Ministerium für Finanzen Rheinland-Pfalz. Dritte Reihe v.l.: Christian Pegel, Minister für Inneres, Bau und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern, Christian Gaebler, Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen des Landes Berlin, Uwe Schüler, Staatssekretär Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg, Jens Deutschendorf, Staatssekretär für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen des Landes Hessen, Reinhold Jost, Minister für Inneres, Bauen und Sport des Saarlandes, Thomas Schmidt, Staatsminister für Regionalentwicklung Sachsen.
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