Soziales

Förderprogramm des Europäischen Sozialfonds Plus genehmigt 

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Mitarbeiter einer Behindertenwerkstatt fertigen Aufsteller für Plakate. (Foto: © dpa)

218 Millionen Euro fließen im Rahmen des Programms des Europäischen Sozialfonds Plus für die Förderperiode 2021 bis 2027 nach Baden-Württemberg. Mit den Fördermitteln sollen die Beschäftigungs- und Bildungschancen der Menschen im Land verbessert werden.

Die Kommission der Europäischen Union hat am 31. Mai 2022 das rund 218 Millionen Euro umfassende Programm des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) in der Förderperiode 2021 bis 2027 für Baden-Württemberg genehmigt. Die Mitgliedstaaten der EU erhalten diese Fördermittel, um vor Ort Projekte zu unterstützen. Diese sollen den Menschen helfen, wieder in Arbeit oder Ausbildung zu kommen oder in Arbeit zu bleiben. Ziel des ESF Plus ist es, Europa sozialer sowie inklusiver zu gestalten und die europäische Säule sozialer Rechte umzusetzen. Dadurch sollen gleiche Rechte und gleiche Chancen für alle geschaffen werden.

218 Millionen Euro fließen ins Land

„Der ESF Plus zeigt, wie auch Baden-Württemberg ganz konkret von Europa profitiert“, sagte Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha am 1. Juni 2022. „Mit den 218 Millionen Euro verbessern wir die Beschäftigungs- und Bildungschancen der Menschen im Land. Die Förderung hilft zum Beispiel, den Wechsel junger Menschen von der Schule in den Beruf zu stärken, erwerbsfähige Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren oder Beschäftigte durch Qualifizierungen fit für die Zukunft zu machen.“

Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut ergänzte: „Berufliche Qualifizierung ist der Schlüssel für die erfolgreiche Transformation unserer Wirtschaft. Gleichzeitig eröffnet sie Menschen neue Zukunftschancen – gerade auch Menschen ohne Berufsabschluss oder älteren Menschen. Lebenslanges Lernen und eine kontinuierliche Weiterbildung sind wichtige Erfolgsfaktoren für die Unternehmen und Beschäftigte. Insbesondere Beschäftigten in kleineren Unternehmen bieten Qualifizierungen die Möglichkeit, ihre Kompetenzen flexibel anzupassen und sich leistungsfähig aufzustellen. Die Mittel der EU leisten hier einen wertvollen Beitrag für Baden-Württemberg.“

Regionale ESF-Förderung

Mit der aktuellen ESF-Förderung werden darüber hinaus auch neue Akzente gesetzt, wie etwa bei der Unterstützung von Frauen mit Gewalterfahrung, Maßnahmen gegen Jugendarmut oder im Bereich akademischer Weiterbildungsangebote. Zudem wird das bewährte und erfolgreiche Modell der regionalen ESF-Förderung weitergeführt. Damit können die regionalen ESF-Arbeitskreise – die Expertengremien auf Ebene der Stadt- und Landkreise – auch künftig einen Großteil der ESF-Plus-Mittel vor Ort genau dort einsetzen, wo der Bedarf am größten ist.

Bereits seit Januar 2022 laufen über 300 zentrale und regionale Fördermaßnahmen des Programms, sodass vielen Trägern und Unternehmen ein nahtloser Übergang zwischen den Förderperioden ermöglicht werden konnte.

Seit 1957 stellt die EU den Mitgliedstaaten Mittel zur Verfügung, um die Beschäftigungs- und Bildungschancen zu verbessern.

Der Europäische Sozialfonds Plus (ESF Plus) ist auch in der neuen Förderperiode 2021 bis 2027 das wichtigste Finanzierungs- und Förderinstrument der EU für Investitionen in Menschen – unter dem Motto „Investitionen in Beschäftigung und Wachstum“.

Zum Januar 2022 gestartete und zentral geförderte Aufrufe und Programme

In der regionalen Förderung, die selbstständig in den Stadt- und Landkreisen Baden-Württembergs durch die regionalen Arbeitskreise umgesetzt wird, sind zum Januar 2022 insgesamt bereits rund 140 Projekte gestartet – mit dem Fokus auf besonders arbeitsmarktferne Personen und benachteiligte junge Menschen.

ESF Plus – Förderperiode 2021 bis 2027

Weitere Meldungen

Zulieferertag 2026
Automobilwirtschaft

Wie Automobilzulieferer wettbewerbsfähig bleiben wollen

Ein Windrad dreht sich bei Herbolzheim vor einem Strommast.
Energieversorgung

Task Force soll Ausbau des Stromnetzes beschleunigen

Start-up BW Local
Gründungsförderung

Auszeichnung für 23 Kommunen und Kommunalverbünde

Ein Basketball liegt auf dem Boden einer Turnhalle.
Schulsport

Erfolgreiche Schulsportmannschaften geehrt

Delegationsreise China
Außenwirtschaft

Dörflinger auf Delegationsreise in China

Gruppenfoto der 54. Sportministerkonferenz. V.l.: Klaus Zimmermann, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Olaf Bull, Staatsrat beim Senator für Inneres und Sport in Bremen, Stefan Gruhner, Chef der Staatskanzlei und Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport und Ehrenamt, Florian Birkmeyer, Ministerialdirektor im Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien des Landes Rheinland-Pfalz, Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Reinhold Jost, Minister für Inneres, Bauen und Sport im Saarland, Franziska Becker, Staatssekretärin für Inneres und Sport in Berlin, Nils Thiede, Leiter der Abteilung Jugend, Familie und Sport im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern, Sandro Kirchner, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, Magdalena Finke, Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein, Ulf Bandiko, Amtschef im Ministerium des Inneren und Sport von Sachsen, Theresa Schopper, die für den Sport zuständige Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg und Vorsitzende der Sportministerkonferenz, Daniela Behrens, Ministerin für Inneres und Sport von Niedersachsen, Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Diana Stolz, hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, Andy Grote, Senator für Inneres und Sport in Hamburg, und Ronald Rauhe, Staatsminister für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt.
Sportministerkonferenz

Mehr Bewegung für Kinder und Jugendliche in Deutschland

Ein Prüfstandshandwerker begutachtet am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt ein Raketen-Triebwerk
Förderung

9,7 Millionen Euro für Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Forschende im Forschungszentrum M3 des Universitätsklinikums Tübingen
Bundesrat

Bundesrat ändert Wissenschaftsfreiheitsgesetz

Eröffnung der Wanderausstellung der IBA'27 in der baden-württembergischen Landesvertretung in Berlin
Städtebau

IBA’27-Ausstellung in Berlin eröffnet

Schülerinnen mit Smartphones
Internet

Junge Menschen im Umgang mit Gefahren im Netz stärken

Vertragsunterzeichnung "Programm Flächendeckung" beim BMDS
Digitalisierung

Digitale Verwaltungsleistungen in die Fläche bringen

von links nach rechts: Gerald Knaus, Staatssekretär Siegfried Lorek, Birgit Sippel, Dr. Thomas Gutschker
Migration

Lorek fordert stärkere Positionierung der EU in der Migrationspolitik

Eine Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) sitzt auf einem Finger und sticht zu.
Gesundheitsschutz

Kein erhöhtes Risiko wegen West-Nil-Virus

Schematische Darstellung von CCS-Prozessen zur on-shore-Speicherung (links) und off-shore-Speicherung (rechts).
Klimaschutz

Bürgerforum zur CO2-Speicherung

In einer Wohngemeinschaft sitzen Studierende um den Küchentisch und unterhalten sich (Bild: © dpa).
Wohnraumförderung

Land fördert im Neubau bundesweit die meisten Wohnheimplätze