Strahlenschutz

Ergebnisse des Radon-Messprogramms

Die Ergebnisse des ersten Radon-Messprogramms zeigen: In einem Drittel der untersuchten Gebäude in den Vorranggebieten im Schwarzwald treten erhöhte Werte des radioaktiven Gases auf.

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Das Flügelrad für Radioaktivität ist auf einer sogenannte Ringleitung für hochkonzentriertes Radon zu sehen.
Symbolbild

Das natürlich vorkommende radioaktive Gas Radon ist in Gebäuden ein Gesundheitsrisiko und kann Lungenkrebs verursachen. Das Umweltministerium hat mit dem Radon-Messprogramm die Möglichkeiten geschaffen, die persönliche Radonsituation zu überprüfen und einen besseren Überblick über die Verbreitung zu bekommen. Damit unterstützt das Ministerium die Bevölkerung beim Strahlen- und Gesundheitsschutz.

Ein Drittel der untersuchten Gebäude in Vorsorgegebieten betroffen

29 Gemeinden im mittleren und südlichen Schwarzwald wurden auf Grund einer Vorhersage des Bundesamtes für Strahlenschutz und des Uranvorkommens als Vorsorgegebiete ausgewiesen. Diese liegen in den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald, Lörrach, Ortenau, Rottweil, Schwarzwald-Baar und Waldshut. Hier wurden in gut einem Drittel aller durch das Messprogramm untersuchten Gebäude Radonwerte oberhalb des Referenzwertes gemessen. Das bedeutet, in mindestens einem Raum wurde der Referenzwert von 300 Becquerel Radon pro Kubikmeter Raumluft überschritten.

„Die Ergebnisse unseres Messprogramms machen deutlich: Das radioaktive Gas Radon ist weiter verbreitet als bisher bekannt. Da Radon und die gesundheitlichen Risiken kaum wahrgenommen werden, ist unser Messprogramm ein wichtiger Schritt, auf das Thema aufmerksam zu machen“, betont Umweltstaatssekretär Dr. Andre Baumann. „Wer seine Radonsituation kennt, kann sich schützen.“ 

Landesweit knapp 15 Prozent der untersuchten Gebäude betroffen

2023 hat das Umweltministerium das Radon-Innenraummessprogramm mit kostenlosen Messdosen gestartet. Das Interesse war sehr groß. Nach wenigen Tagen waren die Anmeldekapazitäten erschöpft. Daraufhin haben rund 1600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ganz Baden-Württemberg über ein Jahr die Radonsituation in ihrem Wohngebäude überprüft. Landesweit zeigen die Messungen in knapp 15 Prozent der untersuchten Gebäude eine erhöhte Radonbelastung.

Zweite Messkampagne gestartet

Aufgrund des hohen Interesses startete das Umweltministerium eine zweite Messkampagne, die aktuell noch läuft. Hieran beteiligen sich rund 2400 Personen. Messungen sind vor allem im Keller- und Erdgeschoss wichtig. Messdosen sind jenseits des Messprogramms auch bei den vom Bundesamt für Strahlenschutz anerkannten Messstellen erhältlich. Die Kosten liegen bei circa 25 bis 30 Euro pro Messdose inklusive Auswertung.

Bürgerinnen und Bürger können auf Basis der Messergebnisse Maßnahmen zum Schutz vor Radon ergreifen. Die einfachste Maßnahme ist gutes Lüften. Außerdem hilft es, Risse oder andere Undichtigkeiten, durch die Radon in Häuser gelangt, durch bauliche Maßnahmen zu schließen.

Weitere Informationen gibt es bei der Radonberatungsstelle des Landes Baden-Württemberg und beim Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft.

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