Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 19. Dezember 2023

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Die Kabinettsmitglieder sitzen am Kabinettstisch der Villa Reitzenstein.

Das Kabinett hat eine weitere Entlastung der Universitätsklinken beschlossen und das Wohnraumprogramm für Geflüchtete verlängert. Weitere Themen waren die Weiterbildungsoffensive und die Aktive Ansiedlungsstrategie des Landes.

Land entlastet weiterhin die Universitätsklinken

Die vier Universitätsklinika des Landes – Freiburg, Heidelberg, Tübingen und Ulm – sind als Maximalversorger durch die Nachwirkungen der Corona-Pandemie besonders belastet. Das Kabinett hat deshalb am Dienstag, 19. Dezember 2023, beschlossen, die Laufzeit der Hilfen aus der Rücklage für Haushaltsrisiken zu verlängern und die Liquidität der Kliniken zu sichern. Auch bei den Energiepreissteigerungen für das Jahr 2023 sollen die Universitätsklinken entlastet werden. Das Land wird ebenso wie bei den Universitäten bis zu 80 Prozent dieser Mehrkosten ausgleichen.

Wohnraumprogramm für Geflüchtete wird verlängert

Der Ministerrat hat entschieden, dass das Förderprogramm „Wohnraum für Geflüchtete“ bis zum 31. Dezember 2024 verlängert wird. Im September 2022 wurde dieses Förderprogramm mit insgesamt 80 Millionen Euro ausgestattet. Das Förderprogramm bezuschusst Maßnahmen zur Schaffung neuen Wohnraums für Geflüchtete in den Städten und Gemeinden des Landes. Diese können bei der L-Bank entsprechende Förderanträge stellen. Im kommenden Jahr können die verbleibenden circa 14,5 Millionen Euro weitergenutzt werden.

Weiterbildungsangebote des Landes zentral gebündelt

Weiterbildung ist ein zentraler Schlüssel in der Transformation. Im Ausbau von Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen steckt ein großes Fachkräftepotenzial. Baden-Württemberg hat daher 2021 als erstes Bundesland eine landesweite Weiterbildungsoffensive gestartet. Das Land nimmt dazu 40 Millionen Euro bis Ende 2025 zusätzlich in die Hand. Am Dienstag befasste sich das Kabinett mit dem Fortschrittsbericht über die Umsetzung. Seit dem Start der Initiative konnte das Land viele erfolgreiche neue Weiterbildungsmaßnahmen umsetzen. Erstmals gibt es seit diesem Sommer einen zentralen Zugang zu allen Weiterbildungsmaßnahmen des Landes und ein individuelles Beratungstool auf der neuen Landing Page „THE CHÄNCE“. Dort werden alle Angebote des Landes in Sachen Weiterbildung vernetzt.

Aktive Ansiedlungsstrategie: Land verbessert Service für potentielle Investoren

Der Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg steht vor großen Herausforderungen: Die Wirtschaft transformieren, im internationalen Wettbewerb um Zukunftstechnologien mithalten, um Flächen konkurrieren und die Erneuerbaren Energien ausbauen sind dabei zentrale Schlagworte. Die Aktive Ansiedlungsstrategie des Landes ist eine weitere Maßnahme zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts. Der Ministerrat hat sich am Dienstag mit ihrem Umsetzungsstand befasst. Das Land möchte sich im Wettbewerb um die Erweiterung und Ansiedlung von Unternehmen stärker aufstellen und den Service für potenzielle Investoren weiter verbessern. Dafür wurde die Landesagentur Baden-Württemberg international (BW_i) zu einem zentralen Ansprechpartner ausgebaut. Darüber hinaus wurde die Beratungsagentur OCO Global mit einer sogenannten Potentialanalyse beauftragt. Die Analyse zeigt auf, in welchen Branchen, Technologiefeldern sowie Staaten, sich für Baden-Württemberg das größte Ansiedlungspotential ergibt. Diese liegen beispielsweise in den Branchen Green Tech sowie in der Informations- und Kommunikations-Technik. Darüber hinaus in der Gesundheits- und Automobilwirtschaft. Zu den relevantesten Staaten zählen beispielsweise die USA, die Schweiz, Frankreich und auch die Niederlande.

Weitere Meldungen

Windräder stehen während des Sonnenaufgangs auf einem Feld.
Erneuerbare Energien

Schnellere Genehmigungen für Windkraft-Anlagen durch Digitalisierung

Wappen von Baden-Württemberg auf dem Ärmel einer Polizeiuniform. (Bild: Innenministerium Baden-Württemberg)
Polizei

333 bestens ausgebildete Polizisten verstärken die Polizei

Staatssekretär Dr. Patrick Rapp
Wirtschaft

Land präsentiert sich auf Messe für Sicherheit und Verteidigung

Der Ladestecker eines elektrisch betriebenen Renault ZOE (Bild:© dpa)
Elektromobilität

Elektro-Carsharing für 66 Standorte

Im Energiepark Mainz ist der verdichtete grüne Wasserstoff aus einem Elektrolyseur in Tanks gelagert.
Wasserstoff

Förderung der regionalen Erzeu­gung von Wasserstoff geht weiter

Ein Beratungsgespräch. (Bild: Roland Weihrauch / dpa)
Soziales

4,3 Millionen Euro für Weiter­bildung von Langzeitarbeitslosen

Polizeistreife bei Verkehrsunfall
Verkehrssicherheit

Jahresbilanz 2025 des Verkehrswarndienstes

Gruppenbild Teilnehmer Podiumsdiskussion
Wissenschaft

Widerstandskraft von Wissenschaft stärken

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Künstliche Intelligenz

Baden-Württemberg drängt auf praktikable KI-Regeln

Ein Bauarbeiter schaut auf ein Gebäude, das als Testobjekt aus Recyclingbeton gebaut wird.
N!BBW

Termine für Workshops zum nachhaltigen Bauen

In Westen gekleidete Polizisten stehen in Reutlingen. (Bild: picture alliance/Silas Stein/dpa)
Sicherheit

Baden-Württemberg ist und bleibt sicher

Landschaft von oben im Neckar-Odenwald-Kreis
Ländlicher Raum

Flurbereinigung in Ravenstein bedeutet Fortschritt und Zukunft

Logo der Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg
Wirtschaft

„Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg“ wird fortgesetzt

Symbolbild: Bewohner des Mehrgenerationenhauses in Überlingen stehen auf Balkonen.
Städtebauförderung

Nichtinvestive Städtebau­förderung 2026 startet

Eine Rötelmaus (Clethrionomys glareolus) im Schnee (Bild: © dpa).
Landwirtschaft

Pragmatischer Umgang bei der Bekämpfung von Schadnagern