Digitalisierung

Threema wird Teil der Digitalen Bildungsplattform

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Ein Smartphone wird bedient. (Foto: dpa)

Der Instant Messenger Threema ist der erste neue Baustein der Digitalen Bildungsplattform im Echtbetrieb. Der Messengerdienst soll Kommunikation und Abstimmungsprozesse im Lehrerkollegium und damit den Ablauf des Schulalltags erleichtern.

Das Coronavirus hat die Bedeutung des Digitalen auch im Schulalltag noch einmal hervorgehoben. Der Rollout des Lernmanagementsystems Moodle an die Schulen gleich zu Beginn der Pandemie war ein wichtiger Schritt, um die Lehrerinnen und Lehrer beim digitalen Fernunterricht zu unterstützen. Das Bereitstellen des datenschutzkonformen Videokonferenztools Big Blue Button (BBB) hat diesen weiter optimiert. Und das frühzeitige Zurverfügungstellen des Instant Messengers Threema hat dann auch die Kommunikation an den Schulen erleichtert. Dies zeigt sich nun wieder im neuen Schuljahr, in dem der sichere Messengerdienst nach der abgeschlossenen Ausschreibung mit einem Volumen von einer Million Euro nun auch den Zuschlag als Teil der Digitalen Bildungsplattform erhalten hat. Der Messenger ist damit offiziell deren erster neuer Baustein im Echtbetrieb.

Threema überzeugt im Pilotprojekt und in der Pandemie

„Threema hat uns und unsere Lehrerinnen und Lehrer im Pilotprojekt sowie in der Corona-Pandemie überzeugt. Das bestätigen die vielen positiven Rückmeldungen“, sagt Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann und ergänzt: „Mit dem Messengerdienst wollen wir die Kommunikation sowie Abstimmungsprozesse im Kollegium und damit den Ablauf des Schulalltags erleichtern. Das ist ein großer Gewinn, und es freut mich, dass wir in Baden-Württemberg hier Vorreiter sind.“

Das sieht auch Rektor Roman Kron von der Realschule Markgröningen so, der zudem die Begleitmaterialien, die den Lehrkräften über das Landesmedienzentrum zu Verfügung stehen, lobt: „An unserer Schule sind alle Kolleginnen und Kollegen bei Threema angemeldet. Wenn ich eine Info für das Kollegium habe, erreiche ich über den Messenger also alle schnell und leicht. Der Dienst ist eine unglaubliche Erleichterung für mich.“ Die Kommunikation über Threema schaffe zudem Momente, in denen auch die Kollegialität gefördert wird, denn neben dienstlichen kursieren mitunter auch private Nachrichten unter den Kolleginnen und Kollegen: „Ich kann nur empfehlen, den Messenger zu nutzen. Er ist datenschutzkonform und kostet nichts. Das ist doch top.“

Schnell und niederschwellig kommunizieren

Dass Threema die datenschutzrechtlichen Anforderungen an einen Messenger für Lehrkräfte erfüllt, hat der baden-württembergische Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit bestätigt. Die Anwendung liefert den Lehrerinnen und Lehrern dabei die Möglichkeit, sich schnell und niederschwellig mittels Nachrichten auszutauschen. Somit kann die Schulleitung Threema beispielsweise als Infokanal für das gesamte Kollegium nutzen, Absprachen in Fachgruppen sind genauso möglich wie das Abfragen von Stimmungsbildern oder die verschlüsselte Audio- und Videotelefonie. Auch Dateien können verschickt werden. Zudem sind die landesweite Verwaltung und ein automatisierter Abruf der Lizenzen möglich.

Mit dem vorgezogenen Bereitstellen von Threema während der Schulschließungen hat der Abruf der Anwendung stark angezogen. Mittlerweile nutzen knapp 20.000 Lehrkräfte in Baden-Württemberg den Messengerdienst. Dieser hat aber nicht nur kurzfristig während der Corona-Pandemie geholfen, sondern die sichere und einfache digitale Kommunikation wird alle Beteiligten auch im Normalbetrieb der Schulen unterstützen. Eine Vereinbarung zwischen Lehrkraft und Schülern sowie das Einverständnis der Eltern vorausgesetzt, kann Threema auch für diese Kommunikation genutzt werden. Dafür können die Schulen sogenannte Threema Work Education Lizenzen für ihre Schülerinnen und Schüler zu den gleichen Konditionen wie das Kultusministerium beschaffen. Oder sie können bereits vorhandene Threema Apps verwenden.

Threema will Quellcode vollständig offenlegen

Threema hat mittlerweile angekündigt, den Quellcode der Threema-Apps vollständig offenzulegen und reproduzierbare Builds zu ermöglichen, also Open Source zu werden. Das erlaubt jedermann, die Sicherheit und Funktionsweise von Threema selbst zu überprüfen und zu verifizieren, dass der veröffentlichte Quellcode mit der installierten App übereinstimmt.

Kultusministerium: Aktuelles Kurzinterview mit Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann zum Messengerdienst

Kultusministerium: Gespräch mit Roman Kron, Schulleiter der Realschule Markgröningen

Kultusministerium: Messenger für Lehrkräfte

Landesmedienzentrum: Mit Threema Work arbeiten

Kultusministerium: Digitale Bildungsplattform

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