Gleichstellung

Förderaufruf für Kontaktstelle Frau und Beruf in der Region Neckar-Alb

Das Land hat einen Förderaufruf zum Betrieb der Kontaktstelle Frau und Beruf in der Region Neckar-Alb veröffentlicht. Interessierte Organisationen können bis 15. August 2025 Förderanträge einreichen.

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Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg hat einen Förderaufruf zum Betrieb einer Kontaktstelle Frau und Beruf in der Region Neckar-Alb ab 1. Januar 2026 bis 31. Dezember 2027 veröffentlicht.

„Der Fachkräftebedarf im Land ist in vielen Branchen weiterhin hoch. Um ihn zu decken, brauchen wir alle Talente von Frauen und Männern. Unterstützungs- und Beratungsangebote für Frauen, Familien und Unternehmen sind daher wichtiger denn je. Hier leisten die Kontaktstellen Frau und Beruf im Land eine wichtige Arbeit. Für die Kontaktstelle Frau und Beruf in der Region Neckar-Alb suchen wir ab 2026 einen neuen Träger und freuen uns über kompetente Bewerbungen“, sagte Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut anlässlich des Förderaufrufes.

Angebote der Kontaktstellen

Obwohl immer mehr Frauen erwerbstätig sind, bestehen nach wie vor deutliche Unterschiede in den Erwerbsmustern und Erwerbsverläufen von Frauen und Männern. So zeigen sich bei den Frauen nach wie vor ein eingeschränktes Berufswahlspektrum und eine Konzentration auf Berufsfelder wie Erziehung, Pflege, Gesundheit und kaufmännische Berufe. Zudem unterbrechen Frauen häufiger ihre Berufstätigkeit und arbeiten oft in Teilzeit. Die Arbeitsmarktintegration und Erwerbsbeteiligung von Frauen mit Migrationshintergrund und -geschichte ist deutlich geringer als die der Frauen ohne Migrationserfahrung. An all diesen Punkten setzen die Kontaktstellen mit ihren Angeboten an.

„Die Kontaktstellen Frau und Beruf sind zentrale Anlaufstellen für Frauen beim Einstieg, Wiedereinstieg, bei der beruflichen Orientierung, Aufstieg und Existenzgründung. Sie sind ein wichtiges Bindeglied zwischen den weiblichen Fachkräften und der regionalen Wirtschaft. Ein grundlegendes Ziel der baden-württembergischen Wirtschaftspolitik ist es, die Chancengleichheit und Integration in den Arbeitsmarkt weiter zu unterstützen und auszubauen. Dazu leisten die Kontaktstellen einen wesentlichen Beitrag und wir möchten dieses Angebot auch in Zukunft in der Region Neckar-Alb aufrechterhalten“, führte Hoffmeister-Kraut weiter aus.

Einsendeschluss für Förderanträge

Interessierte Organisationen können bis 15. August 2025 Förderanträge beim Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus einreichen. Dort werden auch alle Förderbedingungen und die Antragsdokumente bereitgestellt. 

Landesprogramm Kontaktstellen Frau und Beruf

Das Landesprogramm Kontaktstellen Frau und Beruf besteht seit 1994 und leistet einen wichtigen und nachhaltigen Beitrag zur Erschließung des Fachkräftepotenzials von Frauen und zur Förderung der Gleichstellung von Frauen im Beruf. Basis des Landesprogramms Kontaktstellen Frau und Beruf ist der Beschluss des Ministerrats vom 17. Januar 1994 zur „Konzeption zur Errichtung von Kontaktstellen Frau und Beruf“.

Die Ziele des Landesprogramms sind:

  • die Erschließung des Fachkräftepotenzials von Frauen für die Wirtschaft,

  • Gleichstellung und gleichberechtigte Teilhabe von Frauen am Erwerbsleben

  • qualifizierte Beschäftigung, finanzielle Absicherung und ökonomische Eigenständigkeit

  • Integration von Migrantinnen in den Arbeitsmarkt

  • die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Sorgearbeit.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus fördert derzeit im Rahmen des Landesprogramms Kontaktstellen Frau und Beruf neun Beratungseinrichtungen bei zehn unterschiedlichen Trägern sowie eine Service- und Koordinierungsstelle. Zentrale Aufgabe der Kontaktstellen ist es, die erfolgreiche berufliche Integration und Entwicklung von Frauen durch ein verlässliches, niederschwelliges und ganzheitliches Beratungs- und Informationsangebot zu unterstützen.

In der Wirtschaftsregion Neckar-Alb gibt es seit 1994 eine Kontaktstelle Frau und Beruf, die bisher durch die Volkshochschule getragen wurde und zum Jahresende ausläuft.

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