Corona-Pandemie

Dank an Schulen, Kitas und Kindertagespflege

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Angehende Konditorenmeister und Konditormeisterinnen nehmen am Unterricht in der Gewerblichen Schule Im Hoppenlau teil. (Bild: © picture alliance/Marijan Murat/dpa)

Zum Start der Sommerferien hat Kultusministerin Susanne Eisenmann den Schulen, Kitas und der Kindertagespflege für ihren unermüdlichen Einsatz während der Corona-Pandemie gedankt.

An diesem Donnerstag, 30. Juli 2020, beginnen für etwa 1,5 Millionen Schülerinnen und Schüler die Sommerferien, für ungefähr 137.000 Lehrerinnen und Lehrer startet die unterrichtsfreie Zeit. Auch bei den mehr als 9.000 Kitas und in der Kindertagespflege startet nun die verdiente Sommerpause. „Es ist bemerkenswert, was Schul- und Kitaleitungen, Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher, Schülerinnen, Schüler und die Kleinsten der Gesellschaft sowie deren Eltern in den vergangenen Monaten geleistet haben“, sagt Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann und betont: „Dafür möchte ich meinen aufrichtigen Dank aussprechen. Alle aus der Bildungsgemeinschaft haben mitgeholfen, dass wir bisher einigermaßen ordentlich durch die Pandemie gekommen sind.“

Infektionsschutz hat weiter höchste Priorität

Die Corona-Pandemie hat im zurückliegenden Schul- und Kitajahr alle Planungen über den Haufen geworfen und den am Schul- und Kitaleben Beteiligten viel Improvisationskunst abverlangt. „Ich wünsche allen einen schönen und gesunden Sommer. Vielen Dank für das außerordentliche Engagement. Erholt Euch, erholen Sie sich, so gut es geht“, sagt die Ministerin, verweist aber darauf, dass die Corona-Pandemie noch nicht überstanden ist: „Gegenseitige Rücksicht, Engagement und Zusammenhalt haben uns in den zurückliegenden Monaten geholfen. Wir müssen alle gemeinsam eine zweite Welle verhindern, denn ein weiterer Lockdown wäre für unser Land nicht zu verkraften – wirtschaftlich, gesellschaftlich und bildungspolitisch.“ Entsprechend habe der Infektionsschutz an den Schulen und Kindertageseinrichtungen weiterhin höchste Priorität.

In einem Schreiben hat Eisenmann daher gestern alle Schulen über das Angebot symptomunabhängiger, kostenloser Tests für alle Lehrinnen und Lehrer sowie über die Rahmenbedingungen der Mund-Nasen-Schutz-Pflicht an weiterführenden Schulen ab dem kommenden Schuljahr informiert. Auch die Kindertageseinrichtungen sowie Kindertagespflegestellen wurden über die neu geschaffenen Testmöglichkeiten informiert. Für diese Ausweitung der Testmöglichkeiten hat sich die Kultusministerin in den vergangenen Wochen sehr stark eingesetzt.

Teststrategie zur Risikominimierung

Zwischen 17. August und 30. September kann sich jede an einer Schule, einer Kita oder in der Kindertagespflege tätige Person maximal zweimal bei einem niedergelassenen Arzt mit Kassenzulassung testen lassen. Tritt ein SARS-CoV-2-Fall an einer Schule auf, können sich zudem alle anwesenden Personen sofort testen lassen – unabhängig von Symptomen und davon, ob Kontakt zur infizierten Person bestand. Ab dem Schulstart am 14. September ist es zudem an allen weiterführenden Schulen ab Klasse fünf und an allen beruflichen Schulen Pflicht, außerhalb des Unterrichts eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Freiwillig ist dies natürlich auch während des Unterrichts möglich.

Darüber hinaus arbeitet das Kultusministerium an einem Konzept, wie das Singen und das Musizieren mit Blasinstrumenten im kommenden Schuljahr mit hinreichenden Hygiene- und Abstandsregelungen ermöglicht werden kann. Grundlage hierfür müssen die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse sein, sie müssen gut belastbar sein. Bis Mitte August sollen die Schulen entsprechende Hinweise erhalten. Ebenfalls vor dem Schulstart und vor der Rückkehr in die Kita wird das Landesgesundheitsamt eine Handreichung erstellen, welche Symptome künftig für ein Fernbleiben von der Schule und von der Kita maßgeblich sind – klar verständlich, einfach und medizinisch fundiert.

Neues Schuljahr: Lücken und Förderbedarfe identifizieren

Inhaltlich wird das neue Schuljahr auch vom Nachholen geprägt sein. Aufgrund des eingeschränkten Präsenzunterrichts und des abrupten Wechsels vom analogen Lernen im Klassen- zum digitalen im Kinderzimmer sind zweifelsohne Lernlücken entstanden. Schwerpunkt im Schuljahr 2020/21 muss und wird deshalb sein, Inhalte zu wiederholen und zu vertiefen. „Hier wollen wir auch eine Brücke ins neue Schuljahr bauen, um Defizite auszugleichen und Nachteile auf dem Bildungsweg zu minimieren“, sagt Eisenmann und dankt allen Beteiligten des Lern- und Förderprogramms „Lernbrücken“ für deren Bereitschaft, die Schülerinnen und Schüler, die durch das Coronavirus und dessen Folgen unverschuldet in Bildungsnot geraten sind, zu unterstützen. Dass das Ministerium alle Abschlussprüfungen 2021 zeitlich nach hinten verlegt hat, soll zudem mehr Zeit für Wiederholung und Prüfungsvorbereitung ermöglichen.

So viel Präsenzunterricht wie möglich

Im lautet das Ziel: So viel Präsenzunterricht wie möglich und Hauptaugenmerk auf das Kerncurriculum in allen Fächern. Die Kultusverwaltung muss dennoch mit Fernunterricht planen – sei es für einzelne Schülerinnen und Schüler oder wegen einer nicht auszuschließenden temporären Schulschließung. Verbindliche Leitlinien und Qualitätskriterien bilden dann die Grundlage für das digitale Lernen. Alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler erhalten dieselben Unterrichtsmaterialien, regelmäßig Aufgaben in allen Fächern sowie Rückmeldungen dazu. Lehrkräfte müssen regelmäßig und verlässlich mit den Schülern kommunizieren sowie das Fernlernen dokumentieren. Fehlt einem Teilnehmer die digitale Ausstattung oder Anbindung, hilft die Schule mit Endgeräten oder dem Zugang zu den Angeboten aus.

Diese Unterstützung erfolgt aus dem Sofortausstattungsprogramm im Rahmen des DigitalPakts Schule. Das Land hat den Anteil aus dem Bundesprogramm verdoppelt, so dass hierfür 130 Millionen Euro zur Verfügung stehen, für die die Kommunen und Schulen in freier Trägerschaft nun unbürokratisch, ohne Antragsverfahren insgesamt etwa beschaffen können. Die Ministerin hat sich überdies erfolgreich dafür eingesetzt, das , der Medienentwicklungsplan kann nun nachgereicht werden.

Was über Corona hinaus noch war…

Beim Rückblick auf das Schuljahr 2019/20 wird in Zukunft das Coronavirus die Hauptrolle spielen, wenn nicht gar die einzige. Aber es liegen einige bildungspolitische Neuerungen und Veränderungen hinter den Schulen, den Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern, von denen hier einige kurz beispielhaft genannt werden sollen:

  • die neue gymnasiale Oberstufe ging an den Start,
  • der sukzessive Ausbau der Poolstunden an den Realschulen ging weiter, 18 Stunden pro Zug waren es im zum Ende gehenden Schuljahr,
  • die Schülerinnen und Schüler erhielten schulartübergreifend mehr Ethik- und Informatikunterricht,
  • die baden-württembergischen Lehrerinnen und Lehrer haben den Leitfaden Demokratiebildung erstmals verbindlich umgesetzt,
  • die Schülerinnen und Schüler an den Haupt-, Werkreal-, Real- und Gemeinschaftsschulen haben ihre Hauptschulabschlussprüfung erstmals nach der neuen Prüfungsordnung abgelegt,
  • der Tablet-Unterricht und die Lernfabriken an den beruflichen Schulen wurden ausgeweitet,
  • eine groß angelegte Ausbildungsoffensive für Erzieherinnen und Erzieher ist an den Start gegangen

Merkblatt für Beschäftigte an Schulen, Kindertageseinrichtungen und Einrichtungen der Kindertagespflege zum Angebot freiwilliger Testungen auf eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus (PDF)

Kultusministerium: „Lernbrücken“ in den Sommerferien

Kultusministerium: Konzept für Schuljahr 2020/2021

Aktuelle Informationen zum Coronavirus in Baden-Württemberg

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von links nach rechts: Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Georg Kräusslich, Präsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften; Prof. Dr. Irena Kogan, Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung; Prof. Dr. Largus Angenent, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Tübingen; Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Prof. Dr. Robert Zeiser, Medizinische Fakultät der Universität Freiburg
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