Landwirtschaft

Weltbauerntag am 1. Juni 2022

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Mähdrescher erntet in Langenenslingen-Andelfingen ein Getreidefeld mit Wintergerste ab. (Bild: picture alliance/Thomas Warnack/dpa)

Am 1. Juni 2022 ist Weltbauerntag. Dieser wird seit dem Jahr 2000 weltweit gefeiert, um daran zu erinnern, dass Landwirtinnen und Landwirte für die Erzeugung von Lebensmitteln sorgen. Durch den Ausfall der Getreidelieferungen aufgrund des Ukraine-Kriegs bekommt der Tag dieses Jahr eine besondere Bedeutung.

„Über viele Jahre kaum beachtet, bekommt der Weltbauerntag dieses Jahr die Aufmerksamkeit, die Landwirtinnen und Landwirte weltweit verdienen. Denn der Ausfall der Getreidelieferungen durch den Ukraine-Krieg hat uns in den vergangenen Wochen schmerzlich erfahren lassen, dass die Welternährung keineswegs gesichert ist“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, am Mittwoch, 1. Juni 2022, in Stuttgart anlässlich des diesjährigen Weltbauerntages.

Der Weltbauerntag wird seit dem Jahr 2000 weltweit gefeiert, um auf die wichtige Arbeit der Bäuerinnen und Bauern hinzuweisen und daran zu erinnern, dass sie weltweit für die Erzeugung von Lebensmitteln sorgen.„Für die Menschen in Baden-Württemberg und Europa sind die Auswirkungen des Ukraine-Krieges vor allem wegen steigender Preise spürbar. In den Ländern des globalen Südens trifft der Ukraine-Krieg die Menschen dagegen sehr viel härter. Länder, die bereits unter akutem Hunger leiden, bekommen die Folgen der russischen Invasion nicht nur durch Preisanstiege, sondern durch Mangelernährung oder gar drohende Hungersnot zu spüren. Das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg ist zum Glück bereits seit Jahren in zwei Projekten zur Ernährungssicherung in Burundi aktiv“, erklärte der Minister.

Viele Länder seien in starkem Maße vom Import von Lebensmitteln und landwirtschaftlichen Betriebsmitteln abhängig und dadurch bei steigenden Weltmarktpreisen für Lebensmittel sehr verletzlich. „Für das in weiten Teilen landwirtschaftlich fruchtbare Europa bedeutet das, dass wir alle Möglichkeiten ausschöpfen sollten, um einen Beitrag zur Ernährungssicherung zu leisten“, sagte Minister Peter Hauk. Landwirte leisteten heutzutage viel mehr als nur die Sicherung der Ernährung. Sie sind nach wie vor ein unverzichtbares und wichtiges Rückgrat für die moderne Gesellschaft.

Landwirte erfüllen vielfältige Leistungen

„Es wird viel zu wenig gewürdigt, was unsere Landwirte heute alles leisten. Bäuerinnen und Bauern decken nicht nur unseren Tisch mit hochwertigen Lebensmitteln, sie erfüllen auch vielfältige Leistungen für unsere Gesellschaft: Sie pflegen die Kulturlandschaft, sie sorgen wieder für höhere Biodiversität in Feld und Flur und produzieren erneuerbare Energien aus Wind und Solar,“ betonte Minister Peter Hauk. All diese Aufgaben zu erfüllen, werde immer wichtiger, aber auch immer schwieriger. Viele Bauern müssten immer mehr produzieren, um von den Marktpreisen leben zu können und die steigenden Produktionskosten zu kompensieren. Vor allem die Konsumenten hätten es in der Hand, dies zu ändern.

„Die Agrarpolitik sowie Verbraucherinnen und Verbraucher müssen unsere Landwirtinnen und Landwirte verstärkt unterstützen und bereit sein, einen höheren Anteil des Budgets für Nahrungsmittel und unsere heimische Landwirtschaft auszugeben“, erläuterte der Minister abschließend.

Der Weltbauerntag wurde im Jahr 2000 in enger Verbindung mit der Weltausstellung EXPO in Hannover erstmals veranstaltet und 2002 von der UNESCO als internationaler Aktionstag ausgerufen. Der Weltbauerntag findet alljährlich am 1. Juni statt. Die Hauptaufgabe der Landwirte ist und bleibt die Erzeugung von Nahrungsmitteln pflanzlicher und tierischer Herkunft, doch es geht jetzt auch verstärkt um den schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen, die Beachtung der ökologischen Zusammenhänge und den Tierschutz.

Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: Landwirtschaft

Weitere Meldungen

Straßenverkehr in Stuttgart
Bundesrat

Gegen erneute Verbote für Automobilbranche

Ein Wildschwein steht auf einem Plateau im Wald und beobachtet die Umgebung.
Tiergesundheit

Früherkennungsprogramm „Afrikanische Schweinepest“ startet

Eine Hand hält am 18.04.2016 an einer Tankstelle in Tübingen (Baden-Württemberg) einen Tankstutzen.
Verbraucherschutz

Hauk fordert schnelle Entlastungen bei Energiepreisen

Eine Frau sammelt in einem Wald Bärlauchblätter ein, die den Waldboden fast komplett bedecken. (Bild: dpa)
Verbraucherschutz

Wichtige Tipps zum Start der Bärlauch-Saison

Ein Wolf sitzt im Erlebnispark Tripsdrill in einem Gehege. (Foto: dpa)
Wolfsmanagement

Ausnahmegenehmigung zum Wolfsabschuss wird nicht verlängert

Ein Wolf sitzt im Erlebnispark Tripsdrill in einem Gehege. (Foto: dpa)
Wolfsmanagement

Auffälliger Wolf im Nordschwarzwald: Fragen und Antworten

Blick in den Saal bei der Eröffnung des 11. Donausalons in der Landesvertretung Baden Württemberg durch Verkehrsminister Winfried Hermann
11. Donausalon

Wirtschaftliche Resilienz und stärkerer Zusammenhalt im Donauraum

Im Energiepark Mainz ist der verdichtete grüne Wasserstoff aus einem Elektrolyseur in Tanks gelagert.
Wasserstoff

Bundesweite Abfrage des Strom- und Wasserstoffbedarfs

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Bundesrat

Land setzt sich für landeseigene Forschungsinstitute ein

Bundesrat
Bundesrat

Strobl setzt sich für Schutz der Kritischen Infrastruktur ein

Europa, Deutschland, Schwarzwald
Landlicher Raum

Starke Perspektiven für den Ländlichen Raum

Eine Fernwärme-Anlage im Keller eines Gebäudes.
Energieversorgung

Länder fordern entschlossenes Handeln für bezahlbare Energie

Wirtschaft

Hoffmeister-Kraut kritisiert Industrial Accelerator Act

Der Luchs wird eingefangen, um ihn zu besendern
Forst

Luchs im Landkreis Rastatt mit Halsbandsender ausgestattet

Eine Krankenpflegerin schiebt ein Krankenbett durch einen Flur.
Gesundheit

Landesregierung beschließt neuen Krankenhausplan