Automobilwirtschaft

Hoffmeister-Kraut kritisiert Automobilpaket der EU-Kommission

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hätte sich beim Automobilpaket der Europäischen Kommission mehr Markt, mehr Freiheit und weniger starre Vorgaben und Bürokratie gewünscht.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Mitarbeiter der Porsche AG montiert im Porsche-Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen einen Porsche 718 Cayman.
Symbolbild

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, sagt zu dem am 16. Dezember 2025 verkündeten Automobilpaket der Europäischen Kommission:

„Der vorgelegte Vorschlag der EU-Kommission bleibt hinter den Erwartungen zurück. Es wurde aus meiner Sicht eine große Chance vertan, auf mehr Markt, mehr Freiheit und weniger auf starre Vorgaben und Bürokratie zu setzen. Mein Eindruck ist, die EU-Kommission hat hier der Mut verlassen. Die wenigen Zugeständnisse, die nach Technologieoffenheit aussehen sollen, wie etwa die weitere Zulassung bestimmter Verbrennungsmotoren auch nach 2035, werden durch zusätzliche Hürden, neue starre Vorgaben und Aufbau von Bürokratie nahezu wirkungslos gemacht. Es bleibt nur zu hoffen, dass das Europäische Parlament und die Mitgliedstaaten im Zuge des weiteren Gesetzgebungsprozesses diese Webfehler erkennen und mutig korrigieren.

Kurzfristig wird das nun vorgelegte Paket leider keinen bereits beschlossenen Stellenabbau in der Automobilbranche verhindern. Das Kommissionspapier gibt auch keine Antworten darauf, wie es zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit Europas im internationalen Kontext kommen soll. Wie die zurückliegenden Jahre führt uns auch die gestrige Entscheidung geradezu vor Augen, was passiert, wenn Klimaschutz und Wirtschaft aus dem Gleichgewicht geraten, wenn das eine politisch über das andere gestellt wird. Wenn wir unseren Unternehmen die Luft zum Atmen nehmen, wenn wir es ihnen durch starre Vorgaben und hohe Kosten schwer machen, in Deutschland und in Europa zu produzieren, ist nichts gewonnen. Wir brauchen einen unaufgeregten, pragmatischen und technologieoffen Umgang mit diesem Thema, im Sinne von Wachstum und Wohlstand aber auch im Sinne der Akzeptanz.

Hier muss die EU ihre Anstrengungen intensivieren: Ich fordere schon seit langem deutlich mehr Maßnahmen zur Erhöhung der Innovationskraft von Unternehmen, einen konsequenten Bürokratieabbau, eine Reform der EU-Förderpolitik und den Abbau von Handelsbeschränkungen. Auf der anderen Seite ist es wichtig, dass sich unsere Fahrzeughersteller und Zulieferer weiter zukunftssicher aufstellen und die Basis für Wertschöpfung und Beschäftigung an unseren Standorten in Europa, Deutschland und Baden-Württemberg erhalten.“

Pressemitteilung der Europäischen Kommission vom 16. Dezember 2025: Kommission ergreift Maßnahmen für einen sauberen und wettbewerbsfähigen Automobilsektor

Weitere Meldungen

Landeskreditbank Baden-Württemberg
Jahresbilanz

L-Bank sieht hohen Bedarf an Unterstützung im Strukturwandel

Ein Messegast lässt sich eine so genannte ORC-Anlage erläutern.
Klimaschutz

Land fördert Energiefahrpläne für Unternehmen und Einrichtungen

Richter im Landgericht Stuttgart
Justiz

Neues KI-Werkzeug für effiziente Justizverfahren

Zitterpappel
Forst

Zitterpappel bereichert Wald und Bioökonomie

Ein Bauarbeiter schaut auf ein Gebäude, das als Testobjekt aus Recyclingbeton gebaut wird.
N!BBW

Neue Termine für Workshops „Nachhaltiges Bauen“

Absperrung auf einer Straße. Im Hintergrund eine Autobrücke.
Kommunaler Straßenbau

Land unterstützt Kommunen beim Umbau der Straßeninfrastruktur

Neubau Kollegiengebäude 1, Pädagogische Hochschule Freiburg, Birk Heilmeyer und Frenzel Architekten, Stuttgart
Holzbau

Klimafreundlich Bauen mit Holz

Ein Netzwerk-Kabelstecker leuchtet in der Netzwerkzentrale einer Firma zu Kontrollzwecken rot. (Bild: picture alliance/Felix Kästle/dpa)
Sicherheit

Strobl begrüßt Einigung zur Speicherfrist von IP-Adressen

Kernkraftwerk Philippsburg ohne Türme (Aufnahme vom 03.06.2020)
Kernkraft

Offene Rohrdurchführungen im Kernkraftwerk Philippsburg

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) und Tadeusz Matacz (rechts) stehen vor Fahnen und präsentieren die Verleihungsurkunde.
Auszeichnung

Ehrentitel Professor an Tadeusz Matacz

Renato Gigliotti
Polizei

Neue Leitung für das Polizeipräsidium Ravensburg

Ein Mitarbeiter von Kawasaki führt bei der Industriemesse Hannover Messe am Messestand von Microsoft die Überwachung und Steuerung einer Maschine mit einer AR-Brille (Augmented Reality) vor.
Industrielle Innovation

Baden-Württemberg auf der Hannover Messe 2026

Logo von Start up BW
Start-up BW

Auswahl für Start-up BW Pre-Seed steht

Verleihung Gigabitkommune@BW
Breitbandausbau

33 weitere Gigabitkommunen

Breitbandübergabe
Digitalisierung

38,4 Millionen Euro für den kommunalen Breitbandausbau