Forst

Waldnaturschutzkonzeption 2030 vorgestellt

Die Waldnaturschutzkonzeption 2030 ist ein wichtiger Teil der Waldstrategie des Landes. Sie soll den Erhalt der Artenvielfalt im Wald sichern und die Widerstandsfähigkeit der Wälder erhöhen.

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Wanderer gehen bei Reichelsheim durch den herbstlichen Odenwald (Hessen).
Symbolbild

„Die Waldnaturschutzkonzeption 2030 ist ein Fachkonzept des Landes Baden-Württemberg zu Umsetzung der Nationalen Biodiversitätsstrategie. Die Konzeption zielt darauf ab, die biologische Vielfalt im Wald zu fördern und die Widerstandsfähigkeit der Wälder zu erhöhen. Zudem verknüpft sie verschiedene naturschutzfachliche und rechtliche Rahmenbedingungen, um Zielkonflikte zwischen Naturschutz, Erholung und Holznutzung aufzulösen. Dies erfolgt in zehn zentralen Handlungsfeldern, darunter naturnahe Waldgesellschaften, Wald und Wasser, Biotopverbund, Prozessschutz sowie Monitoring und Management“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, anlässlich des Auftaktsymposiums Waldnaturschutzkonzeption 2030 in Stuttgart.

Neu ist die Reichweite der vorgestellten Konzeption, die neben dem Staatswald, der durch ForstBW bewirtschaftet wird, auch Körperschafts- und Privatwald mit einbezieht. Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer werden zielgruppenspezifisch angesprochen. „Die Waldnaturschutzkonzeption 2030 bildet somit den Überbau für einen kohärenten Waldnaturschutz in Baden-Württemberg. Schließlich macht Biodiversität nicht an Besitzgrenzen Halt. Das ist ein ambitionierter und bundesweit einmaliger Ansatz“, betonte Minister Hauk.

Auf der Höhe der Zeit

Der Rückgang der Artenvielfalt und der Klimawandel seien zentrale Herausforderungen in der heutigen Zeit. Die Konzeption gehe die Probleme mit einer aktuellen und umfassenden Agenda bis 2030 an. „Die Waldnaturschutzkonzeption enthält operationale und verbindliche Ziele, um vielfältig gemischte und reich strukturierte, naturnahe Wälder zu entwickeln. Zudem enthält sie spezielle Maßnahmen für besonders schutz- oder managementbedürftige Arten im Wald und ergänzt wichtige Themen, wie die ökologisch bedeutsame Wasserretention, den Biotopverbund im Wald sowie den Umgang mit Störungsflächen“, sagte Minister Hauk.

Erfahrung nutzen

Bereits 2014 ist die Gesamtkonzeption Waldnaturschutz als zentrales Instrument zur Stärkung der Biodiversität im Wald entwickelt worden. Aufbauend auf den vorhandenen Erfahrungen und Erkenntnissen und unter einer breiten Beteiligung von Behörden, Expertinnen und Experten und Verbänden ist die neue Konzeption entstanden. „Mein Dank gilt allen Akteuren die sich mit großem Engagement in die Weiterentwicklung der Konzeption eingebracht haben. Denn ein respektvoller Austausch und eine gute inhaltliche Zusammenarbeit sind der Schlüssel zum Erfolg für den Erhalt und den Schutz unserer Wälder mit seinen vielfältigen Funktionen“, betonte Minister Hauk.

Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: Waldstrategie Baden-Württemberg

Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: Waldnaturschutz

Waldnaturschutz in Baden-Württemberg 2030: Erhaltung und Förderung der Vielfalt im Wald – Modul 1 Konzeptioneller Rahmen (PDF)

Waldnaturschutz in Baden-Württemberg 2030: Erhaltung und Förderung der Vielfalt im Wald – Modul 2 Handlungsfelder und Waldnaturschutzziele (PDF)

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