Digitalisierung

Threema erster Baustein der Digitalen Bildungsplattform

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Ein Smartphone wird bedient. (Foto: dpa)

Künftig unterstützt der Messengerdienst Threema die Lehrkräfte im Land beim digitalen Fernunterricht. Der datenschutzkonforme Messenger vereinfacht die Kommunikation, zudem können Unsicherheiten und Fragen schnell und unkompliziert beantwortet werden.

Das Coronavirus hat die Schule von den Klassen- in die Kinder- und Wohnzimmer verlagert. Die Schülerinnen und Schüler sind ihren Lehrerinnen und Lehrern in dieser Zeit daher häufig digital begegnet. Sei es per E-Mail, Videokonferenz oder Audioschalte. Der Rollout des Lernmanagementsystems Moodle an die Schulen war ein wichtiger Schritt, um den digitalen Fernunterricht zu unterstützen. Um auch die Kommunikation weiter zu erleichtern, stellt das Kultusministerium ab sofort den Schulen im Land nun mit Threema einen sicheren Messengerdienst zur Verfügung.

„Im Rahmen der Digitalen Bildungsplattform war solch ein Messenger zwar ohnehin vorgesehen, aber dass wir diesen jetzt schon sukzessive flächendeckend zur Verfügung stellen können, ist in der aktuellen Situation ein wichtiger Schritt. Denn digitale Kommunikation spielt gerade eine noch größere Rolle als sonst“, sagt Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann und ergänzt: „Mit dem Messengerdienst wollen wir unsere Lehrerinnen und Lehrer unterstützen und die Kommunikation im Kollegium, aber auch mit den Schülerinnen und Schülern erleichtern.“ Mit diesem schrittweisen Rollout startet auch der erste Baustein der Digitalen Bildungsplattform in den Echtbetrieb.

Einfach und sicher über das Smartphone kommunizieren

Das Kultusministerium stellt Informationen zum freiwilligen Abruf je einer Lizenz von Threema Work pro Lehrkraft zur dienstlichen Kommunikation bereit. Die Lizenzen werden derzeit schulweise in Stufen zur Verfügung gestellt. Dies soll aufgrund der erwartungsgemäß hohen Nachfrage bei mehr als 130.000 Lehrkräften einen reibungslosen Rollout und Support ohne Engpässe gewährleisten. Die Lehrerinnen und Lehrer werden über die Schulleitungen informiert, sobald ihre Schule für den Abruf freigeschaltet ist. Die ersten zum Abruf berechtigten Schulen haben diese Informationen in den vergangenen Tagen erhalten, und knapp 1.000 Lehrkräfte haben das freiwillige Angebot bisher abgerufen (Stand 27. April).

„Somit ist einfache und sichere Kommunikation über das Smartphone möglich“, sagt Eisenmann und Christina Stark, Rektorin der Rinnenäckerschule in Waiblingen, fügt an: „Mit dem datenschutzkonformen Messenger kann nun die Kommunikation mit und im Kollegium erheblich vereinfacht werden, und es können Unsicherheiten sowie Fragen – nicht nur in Zeiten der Corona-Krise – schnell und unkompliziert beantwortet werden.“ Innerhalb des Kollegiums könnten der gegenseitige Austausch und die Zusammenarbeit somit effektiver und zeitsparender umgesetzt werden. Rektorin Stark fährt fort: „Die zweite große Chance liegt darin, dass sich auch Schulleitungen untereinander auf kurzem Wege beraten können. Eine Vernetzung und gegenseitige Hilfestellung ist derzeit von unschätzbarem Wert.“

Lehrkräfte im Fernunterricht unterstützen

„Die Rückmeldungen in diesen Wochen zeigen, wie groß das Engagement unserer Lehrerinnen und Lehrer in puncto digitaler Fernunterricht ist. Mit dem Messenger wollen wir diesen Einsatz unterstützen und zu einer weiteren Verbesserung der Unterrichtsorganisation beitragen“, sagt Eisenmann. Der Messengerdienst soll kurzfristig während der Corona-Pandemie helfen, die sichere und einfache digitale Kommunikation unterstützt alle Beteiligten aber auch im Normalbetrieb der Schulen. Eine Vereinbarung zwischen Lehrkraft und Schülern sowie das Einverständnis der Eltern vorausgesetzt kann Threema auch ein sehr gutes Hilfsmittel für den Unterricht – inhaltlich wie organisatorisch – sein. Und die einmaligen Kosten von 3,99 Euro sind als Investition in den Schutz der Daten der Kinder zu sehen.

Die Rückmeldungen aus dem Pilotprojekt mit Threema hätten gezeigt, dass das schrittweise Vorgehen bei der Digitalen Bildungsplattform richtig sei, sagt Eisenmann: „Die Pilotschulen haben auch ausgelotet, welche Möglichkeiten und Voraussetzungen die Kommunikation mit Threema unter den Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern hat – pädagogisch, technisch, rechtlich und organisatorisch. Und vor allem waren sie mit dem Messengerdienst sehr zufrieden.“

Die Digitale Bildungsplattform

Alle Informationen zum Abruf, der Inbetriebnahme sowie Links zu umfangreichem Begleitmaterial für den Instant Messenger finden sie beim Landesmedienzentrum. Außerdem ist für den Rollout eine zentrale Landingpage bereitgestellt. Die Digitale Bildungsplattform ist neben dem Digitalpakt und zusätzlichen Landesmitteln ein wichtiger Beitrag zur Digitalisierung der Bildung in Baden-Württemberg.

Kultusministerium: Messenger für Lehrkräfte

Landesmedienzentrum: mit Threema Work arbeiten

Kultusministerium: Digitale Bildungsplattform

Aktuelle Informationen zum Coronavirus in Baden-Württemberg

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