Schule

Mehr Serverkapazitäten für den digitalen Unterricht

Ein Schüler der achten Klasse eines Gymnasiums in Korntal-Münchingen, Baden-Württemberg, bedient an einem Notebook die Lernplattform Moodle. (Bild: picture alliance/Marijan Murat/dpa)

Das Lernmanagement-System „Moodle“ ermöglicht den Austausch von Schülern und Lehrkräften in der Zeit der landesweiten Schulschließungen. Um den verlässlichen Betrieb von „Moodle“ zu gewährleisten, hat das Land zusätzliche Serverleistung und Speicherkapazität gekauft.

Das Coronavirus verlagert den Unterricht aktuell von den Klassen- in die heimischen Wohn- oder Kinderzimmer. Dafür ist nicht nur Eigendisziplin, sondern auch ein stabiles digitales Lernmanagementsystem hilfreich. Hier hat das Kultusministerium in enger Abstimmung mit den Fachleuten vom Landeshochschulnetz Baden-Württemberg (BelWü) reagiert und nicht nur allen Schulen die Möglichkeit eröffnet, das Lernmanagementsystem „Moodle“, kostenfrei zu nutzen, sondern auch zusätzliche Serverleistung und Speicherkapazität gekauft. Bei „Moodle“ können die Lehrkräfte Lerngruppen einrichten, Aufgaben und Materialien an die Schülerinnen und Schüler ausgeben sowie deren Arbeiten entgegennehmen und bewerten. Darüber hinaus können sich die Beteiligten in Foren austauschen. Nun sind in kürzester Zeit etwa 4.000 neue „Moodle“-Schulaccounts entstanden, die diesen digitalen und interaktiven Unterricht ermöglichen. Außerdem sind die Accounts der Schulen, die das Lernmanagementsystem bisher bereits genutzt hatten, auf neue Server umgezogen.

„Ja, es gab Startprobleme, vor allem mit der Auslastung der Server und deren Geschwindigkeit aufgrund der riesigen Abrufzahlen. Darauf haben wir umgehend und mit vollen Kräften Antworten gefunden, um auf diese Sondersituation zu reagieren“, sagt Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann und ergänzt: „Die Kolleginnen und Kollegen von BelWü haben innerhalb kürzester Zeit tausende neue Accounts geschaffen. Sie arbeiten derzeit fast rund um die Uhr, um unsere Schulen zu unterstützen. Das verdient größten Respekt und Dank.“

Digitales Angebot wird gut angenommen

Nur um mal ein paar Zahlen zu nennen: Die Aufrufe bei den neu eingerichteten „Moodle“-Zugängen haben sich vom vergangenen Montag auf Donnerstag auf knapp 900.000 mehr als verzehnfacht. Und bei den Schulen, die bislang bereits „Moodle“ nutzten, zählte die Statistik am Mittwoch fast zwölf Millionen Aufrufe, einen Tag später waren es bereits knapp 20 Millionen. Die Rückmeldungen, die das Kultusministerium im Laufe der vergangenen Woche erreicht haben, zeigten, dass die Anstrengungen erfolgreich waren. „Ich kann nur sagen: was hier in Baden-Württemberg ‚hoppla die hopp‘ geleistet wurde, nicht nur von BelWü, ist außergewöhnlich. Schulen von Freunden und Bekannten und von meinen Kindern: alle haben seit Montag ein umfassendes digitales Angebot“, schrieb beispielsweise ein Elternteil. Eine Lehrkraft resümierte: „Aus den Schulen höre ich heute, dass „Moodle“ nach einem weiteren Tag sehr gut funktioniert und sehr gut aufgenommen wird, manche Kolleginnen und Kollegen sich mit Anleitungen aus dem Internet zu wahren „Moodle“-Experten mausern und sogar schon interaktive Aufgaben erstellen.“ Und eine weitere führte an: „Positiver Nebeneffekt der aktuellen Ausnahmesituation: Dadurch, dass die Kollegen ‚gezwungen‘ sind, mit ‚Moodle‘ zu arbeiten, erkennen gerade sehr viele völlig überrascht, wie einfach und praktisch es zu handhaben ist.“

Am zurückliegenden Wochenende haben die IT-Fachleute von BelWü nun die abschließenden Justierungen vorgenommen, sodass mittlerweile alle „Moodle“-Zugänge laufen müssten. BelWü verbessert die Prozesse stetig und kann Probleme, die auftauchen, bearbeiten und lösen. „Damit wir ‚Moodle‘ stabil halten, haben wir zusätzliche Serverleistung und Speicherkapazität gekauft. So sind wir auch perspektivisch für weiter steigende Zugriffe gewappnet“, sagt Eisenmann und fügt an: „Dennoch werden technische Probleme nie auszuschließen sein. Daher appelliere ich ganz generell und in der aktuellen Sondersituation umso mehr an alle, sich gegenseitig zu unterstützen – von Schule zu Schule, von Lehrkraft zum Elternhaus oder von Schülerin zu Schüler. Und zudem möchte ich mich abermals für die Mühen und das Mitdenken aller bedanken. Lehrer, Eltern und Schüler leisten Besonderes.“

Open-Source-Lernmanagementsystem

„Moodle“ ist eine Open-Source-Lösung, die im Land bereits seit vielen Jahren von einigen Schulen sowie in der Lehrkräftefortbildung eingesetzt und weiterentwickelt wird. Die Administratoren an den Schulen sowie die Lehrerinnen und Lehrer erhalten umfangreiche Unterstützung bei der Nutzung von „Moodle“​​​​​​​: BelWü als technischer Support sowie Kolleginnen und Kollegen vom Zentrum für Schulqualität und Weiterbildung (ZSL) und vom Landesmedienzentrum (LMZ) tun ihr Möglichstes, um zu helfen. Das ZSL ist dabei vor allem für den Support für die Anwender und Lehrkräfte zuständig, das LMZ organisiert in Zusammenarbeit mit dem ZSL Webinare, digitale Sprechstunden und Materialien für die Lehrerinnen und Lehrer.

BelWü steht für „Baden-Württembergs extended LAN“ und ist das Netz der wissenschaftlichen Einrichtungen im Südwesten. BelWü betreut seit mehr als zehn Jahren über 1.000 „Moodle“-Accounts für Schulen in Baden-Württemberg. Über das vorvergangene Wochenende hat BelWü weitere 4.000 Zugänge für die restlichen Schulen im Südwesten bereitgestellt. Die derzeit höchste Abrufrate datiert vom vergangenen Freitag. Mehr als eine Million Aufrufe bei den neu eingerichteten „Moodle“-Zugängen und fast 28,7 Millionen Aufrufe bei den Bestands-Zugängen.

Landesmedienzentrum: Schule machen – in Zeiten des Coronavirus

Kultusministerium: Coronavirus – Informationen für Schulen und Kindertageseinrichtungen

Aktuelle Infos zu Corona in Baden-Württemberg

Photovoltaik-Anlagen stehen in einem Solarpark neben der Autobahn 7.
  • Energiewende

Solare Stromerzeugung auf rund 260 straßennahen Flächen möglich

Arbeiter bauen Präzisions-Klimasysteme zusammen, die für die Lithographie-Abteilung in der Chip Produktion eingesetzt werden (Bild: © dpa).
  • Arbeitsmarkt

Arbeitsmarkt im Land auch zum Jahresbeginn stabil

Minister Manne Lucha spricht an Redepult zu Journalisten, im Hintergrund ein großes Banner mit Logo der GMK 2023
  • Gesundheit

Erste digitale Sitzung der Gesundheitsministerkonferenz im neuen Jahr

Ein Richter kommt in einen Sitzungssaal des Landgerichts Mannheim. (Foto: © dpa)
  • Justiz

Rund 7.000 Schöffen werden neu gewählt

Eine Goldfibel aus dem Keltengrab Heuneburg. Sie lag im Grab einer vor rund 2600 Jahren beigesetzten Fürstin am Fürstensitz Heuneburg nahe dem heutigen Herbertingen (Bild: © dpa).
  • Vermögen und Bau

Freigabe eines ersten Teilabschnitts für die Kelten-Erlebniswelt

Gruppenfoto beim Besuch der Arab Health 2023
  • Messebesuch

Gesundheitsmesse Arab Health 2023

Mitglieder des Landespolizeiorchesters beim Spielen. (Bild: Innenministerium Baden-Württemberg)
  • Polizei

Benefizkonzert des Landespolizeiorchesters in Rottweil

Porträt von Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
  • Energie

Unerwarteter Beschluss zum Energie-Härtefallfonds

Wissenschaftsministerin Petra Olschowski mit der die bisherige Wissenschaftsrat-Vorsitzenden Prof. Dorothea Wagner und der neue Vorsitzende Prof. Wolfgang Wick
  • Wissenschaft

Wolfgang Wick ist neuer Vorsitzender des Wissenschaftsrats

Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (Bild: © Martin Stollberg)
  • Wirtschaft

Beschleunigung von Infrastrukturmaßnahmen notwendig

Paragraphen-Symbole
  • Corona-Verordnungen

Aktuelle Änderungen der Corona-Verordnungen

Eine Frau arbeitet von zu Hause aus. (Bild: dpa)
  • Wohngeld

Digitaler Wohngeldantrag für Kommunen

Dr. Michael Blume
  • Antisemitismus

Neubesetzung des Expertenkreises beim Beauftragten gegen Antisemitismus

Eine Hand tippt auf einer Tastatur.
  • Polizei

Serverattacken auf verschiedene Webseiten

Schüler eines Musikgymnasiums spielen Geige.
  • Schule

Viertes baden-württembergisches Musikgymnasium

Wort-Bild-Logo der Kampagne Start-up BW. (Bild: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg)
  • Start-up BW

Risikokapitalfonds für Start-ups im Land geschlossen

Auszubildende in einer Berufsschule (Foto: © dpa)
  • Schule

Land stärkt Gesellschaftswissenschaften und MINT an Schulen

Eine Mitarbeiterin demonstriert im 3D-Druck-Applikationszentrum des Maschinenbauers Trumpf in Ditzingen die Bedienung einer 3D-Druck-Maschine per Tablet. (Foto: © dpa)
  • Innovation

Neue Auswahlrunde der Förderlinie „Spitze auf dem Land!“

Die Kabinettsmitglieder sitzen am Kabinettstisch der Villa Reitzenstein.
  • Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 24. Januar 2023

Symbolbild: Ein junger Mann trägt vor einer einfahrenden Stadtbahn in Stuttgart eine Atemschutzmaske. (Bild: picture alliance/Christoph Schmidt/dpa)
  • Corona-Verordnung

Land passt Corona-Verordnung an

Bauarbeiter laufen in Stuttgart an Neubauten der Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH (SWSG) vorbei. (Foto: © dpa)
  • Wohnungsbau

Mehr Sozialwohnungen in Baden-Württemberg

Grafik zur Ausstellung The Creätive House vom 12.1. bis 17.2.2023 in Stuttgart
  • Creätive House

Die neue Welt von Film und Animation im „Animations-Salon“ erleben

Eine Forscherin arbeitet im AI Research Buildung der Universität Tübingen, das zum „Cyber Valley“ gehört, an einem Code.
  • Künstliche Intelligenz

Einrichtungen aus dem Land werden Teil des Netzwerks „AI-Matters“

Neu gebaute Häuser stehen hinter einer noch unbebauten Fläche eines Neubaugebiets.
  • Weiterbildung

Land fördert Weiterbildung zu nachhaltiger Bauwirtschaft

Im Energiepark Mainz ist der verdichtete grüne Wasserstoff aus einem Elektrolyseur in Tanks gelagert.
  • Erneuerbare Energien

Walker begrüßt geplante Was­serstoffleitung durch Europa