Verkehr

Leitfaden zu Building Information Modeling im Straßenbau veröffentlicht

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Autos fahren am frühen Morgen auf einer Landstraße bei Vaihingen an der Enz und hinterlassen eine Leuchtspur auf dem Foto.

Die Planung und der Bau von Straßen werden immer digitaler. Ein neuer Leitfaden unterstützt Mitarbeitende der Straßenbauverwaltung bei der Einführung in die Arbeitsmethode Building Information Modeling.

„Planen und bauen wird zunehmend digitaler. Damit das Planen, Bauen und Erhalten der Infrastruktur im Land digital optimiert werden kann, veröffentlicht die Straßenbauverwaltung Baden-Württemberg (SBV BW) die erste Fassung des Building Information Modeling (BIM)-Leitfadens“, erklärte Verkehrsminister Winfried Hermann. Darin wird der Weg zur Erreichung erster Zielvorgaben bis 2027 festgelegt. Er legt einen starken Fokus auf eine landesweit einheitliche Lösung der BIM-Implementierung.

Der BIM-Leitfaden soll den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der SBV BW ein einheitliches Verständnis für BIM liefern und dient der Orientierung für die Vorbereitung und Abwicklung von BIM-Projekten. Es informiert über Zielsetzungen und Anwendungsbereiche und bindet die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter frühzeitig in den Veränderungsprozess ein. Der BIM-Leitfaden steht auch allen im Straßenbauprozess beteiligten Ingenieurbüros und Baufirmen frei zur Verfügung. Das Dokument berücksichtigt die Hinweise des „Stufenplan Digitales Planen und Bauen (PDF)“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur und gibt einen Ausblick für eine flächendeckende Anwendung von BIM im Land.

Die Veröffentlichung des BIM-Leitfadens ist eine von zahlreichen Maßnahmen im Zuge der Digitalisierung des Straßenwesens, die Landesverkehrsminister Winfried Hermann am 2. Februar 2021 angekündigt hat. „Mit der Digitalisierung des Planungs- und Bauprozesses verfolgen wir das Ziel, die Umsetzung von Baumaßnahmen künftig noch effizienter zu steuern und eine erhöhte Leistungsfähigkeit der Infrastruktur sicherzustellen“, so der Landesverkehrsminister.

Building Information Modeling

Building Information Modeling (kurz: BIM, deutsch: Bauwerksdatenmodellierung) steht für eine komplett digitale Arbeitsmethode beim Planen, Bauen und Betreiben von Baumaßnahmen. Auf Grundlage von Modellen werden relevante Informationen und Daten zur geplanten Baumaßnahme erfasst und zentral verwaltet. Ein wesentlicher Bestandteil von BIM-Projekten ist demzufolge die Nutzung einer gemeinsamen Datenumgebung für alle am Prozess beteiligten Partner. Damit wird eine kollaborative, digitale Zusammenarbeit zwischen allen Projektbeteiligten gefördert und relevante Informationen für alle zentral und transparent bereitgestellt. Das ermöglicht in Zukunft eine transparente Planung sowie kostenbewusstes und nachhaltiges Bauen und Erhalten von Baumaßnahmen.

Das Land Baden-Württemberg treibt die Implementierung von BIM intensiv voran. Neben der Vereinbarung von BIM im Koalitionsvertrag fördert das Land seit 2016 die innovative Arbeitsmethode und hat bis 2020 drei Pilotprojekte (B 31 Ortsumfahrung Döggingen zweite Gauchachtalbrücke, QualitätsStraßenbau 4.0 und BIM StraßenErhaltung) durchgeführt, die bundesweit hohes Ansehen genießen. 2019 wurden acht weitere Pilotprojekte im Land initiiert. Mit den gesammelten Erfahrungen werden Maßnahmen zur breiten Implementierung von BIM definiert.

Ministerium für Verkehr: BIM-Leitfaden für das Straßenwesen in Baden-Württemberg (PDF)

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