Digitalisierung

Land fördert Zentrum für Datenwissenschaften und Datenanalyse

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Ein Mitarbeiter der Robert Bosch GmbH überprüft mit einem Tablet die Betriebsdaten von vernetzten Maschinen für Metallspritzguss. (Foto: © dpa)
Symbolbild

Das Land fördert das „DASU – Transferzentrum für Digitalisierung, Analytics & Data Science Ulm“ mit circa 4,9 Millionen Euro aus EU- und Landesmitteln. Dies unterstützt den Aufbau einer einzigartigen Anlaufstelle für kleine und mittlere Unternehmen in allen Fragen der Datenwissenschaften und Datenanalyse.

Mit der Übergabe eines symbolischen Förderschecks hat Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut am Donnerstag, 15. Dezember 2022, den Startschuss für das Leuchtturmprojekt „DASU – Transferzentrum für Digitalisierung, Analytics & Data Science Ulm“ gegeben. Das Projekt erhält circa 3,9 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und ergänzend circa 980.000 Euro aus Landesmitteln. Es ist das dritte Leuchtturmprojekt aus dem Wettbewerb RegioWIN 2030, das durch das Wirtschaftsministerium bewilligt wird.

„Durch die Bündelung von Kompetenzen aus Informatik, Mathematik und Statistik sowie ergänzenden Fachbereichen werden wissenschaftliche Erkenntnisse systematisch vernetzt und in die Wirtschaft transferiert. Ein multidisziplinäres Transferzentrum dieser Art ist einzigartig“, sagte Hoffmeister-Kraut. Forschungs- und Transferprojekte in enger Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft könnten in einem Digitalisierungslab erprobt und zeitnah umgesetzt werden.

Die Region „Schwabenbund“ (im Wettbewerb RegioWIN 2030 ein Zusammenschluss der Landkreise Alb-Donau, Biberach und Heidenheim sowie des Stadtkreises Ulm) strebt an, „Region für wissensbasierte Ökonomie und erfolgreiche Disruption“ zu werden. Dazu bedarf es passgenauer Transformationshilfen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die durch eine enge Kooperation des Transferzentrums mit der Universität Ulm und der Technischen Hochschule Ulm sichergestellt wird. Der Fokus des „DASU“ liegt in besonderem Maße auf den kleinen und mittelständischen Produktionsunternehmen der Region, die gegenwärtig sehr erfolgreich auf dem Weltmarkt agieren, gleichzeitig vor großen Herausforderungen stehen.

„Digitallab“ als zentrale Transferplattform

Neben dem Aufbau und der Gewinnung wissenschaftlichen Personals, das über 200 Forschungs- und Transferkooperationen mit Unternehmen zur Entwicklung nachhaltig innovativer Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsprozesse und datenwissenschaftliche Beratungen für Unternehmen umsetzen soll, bildet ein „Digitallab“ die zentrale Transferplattform. Dort können mittels entsprechender Technologie sowohl innovative Anwendungen für den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) als auch Prototypen entwickelt sowie visualisierbar und erfahrbar gemacht werden.

Durch den multidisziplinären Ansatz des „DASU“ könnten schnell und unkompliziert Fragestellungen zahlreicher Branchen bearbeitet und gelöst werden, unterstrich die Wirtschaftsministerin. „Mit der Realisierung solcher Leuchtturmprojekte treiben wir den Ausbau einer modernen Innovationsinfrastruktur in den Regionen des Landes voran“, so Hoffmeister-Kraut.

Leuchtturmprojekt des Wettbewerbs RegioWIN

Das Projekt „DASU“ wurde 2021 im Rahmen des Landeswettbewerbs „RegioWIN 2030 – Regionale Wettbewerbsfähigkeit durch Innovation und Nachhaltigkeit“ als eines von landesweit 24 Leuchtturmprojekten prämiert. Der Wettbewerb ist ein zentraler Baustein im Rahmen der Förderung aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Baden-Württemberg in der Förderperiode 2021 bis 2027.

Um regionale Strukturförderung zu betreiben, erhält Baden-Württemberg in der Förderperiode 2021 bis 2027 rund 279 Millionen Euro von der Europäischen Union aus dem EFRE. Das EFRE-Programm Baden-Württemberg 2021 bis 2027 ist an der Innovationsstrategie Baden-Württemberg ausgerichtet und unterstützt die Schwerpunkte Zukunftstechnologien und Kompetenzen sowie Ressourcen- und Klimaschutz.

RegioWIN 2030 zielt darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit in den Regionen durch Innovation und Nachhaltigkeit zu verbessern und damit zu einer zukunftsfähigen Regionalentwicklung beizutragen. Regionen, Landkreise, Städte und Gemeinden waren aufgefordert, entsprechende Wettbewerbsregionen zu formieren und zusammen mit Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft, der Gesellschaft und Verwaltung Stärken und Schwächen ihrer Wettbewerbsregion in eine Strategie zu überführen. Ausgehend von dieser Strategie wurden sogenannte Leuchtturmprojekte entwickelt, die von der Landesregierung am 14. April 2021 prämiert wurden. Dies wiederum war Voraussetzung für eine Vollantragsstellung.

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