Tierschutz

Land fördert Erforschung von Alternativen zu Tierversuchen

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Ein Mitarbeiter des Fraunhofer Instituts Stuttgart hält eine Platte mit Gewebekulturen in seinen Händen. (Bild: Michele Danze / dpa)

Das Land fördert vier Projekte zur Erforschung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch. Mit der Reduzierung von Tierversuchen ist ein wichtiges Tierschutzziel zu erreichen.

„Es ist unser erklärtes Ziel, die Zahl und die Belastung von Versuchstieren in Baden-Württemberg weiter zu verringern. Daher fördern wir auch in diesem Jahr wieder geeignete Projekte zur Entwicklung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch“ sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Peter Hauk.

Baden-Württemberg ist ein wichtiger Standort der biomedizinischen Forschung. Dies bringt es auch mit sich, dass in vielen Forschungseinrichtungen Tierversuche durchgeführt werden. In manchen Bereichen, beispielsweise in der angewandten medizinischen Forschung, gibt es noch keine ausreichenden Alternativen. Bestimmte Versuche, beispielsweise zur Prüfung der Wirksamkeit und Sicherheit von Arzneistoffen, seien gesetzlich vorgeschrieben. „Jeder Versuchsantrag wird von den zuständigen Behörden geprüft und nur bei Erfüllung der strengen rechtlichen Voraussetzungen genehmigt. Wir stehen aber auch zu unserer Verantwortung, Alternativen zu entwickeln. Daher fördern wir gezielt die Entwicklung und Anwendung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch in der wissenschaftlichen Forschung und Ausbildung“, betonte Minister Hauk.

Vier Projekte erhalten eine Förderung

Eine Bewertungskommission aus Vertreterinnen und Vertretern des Tierschutzes und der Wissenschaft hat in der diesjährigen Ausschreibung vier Forschungsprojekte ausgewählt, die eine Förderung erhalten:

„Allen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die sich um eine Förderung beworben haben, möchte ich ausdrücklich für ihr Engagement danken. Sie leisten mit Ihrer Arbeit einen wertvollen Beitrag zum Tierschutz“, so Hauk.

Das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz fördert jährlich Arbeiten zur Entwicklung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch. Die Forschungsprojekte müssen in Baden-Württemberg oder unter Beteiligung von Einrichtungen aus Baden-Württemberg durchgeführt werden.

Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: Forschungsförderung: Ersatzmethoden bei Tierversuchen

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