Biodiversität

Sonderprogramm zur biologischen Vielfalt zeigt positive Wirkung

Um den Artenrückgang zu stoppen, hat die Landesregierung 2017 ein bundesweit einmaliges Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt aufgesetzt. Jetzt wurde der aktuelle Wirkungsbericht vorgelegt. Die Ergebnisse sind durchweg positiv.

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Eine Wildbiene sucht an Blüten des Mehlsalbeis nach Nektar. (Bild: © Uwe Anspach/dpa)
Symbolbild

„Die Relevanz der biologischen Vielfalt für unser Leben steht außer Frage: Sie hat Einfluss auf unsere Ernährung, auf die Klimafolgen, auf unsere Wirtschaft und unsere Erholung“, betont Umweltministerin Thekla Walker. „Deshalb war und ist das Sonderprogramm zur Stärkung dieser Vielfalt mit seinen zahlreichen Projektergebnissen sowohl im Natur- und Artenschutz als auch in Landnutzungsbereichen für unsere künftige Ausrichtung und Planung so wertvoll,“ unterstreicht Landwirtschaftsminister Peter Hauk. „Wir verstehen es als unseren Auftrag, die Erfahrungen und Erkenntnisse aus allen Vorhaben in unsere Praxis einfließen zu lassen“, schloss Verkehrsminister Winfried Hermann anlässlich der Übergabe des über 270 Seiten starken Wirkungsberichtes zum Sonderprogramm (PDF) an das Kabinett.

Vielfalt der Vorhaben fördert Vielfalt in der Landschaft

Unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Winfried Kretschmann wurde im November 2017 die Einrichtung des Sonderprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt beschlossen, nachdem verschiedene Studien einen massiven Rückgang etwa bei der Biomasse der Insekten nachgewiesen hatten. Als Flächenakteure wurden das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz sowie das Ministerium für Verkehr mit der Umsetzung beauftragt.

In sieben Handlungsfeldern, die sowohl naturschutzfachliche als auch Landnutzungsaspekte ansprechen, wurden so mittlerweile über 160 Vorhaben durchgeführt, Konzepte erarbeitet und Maßnahmen auf die Fläche gebracht. In jedem Handlungsfeld wurden Leuchtturmprojekte identifiziert, die vorbildhaft zur Stärkung der biologischen Vielfalt beigetragen haben. Als Beispiel sind etwa die „Blühenden Naturparke“ zu nennen, die Umsetzung, Wirkungserfassung, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit eindrücklich in ihrer Arbeit vereint haben, um mehr Insektenlebensräume zu schaffen.

Beurteilung: Sehr gut!

Ein unabhängiges Fachgremium aus neun Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern begleitet das Sonderprogramm seit 2018 und zeigte sich in seiner Evaluierung begeistert von vielen Vorhaben, dem Engagement und den Ideen für die biologische Vielfalt auf der Fläche. Seine wichtigste Empfehlung an die Ministerien ist, keinesfalls abzulassen von dem Auftrag, ressortübergreifend die Bedingungen für die Vielfalt an Lebensräumen und -gemeinschaften nachhaltig und dauerhaft zu verbessern, um so auch die Resilienz unserer Natur etwa gegenüber der Klimaveränderung zu stärken. Besonders die Zusammenarbeit der drei Ministerien wurde in Deutschland als beispielgebend hervorgehoben.

Wirkungsbericht vom April 2025

Wirkungsbericht zum Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt in Baden-Württemberg (PDF)

Informationen zu den jeweiligen Projekten der Ministerien sind auf deren Webseiten erhältlich:

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft: Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt
Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt

Ministerium für Verkehr: Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt

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