Jugendpolitik

Jugend trifft Politik

Rund 500 Jugendliche haben sich bei der Landesjugendkonferenz mit Politikerinnen und Politikern über Themen wie Medienbildung, Social Media und KI, Jugendbeteiligung, Demokratiebildung und berufliche Orientierung ausgetauscht.

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Eine Gruppe von Jugendlichen und Erwachsenen steht in einem großen Raum und von ihnen wird ein Foto gemacht. ,
Landesjugendkonferenz

So geht aktive politische Teilhabe: Rund 500 Jugendliche zwischen 14 und 27 Jahren sind im SpOrt Stuttgart zusammengekommen, um sich direkt und ungefiltert mit Landespolitikerinnen und -politikern auszutauschen. Unter dem Motto „Jugend trifft Politik“ standen Themen wie Medienbildung, Social Media und Künstliche Intelligenz (KI), Jugendbeteiligung, Demokratiebildung, berufliche Orientierung und vieles mehr auf der Tagesordnung. Auf Wunsch der Jugendlichen wurden die Diskussions- und Austauschmöglichkeiten mit Politikerinnen und Politikern dieses Mal bewusst ausgebaut. So konnten sie ihre Meinungen, Anregungen, Ideen und Wünsche in verschiedenen Gesprächsformaten direkt mit zahlreichen Vertretern aus der Landespolitik diskutieren. Mit von der Partie aus den Reihen der Politik: Kultusministerin Theresa Schopper, Sozialminister Manfred Lucha, Umweltministerin Thekla Walker, Kultusstaatssekretär Volker Schebesta, Kultusstaatssekretärin Sandra Boser, Staatssekretärin Dr. Ute Leidig (Sozialministerium); Ministerialdirektor Daniel Hager Mann (KM), Ministerialdirektorin Leonie Dirks (Sozialministerium), Erwin Köhler (Grüne, jugendpolitischer Sprecher), Manuel Hailfinger (CDU, jugendpolitischer Sprecher), Dr. Stefan Fulst-Blei (SPD, jugendpolitischer Sprecher), Dennis Birnstock (FDP, jugendpolitischer Sprecher).

Junge Menschen wollen und sollen mitgestalten

Kultusministerin Theresa Schopper sagte: „Junge Menschen wollen und sollen mitgestalten. Ihre Stimme zählt! Es ist ihre Zukunft, um die es geht und ihr Blick auf eine Welt im Umbruch ist von großem Wert. Die Landesjugendkonferenz ist ein hervorragendes Format, um in den Austausch zu kommen.“

Sozialminister Manne Lucha betonte: „Konferenzen, Anhörungen und Beiräte als Beratungsgremien für und mit Jugendlichen sind wichtige Gelegenheiten, um ins Gespräch zu kommen und sich auf Augenhöhe über verschiedene Themen auszutauschen. Wenn wir aber Jugendliche und junge Erwachsene in die Entscheidungsfindung von Politik und Verwaltung einbinden und aktiv beteiligen wollen, müssen wir strukturelle und nicht nur punktuelle Beteiligungen ermöglichen. Dafür müssen Jugendliche und junge Erwachsene selbstwirksam und aktiv Einfluss nehmen können. Sei es, wie hier bei der Beteiligung im Schulkontext, oder ganz allgemein, wenn es darum geht, Beteiligung auf unterschiedlichen politischen Ebenen zu etablieren.“

Jugendbeteiligung ist gelebte Demokratiebildung

Die aktuelle Jugendstudie des Kultusministeriums hat gezeigt: Obwohl gesellschaftliche und politische Themen bei jungen Menschen einen hohen Stellenwert genießen, zweifeln viele an ihrer Möglichkeit, Einfluss nehmen zu können. Die Beteiligungsbereitschaft ist vorhanden, doch es fehlt das Vertrauen in politische Institutionen. Kultusministerin Theresa Schopper sagte: „Mit der Landesjugendkonferenz und unseren Aktivitäten rund um die Jugendbeteiligung wollen wir das Vertrauen der Jugendlichen in politische Prozesse stärken. Sie sollen spüren, dass Engagement sich lohnt und dass ihr Einsatz einen Unterschied macht.“

Mit den Jugendkonferenzen und der Landesjugendkonferenz geht das Kultusministerium in Baden-Württemberg ganz neue Wege im Dialog mit der Jugend – sie werden aktiv in den Meinungsbildungsprozess einbezogen. „So erfahren sie nicht nur passiv, was Demokratie heißt, sondern gestalten sie aktiv mit“, sagt Kultusministerin Theresa Schopper.  Auch der neu gegründete Landesjugendbeirat wird sich künftig aktiv am politischen Prozess beteiligen. „Demokratisches Verständnis braucht immer auch das praktische Beispiel. So entsteht das Gefühl, eine eigene Wirksamkeit entfalten zu können“, sagt Kultusministerin Theresa Schopper. Allen diesen Maßnahmen ist gemein, dass Sie konsequent von Jugendlichen für Jugendliche konzipiert sind. Die Jugend weiß schließlich am besten, was sie braucht. Beim Austausch allein soll es aber nicht bleiben: Die Jugendlichen sollen auf der Landesjugendkonferenz die künftige Jugendpolitik ganz konkret mitgestalten. Wie soll eine moderne Jugendpolitik aussehen? Wie beziehen wir möglichst viele Jugendliche dabei ein? Was kann die Landesregierung dafür tun?

Das Landesjugendkuratorium Baden-Württemberg als Gremium der Jugendarbeit und Jugendhilfe beim Sozialministerium und die Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung führen aktuell ebenfalls eine Jugendbeteiligung in den Kanälen der Jugendarbeit und Jugendhilfe durch, in der junge Menschen eine Konzeption erarbeiten, wie sie sich dort eine Jugendbeteiligung auf Landesebene vorstellen. Das Sozialministerium fördert die Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung in den Jahren 2025 und 2026 mit rund 480.000 Euro, damit Jugendliche und junge Erwachsene ihre Konzeption in landesweit stattfindenden Denk- und Designwerkstätten erarbeiten können. Dabei fließt eine Analyse der bestehenden Beratungsgremien und punktuellen Beteiligungsformate in Baden-Württemberg ein.

Landesjugendkonferenz

Die Landesjugendkonferenz ist eine Veranstaltung von Jugendlichen für Jugendliche. Das gesamte Programm, inklusive Moderation und Gestaltung der Foren wird ausschließlich von Jugendlichen erarbeitet und durchgeführt. Der Landesjugendbeirat, der Landesschülerbeirat und der Dachverband der Jugendgemeinderäte kooperierten hierfür eng mit dem Jugendreferat des Kultusministeriums, das die Veranstaltung konzipiert und organisiert.
Die zweite Landesjugendkonferenz bildet sowohl den Höhepunkt der Jugendbeteiligung als auch den Abschluss der insgesamt 70 lokalen und regionalen Jugendkonferenzen im Schuljahr 2024/25 an Schulen und für Jugendgemeinderäte sowie Kommunen. Auf diesen tragen die Jugendlichen ihre Ideen, Anregungen und Forderungen zusammen. Auf der Landesjugendkonferenz werden diese Vorschläge dann gebündelt und mit der Landespolitik diskutiert. Dafür sind delegierte Jugendliche aller Jugendkonferenzschulen nach Stuttgart gekommen.

Veranstaltungsflyer zur Landesjugendkonferenz 2025 (PDF)

Pressemitteilung vom 20. September 2024: Mehr Jugendkonferenzen in Baden-Württemberg

Ministerium für Kultus, Jugend und Sport: Politische Bildung Jugendlicher und Partizipation

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