Bioökonomie

Auftakt Junges Forum Bioökonomie

Das Junge Forum Bioökonomie bietet als neues zeitgemäßes Format jungen Menschen eine Plattform, um sich über Bildungs- und Berufschancen in diesem Zukunftsfeld zu informieren und mit Experten auszutauschen.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Jugendforum Bioökonomie

„Die Bioökonomie ist von zentraler Bedeutung für eine regenerative Wirtschaft. Gleichzeitig bietet sie jungen Menschen spannende berufliche Perspektiven und attraktive Gestaltungsmöglichkeiten. Es ist entscheidend, junge Menschen für dieses wichtige Zukunftsthema zu gewinnen und ihnen zu zeigen, welche Berufs- und Bildungswege sich durch die Bioökonomie eröffnen. Nur wenn die junge Generation über das nötige Wissen und die entsprechenden Kompetenzen verfügt, kann sie eine regenerative Wirtschaft mitgestalten. Ebenso wichtig ist es, ihre Ideen und Impulse aufzunehmen und sie in gesellschaftliche Prozesse einzubeziehen“, sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Sabine Kurtz, anlässlich des Auftaktes des Jungen Forums Bioökonomie.

Die Bioökonomie basiert auf erneuerbaren biologischen Ressourcen und ermöglicht den Übergang von einer linearen, ressourcenintensiven Wirtschaft hin zu einer kreislauforientierten und nachhaltigen Wirtschaftsweise. Durch die Kombination von nachwachsenden Rohstoffen und Biotechnologie sowie die Schließung von Stoffkreisläufen kann die Wirtschaft regenerativ gestaltet werden, indem die notwendigen Ressourcen kontinuierlich erneuert und somit nicht verbraucht werden. Dieser Ansatz ist ein zentraler Bestandteil einer regenerativen Wirtschaft, die darauf abzielt, die natürlichen Ressourcen zu schonen und gleichzeitig Wachstum und Beschäftigung zu fördern.

Forum bringt junge Menschen und Praxisakteure zusammen

Das Junge Forum Bioökonomie brachte bei seiner Premiere über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Stuttgart zusammen. Das Forum bot eine Plattform für den Austausch zwischen jungen Menschen und Praxisakteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. 25 Institutionen und Unternehmen aus Baden-Württemberg präsentierten ihre Ausbildungs- und Studienangebote, Forschungsvorhaben und innovative Produkte sowie Geschäftsmodelle. Darüber hinaus stellte das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz die bisherigen Preisträger des Innovationspreises Bioökonomie vor.

Vielseitiges Programm und kreative Ideen

Das Forum bot zudem ein abwechslungsreiches Programm aus Impulsvorträgen und interaktiven Workshops, in denen die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer eigene Ideen und Lösungsansätze entwickelten und sich mit ihrer eigenen beruflichen Zukunft auseinandersetzten. Ein besonderes Highlight war der „Bioeconomy Slam“: Sechs Slammerinnen und Slammer traten mit unterhaltsamen Kurzvorträgen zu Forschungsarbeiten, Geschäftsmodellen und Innovationen in einem Wettbewerb an. Die Themen reichten von der Verwertung von Reststoffen aus der Landwirtschaft über Lignin für nachhaltige Geotextilien sowie bio-basierte Kunststoffe bis hin zu innovativen Konzepten der Lebensmittelherstellung, essbarem Besteck und Baustoffen aus Hanf und Naturfasern.

Abschließend betonte Frau Staatssekretärin Sabine Kurtz: „Die engagierten Diskussionen und Ideen, die hier entstanden sind, haben mich sehr beeindruckt. Mit diesem Format lassen sich insbesondere junge Menschen für die Bioökonomie begeistern. Ihre Ideen und Visionen, die heute geweckt werden, bilden morgen die Grundlage für eine zukunftsfähige Wirtschaft und Gesellschaft.“

Landesstrategie Nachhaltige Bioökonomie

Baden-Württemberg zählt zu den führenden Regionen im Bereich Bioökonomie. Mit der 2024 fortgeschriebenen Landesstrategie Nachhaltige Bioökonomie Baden-Württemberg bis 2029 wird angestrebt, die Bioökonomie im Land weiter zu entwickeln und Baden-Württemberg als Forschungs-, Innovations- und Ausbildungsstandort für Bioökonomie zu stärken. Ein besonderer Fokus liegt auf den Bereichen Dialog, Bildung und Information sowie der Qualifizierung von Fachkräften.

Plattform Bioökonomie Baden-Württemberg

Weitere Meldungen

Im Energiepark Mainz ist der verdichtete grüne Wasserstoff aus einem Elektrolyseur in Tanks gelagert.
Wasserstoff

Bundesweite Abfrage des Strom- und Wasserstoffbedarfs

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Bundesrat

Land setzt sich für landeseigene Forschungsinstitute ein

Bundesrat
Bundesrat

Strobl setzt sich für Schutz der Kritischen Infrastruktur ein

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Innovation

Land fördert zukunftsweisende Chip-Technologien

Ein Produktionstechnologe in Ausbildung arbeitet an einem Simulator für die Bewegungseinheit eines Laser. (Foto: © dpa)
Wirtschaftsstandort

Erweiterung der Hensoldt Optronics GmbH in Aalen

Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.
Klimawandel

2025 deutlich zu warm und mit ausgeprägter Hitzephase

Eine Mitarbeiterin der Parasitologie der Universität Hohenheim zeigt in einem Labor eine Buntzecke.
Gesundheit

Start der Zecken-Saison

Europa, Deutschland, Schwarzwald
Landlicher Raum

Starke Perspektiven für den Ländlichen Raum

Eine Forscherin arbeitet im AI Research Buildung der Universität Tübingen, das zum „Cyber Valley“ gehört, an einem Code.
Wirtschaft

Strategieprozess stärkt Zukunft der Dienstleistungswirtschaft

Eine Fernwärme-Anlage im Keller eines Gebäudes.
Energieversorgung

Länder fordern entschlossenes Handeln für bezahlbare Energie

Wirtschaft

Hoffmeister-Kraut kritisiert Industrial Accelerator Act

Stuttgart, 03.03.2026: Staatssekretär Andre Baumann (zweiter von links) mit den Gründern des Ombudsverein Erdwärme e. V. (von links): Dr. Herbert Pohl (Geschäftsführer, Deutsche ErdWärme GmbH), Staatssekretär Dr. Andre Baumann, Dr. Horst Kreuter (Vulcan Energie Ressourcen GmbH), Andreas Mühlig (Leiter GE Erzeugung Betrieb EnBW Energie Baden-Württemberg AG), Dr. Hansjörg Roll (Mitglied des Vorstands, MVV Energie AG), Klaus Preiser (Geschäftsführung, badenova Wärmeplus GmbH & Co. KG), Jürgen Scheurer (Geschäftsführer, Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e. V.), Jörg Dürr-Pucher, (Vorsitzender, Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e. V.)
Energiewende

Ombudsverein Erdwärme für schnelle Schlichtungen gegründet

Besucher der Gamescom erleben mit VR-Brillen die virtuelle Realität.
Digitalisierung

Land fördert immersive Technologien mit 2,4 Millionen Euro

Der Luchs wird eingefangen, um ihn zu besendern
Forst

Luchs im Landkreis Rastatt mit Halsbandsender ausgestattet

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Studium

Land finanziert KI-Plattform für sehbeeinträchtigte Studierende