Gesundheit

62 Millionen Euro für den Öffentlichen Gesundheitsdienst

Das Land stärkt den Öffentlichen Gesundheitsdienst mit 62 Millionen Euro und investiert damit gezielt in Aus- und Weiterbildung, Gesundheitsschutz, Prävention und Digitalisierung.

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Eine Ärztin und eine Therapeutin sitzen mit einem medizinischen Stethoskop am Tisch und machen mit einem Laptop und einem Mobiltelefon medizinische Notizen.
Symbolbild

Der Ministerrat hat Mittel in Höhe von rund 62 Millionen Euro für die Umsetzung des Pakts für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) freigegeben. Damit soll der ÖGD in Baden-Württemberg zukunftsfest aufgestellt und weiter modernisiert werden.

„Angesichts der vielfältigen Aufgaben und seiner unverzichtbaren Rolle im Gesundheitswesen müssen wir den Öffentlichen Gesundheitsdienst in Baden-Württemberg nachhaltig stärken und zukunftsfest machen.“, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha am Mittwoch, 2. Juli 2025, in Stuttgart.

Gezielte Investitionen in Aus- und Weiterbildung, Gesundheitsschutz und Prävention

Das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration hat zentrale Handlungsfelder definiert und Maßnahmen konzipiert, um den ÖGD in Baden-Württemberg attraktiver zu machen und auf aktuelle Herausforderungen vorzubereiten. Die beschlossenen Maßnahmen im Überblick:

  • Aus-, Fort- und Weiterbildung: Rund 13,8 Millionen Euro fließen unter anderem in den Aufbau von Instituten für Öffentliches Gesundheitswesen, Forschungsbudgets, die Beteiligung von Gesundheitsämtern an Lehr- und Forschungsprojekten sowie in Fortbildungen zur Krisenresilienz. Auch digitale Werbemaßnahmen sind geplant.
  • Krisenbewältigung und Gesundheitsschutz: Für die Bewältigung biologischer Krisen, den Umgang mit den Folgen des Klimawandels und die Infektionsprävention stehen gut 19 Millionen Euro bereit.
  • Gesundheitsförderung und Prävention: Mit rund 14 Millionen Euro werden Projekte wie „Gesunde Stadt/Gesunde Gemeinde“, sektorenübergreifende Versorgungskonzepte und eine Machbarkeitsstudie für eine Stiftung zur Stärkung der Primärversorgung gefördert. 
  • Digitalisierung: Die Digitalisierungsoffensive des ÖGD in Baden-Württemberg wird durch ein umfassendes Schulungs- und Fortbildungsangebot für die Mitarbeitenden ergänzt, wofür rund 4,7 Millionen Euro vorgesehen sind.
  • Personalentwicklung: Rund 400.000 Euro sind für Fortbildungen im Krisenkontext und zur Steigerung der Attraktivität des ÖGD als Arbeitgeber vorgesehen.

Minister Lucha ist überzeugt: „Mit diesen gezielte Investitionen setzen wir Empfehlungen der Enquetekommission ,Krisenfeste Gesellschaft‘ um und sorgen dafür, dass die Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg sich auch künftig auf einen modernen und leistungsfähigen Öffentlichen Gesundheitsdienst verlassen können – gerade weil wir den ÖGD nachhaltig gestärkt und zeitgemäß weiterentwickelt haben.

Bereits wichtige Maßnahmen umgesetzt

Seit dem Start des Pakts für den Öffentlichen Gesundheitsdienst hat das Land gemeinsam mit den Kommunen wichtige Schritte eingeleitet: So wurden rund 700 zusätzliche Stellen im ÖGD geschaffen, eine Digitalisierungsoffensive gestartet und das Praktische Jahr für Medizinstudierende im ÖGD eingeführt. Mit dem aktuellen Beschluss des Ministerrats können jetzt weitere dringliche Maßnahmen umgesetzt werden.

Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst

Mit dem von Bund und Ländern beschlossenen Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst soll bundesweit insbesondere die personelle und digitale Ausstattung der Gesundheitsämter verbessert werden. Darüber hinaus soll die Attraktivität einer Tätigkeit im Öffentlichen Gesundheitsdienst gesteigert werden. Der Bund stellt dafür insgesamt vier Milliarden Euro zur Verfügung.

Öffentlicher Gesundheitsdienst Baden-Württemberg

Pressemitteilung vom 2. Juli 2025: Land startet Public-Health-Offensive

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