Gesundheit

Land startet Public-Health-Offensive

Mit einem neuen Wissenschaftlichen Beirat will das Land künftig schneller und gezielter auf aktuelle Gesundheitsrisiken reagieren. Das Gremium ist ein wichtiger Partner für den Öffentlichen Gesundheitsdienst.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Arzt hält in einem Behandlungszimmer in seiner Praxis in Deizisau im Landkreis Esslingen ein Stethoskop in der Hand, mit der anderen Hand bedient er eine Computertastatur. (Bild: dpa)
Symbolbild

Baden-Württemberg stellt die Weichen für einen modernen Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD): Mit einem neu gegründeten Wissenschaftlichen Beirat will das Land künftig schneller und gezielter auf aktuelle Gesundheitsrisiken reagieren – von Gesundheitskompetenz bis Prävention von Herz-Kreislauferkrankungen oder Krisenresilienz – die Themenvielfalt ist riesig.

Das 19-köpfige neue Gremium, besetzt mit führenden Köpfen aus Wissenschaft und Praxis aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, tagte im Juni erstmals in Stuttgart. Gemeinsames Ziel des neuen Beirats ist es, das Landesgesundheitsamt auf seinem Weg zu unterstützen, sich zu einer schlagkräftigen, evidenzbasierten Public-Health-Behörde weiterzuentwickeln.

„Der Wissenschaftliche Beirat ist für uns ein wichtiger Partner, um den Öffentlichen Gesundheitsdienst für die Herausforderungen von morgen fit zu machen“, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha. „Gemeinsam setzen wir alles daran, die Gesundheit der Bevölkerung in Baden-Württemberg nachhaltig zu fördern und zu schützen.“ Professor Dr. Gottfried Roller, Leiter des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg, ergänzte: „Wir freuen uns sehr über die Konstituierung des Wissenschaftlichen Beirats und die große wissenschaftliche Kompetenz, die unsere Arbeit bereichern wird.“

Geballte Expertise für aktuelle Herausforderungen

Der neue Wissenschaftliche Beirat bringt geballte Expertise aus Public Health, Medizin, Epidemiologie, Gesundheitsökonomie und Sozialwissenschaften zusammen. Die Mitglieder werden die verantwortungstragenden Stellen im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration, im Wesentlichen das Landesgesundheitsamt, und damit mittelbar auch die ÖGD-Behörden auf allen Ebenen der Landesverwaltung unter anderem beraten, wie es gelingt, die Gesundheitskompetenz aller Bevölkerungsgruppen zu stärken oder wie Kommunen gesunde Lebensbedingungen für Kinder und Jugendliche schaffen und wie Impfraten erhöht werden können.

Die Mitglieder des Beirats bringen ihre hochrangigen Expertisen aus den Bereichen Public Health, Epidemiologie, Medizin, Gesundheitsökonomie, soziale Arbeit, Gesundheitsförderung und Prävention, Psychologie, Gesundheitsschutz, Infektionsschutz, Versorgung und weiteren für die öffentliche Gesundheit relevanten Feldern ein. Zur Vorsitzenden des Gremiums wurde Professorin Annette Franke (Hochschule RheinMain) gewählt, ihr Stellvertreter ist Professor Falko Sniehotta (Universität Heidelberg).

Professor Roller betont: „Die enge Zusammenarbeit mit der Wissenschaft soll sicherstellen, dass wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in die Praxis umgesetzt werden – zum Nutzen der gesamten Bevölkerung.“

Pressemitteilung vom 2. Juli 2025: 62 Millionen Euro für den Öffentlichen Gesundheitsdienst

Weitere Meldungen

Wasser läuft aus einem Wasserhahn in ein Glas.
Bodenverunreinigungen

1,2 Millionen Euro für PFAS-Forschung

Das Bild ist in vier orangefarbene Kacheln unterteilt. Jede Kachel beinhaltet eine Empfehlung zum Umgang mit großer Hitze. Kachel eins: In der Mittagshitze Schatten aufsuchen und große Anstrengungen möglichst meiden. Kachel zwei: Ausreichend trinken, zum Beispiel Wasser oder Saftschorle. Koffein und Alkohol meiden. Kachel drei: Leichte Baumwollkleidung in hellen Farben tragen. Sonnenbrille und Mütze oder Hut aufsetzen. Kachel vier: Auf Menschen achten, die die Empfehlungen nicht selbst umsetzen können und ihnen helfen. Im Zentrum des Bildes ist ein Kreis in dem eine Sonne strahlt. Ein Thermometer zeigt eine Temperatur von 40 Grad Celsius.
Gesundheitsschutz

Wenn Hitze zur Gesundheitsgefahr wird

Eine Mitarbeiterin eines Pharmahändlers bestückt in Stuttgart-Münster in Baden-Württemberg eine Kommissioniermaschine.
Wirtschaft

Investitionen in Pharmaindustrie wandern ab

Promotionsfahrzeug Mehr Leben im Eigenheim
Wohnraumoffensive

Online-Dialog zu „Mehr Leben im Eigenheim“ am 25. Juni

Organspendeausweis
Organspende

Zahl der Organspenden im Land steigt leicht

Eine asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) sitzt auf einem Finger und sticht zu.
Gesundheitsschutz

Stechmückensaison hat begonnen

Abgebildet ist das Logo zum Förderprogramm "Inklusionstaler". In einem Kreis finden sich viele kleine Punkte in allen Farben. Auf halber Höhe steht rechts der Schriftzug "Inklusionstaler" in weiß auf blauem Grund.
Menschen mit Behinderung

Land fördert Teilhabe von Menschen mit Behinderungen

Eine Frau befestigt einen „Rauchen-Verboten“-Aufkleber an einer Scheibe (Bild: © dpa).
Nichtraucherschutz

Neue Regeln für Raucherinnen und Raucher vom 1. Juni an

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Moderate Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt

Logo von Start up BW
Start-up BW

OSORA medical im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch“

Teilnehmende der Jugend- und Familienministerkonferenz 2026 sitzen mit Blick auf mehrere kreisförmig angeordnete Bildschirme an einem großen Konferenztisch.
Jugend und Familie

Land setzt Schwerpunkte für gesellschaftlichen Zusammenhalt

Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.
Gesundheitsschutz

Temperaturanstieg und hohe UV-Strahlung am Pfingstwochenende

Das beschauliche Dorf Hiltensweiler, ein Teilort von Tettnang, wird von der Abendsonne angestrahlt. Im Hintergrund sind der Bodensee und die Alpen zu sehen.
Ländlicher Raum

Entwicklungsprogramm Länd­licher Raum 2027 ausgeschrieben

Neu gebaute Häuser stehen hinter einer noch unbebauten Fläche eines Neubaugebiets.
Bauen

Fristen für Förderaufrufe verlängert

Der neue Vorstand des 21. Landeselternbeirats; von links: Jörg Vettermann und Susanne Balzer (beide stellvertretende Vorsitzende), Stephanie Wieland (stellvertretende Kassenwartin), Vanessa Scholz (Vorsitzende), Friedhelm Biene (Kassenwart), Chrissy Bach (Schriftführerin) und Georg Beier (stv. Vorsitzender).
Schule

Neuer Vorstand des Landeselternbeirats gewählt