Landwirtschaft

30 Jahre deutsch-französische Kooperation in der Landwirtschaft

Seit über 30 Jahren stärkt ITADA die deutsch-französische Zusammenarbeit in der Landwirtschaft. Mit der überarbeiteten Gemeinsamen Erklärung gehen die Partner nun aktuelle Herausforderungen wie den Klimawandel und Wasserverfügbarkeit an.

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ITADA

„Die Gründung von ITADA als grenzüberschreitendes Institut mit dem Fokus auf eine nachhaltigere Landwirtschaft war 1993 eine zukunftsweisende Entscheidung. Gemeinsam mit der Région Alsace haben wir als Land Baden-Württemberg damals sowohl die deutsch-französische Freundschaft als auch unsere heimische Landwirtschaft gestärkt. Für einen fruchtbaren Austausch ist die Art und Weise der Zusammenarbeit elementar. Diese gilt es immer wieder zu erneuern und an aktuelle Entwicklungen anzupassen. Deshalb haben wir die Gemeinsame Erklärung mit der Region Grand Est in Frankreich als Fundament unserer Zusammenarbeit von ITADA überarbeitet. Gemeinsam gehen wir damit insbesondere aktuelle Herausforderungen an. Indem wir beispielsweise Lösungen im Umgang mit Fragestellungen rund um den Klimawandel und die Verfügbarkeit von Wasser entwickeln, profitieren alle beteiligten Akteure. Ich freue mich daher sehr, dass unsere deutsch-französische Partnerschaft in der Landwirtschaft nun bereits seit über 30 Jahren von allen Beteiligten mit so viel Engagement gelebt wird“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, am 4. März 2025 anlässlich der Unterzeichnung der aktualisierten Gemeinsamen Erklärung.

Gemeinsame Erklärung und Projekte

Die Gemeinsame Erklärung ist das Fundament für die Zusammenarbeit im Rahmen von ITADA, des „Instituts Transfrontalier d'Application et de Développement Agronomique -Grenzüberschreitendes Institut zur rentablen umweltgerechten Landbewirtschaftung“. Der Mehrwert der Zusammenarbeit zeigt sich auch heute noch – beispielsweise in den Schwerpunkten laufender Interreg-Oberrhein Projekte, wie dem Projekt KLIMACrops oder dem Projekt GRETA.

Ziel des Projektes KLIMACrops ist es, gemeinsam mit Beratung, Forschung und Praxis Anbausysteme regional angepasst so zu verändern, dass sie auch zukünftig stabile Erträge liefern können und, wo möglich, einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Dafür werden Musterbetriebe entwickelt, die als Modell für die Anpassung an den Klimawandel und dessen Abschwächung dienen. In Feldversuchen werden innovative Anbausysteme erprobt. Darüber hinaus werden Landwirtinnen und Landwirte auf ihren Betrieben bei der Umsetzung von Praktiken begleitet, die auf die Eindämmung des Klimawandels und die Anpassung an die Klimaveränderungen abzielen. Zudem werden neue Absatzwege am Oberrhein identifiziert.

Mit dem Projekt GRETA werden Schlüsseldaten über die Auswirkungen des Klimawandels auf den Grundwasserleiter des Rheins für die Wasser- und Umweltakteure, Entscheidungsträger sowie Nutzer am Oberrhein bereitgestellt. Nach Abschluss des Projekts sollen die entwickelten Instrumente zur Erfassung der Wasserressourcen und der Biodiversität unter Einbeziehung des Klimawandels auch der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.

„Mit ITADA haben wir ein anerkanntes Zentrum für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit etabliert. Unsere Zusammenarbeit schafft Synergien und entfaltet Strahlkraft über die Regionen hinaus. ITADA setzt wichtige Impulse und wirkt auch in Zukunft aktiv bei der Weiterentwicklung der Landwirtschaft mit. Eine wichtige Rolle kommt dabei der angewandten Forschung zu, wie sie von den landwirtschaftlichen Landesanstalten in Baden-Württemberg praktiziert wird. Übergeordnetes Ziel ist dabei immer, praxisrelevante Optimierungen zu entwickeln. Der Wissenstransfer in die landwirtschaftliche Praxis nimmt deshalb eine Schlüsselrolle unserer Arbeit bei ITADA ein“, betonte Minister Hauk.

ITADA

ITADA ist eine Einrichtung zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, die auf Initiative des Landes Baden-Württemberg und der Région Alsace gegründet wurde. Grundlage seiner Arbeit ist eine Gemeinsame Erklärung aus dem Jahr 1993. Neben Baden-Württemberg und der Region Grand Est beteiligen sich fallweise auch die Kantone der Nordwestschweiz.

Im Leitungsgremium sind das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucher­schutz und der Regionalrat der Region Grand Est vertreten. Die Präsidentschaft wechselt im zweijährigen Turnus. Der Badische Landwirtschaftliche Hauptverband und die Chambre Régionale d’Agriculture d’Alsace haben beratende Funktion.

Mit dem Projekt KLIMACrops sollen Strategien zur Anpassung von Ackerbausystemen an den Klimawandel und deren Beitrag zum Klimaschutz am Oberrhein entwickelt werden. Das Projekt läuft noch bis Ende 2025.

Das Projekt GRETA (GRoundwater EvoluTions and resilience of Associated biodiversity) läuft noch bis Mitte 2027.

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